silent green Kulturquartier - Top 10 Überraschende Kulturorte | Top10 Berlin
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silent green Kulturquartier

Wedding

Rotes Dach und hoher Kamin des silent green Kulturquartiers hinter Gänseblümchen und entspannten Besuchern.
© picture alliance/dpa | Britta Pedersen

Im ersten Krematorium Berlins von 1910 liegt heute ein Kulturquartier, und in seinem Seitenflügel serviert das Mars einen Brunch, bei dem die Karte für jedes Gericht biologische Herkunft ausweist. Bestellt wird à la carte und nicht am Buffet, von der Shakshuka mit Landei und Sauerteigbrot für 12,50 Euro bis zur Platte für zwei Personen für 28 Euro.

Ein Krematorium von 1910 als Kulturquartier in Wedding

Das silent green Kulturquartier liegt in der Gerichtstraße 35 in Wedding, hinter einem Hof, an dessen Eingang zwei steinerne Greifen stehen. Die Station Wedding bringt Gäste mit der U6 und der Ringbahn in wenige Gehminuten Entfernung, und gleich hinter dem Gelände beginnt ein Friedhof, der dem Ort seine Ruhe gibt. Das Gebäude war das erste Krematorium der Stadt, errichtet zwischen 1909 und 1910 und bis 2002 in Betrieb, danach stand es leer. Ab 2013 wurde es saniert, 2014 zogen die ersten Mieter ein, und seither arbeitet hier ein Haus mit Konzerten, Filmprogramm, Ausstellungen und Studios. Herzstück ist die denkmalgeschützte Kuppelhalle: siebzehn Meter hoch, achteckig im Grundriss, mit Mansarddach, historischem Terrazzoboden und gut 200 Quadratmetern Fläche, zu denen ein erster Rang kommt. Unter dem Hof liegt die frühere Leichenhalle, eine unterirdische Ebene von rund 1.200 Quadratmetern, die heute ebenfalls bespielt wird. Wer die Geschichte des Hauses genauer wissen will, bucht eine der historischen Führungen, die etwa siebzig Minuten dauern.

Brunch on Mars zwischen Kuppelhalle und Dachgarten

Gegessen wird im Seitenflügel des silent green Kulturquartiers, wo das Mars als Küche und Bar arbeitet, und dort heißt der Brunch schlicht Brunch on Mars. Er funktioniert à la carte und nicht als Buffet, jeder Teller wird einzeln bestellt, und die Karte weist bei jedem Gericht aus, dass sämtliche Zutaten aus biologischem Anbau stammen. Kräuter und Gemüse kommen teils aus dem eigenen Dachgarten. Die Auswahl bleibt überschaubar und ist weitgehend pflanzlich: ein Smörrebröd auf Roggenbrot mit Erbsencreme, eingelegter Karotte und Gartenkresse, eine Shakshuka mit Paprika-Tomaten-Ragout und Sauerteigbrot für 12,50 Euro, ein grünes Frühstück mit Falafel und Hummus, dazu als Nachtisch ein in Kaffee getränktes Bananenbrot mit Mascarponecreme. Wer zu zweit kommt, bekommt für 28 Euro eine Platte mit Rohmilchkäse, Wurstspezialitäten, Gartengemüse und gekochten Eiern. Einzelne Beilagen lassen sich dazubestellen, etwa Bergkäse, ein Spiegelei oder geräucherte Forelle. Ein Tisch bis zehn Personen wird online reserviert, größere Gruppen fragen per Mail an und essen dann nach einem Modell, bei dem alles am Tisch geteilt wird. Im früheren Torhaus am Eingang schenkt zusätzlich das Little Mars aus.

Top10 Redaktion

Top10 Redaktion

Erfahrungsbericht vom 17.09.2026

Preisniveau

Ein Croissant mit Butter und hausgemachter Marmelade kostet 5,70 Euro, die Shakshuka 12,50 Euro, das Smörrebröd und das grüne Frühstück jeweils 13,50 Euro. Die Platte für zwei Personen liegt bei 28 Euro.

Form

À la carte und nicht als Buffet. Die Karte weist bei jedem Gericht aus, dass sämtliche Zutaten aus biologischem Anbau stammen.

Beilagen zum Dazubestellen

Bergkäse für 4,60 Euro, ein Spiegelei für 2,30 Euro, Kochschinken für 4 Euro, geräucherte Forelle für 5 Euro und zwei pochierte Eier für 3,40 Euro.

Ernährung

Mehrere Gerichte sind vegan oder vegetarisch, die Allergene sind auf der Karte für jedes Gericht einzeln ausgewiesen. Kräuter und Gemüse kommen teils aus dem eigenen Dachgarten.

Reservierung

Ein Tisch bis zehn Personen wird online reserviert. Ab zehn Personen läuft die Anfrage per Mail, die Brunchkarte wird dann als Modell zum Teilen serviert. Bestellungen zum Mitnehmen sind vor Ort möglich.

Das Gebäude

Das erste Krematorium Berlins, errichtet zwischen 1909 und 1910, bis 2002 in Betrieb und ab 2013 saniert. Die denkmalgeschützte Kuppelhalle ist siebzehn Meter hoch, achteckig im Grundriss und hat einen historischen Terrazzoboden. Unter dem Hof liegt die frühere Leichenhalle auf rund 1.200 Quadratmetern.

Historische Führungen

Führungen durch das Haus dauern etwa siebzig Minuten und werden ab zehn Personen vorangemeldet.

Zweiter Ausschank

Im früheren Torhaus am Eingang schenkt zusätzlich das Little Mars aus.

Barrierefreiheit

Das Gelände ist nur teilweise barrierefrei.

ÖPNV

Die Station Wedding wird von der U6 und der Ringbahn bedient und liegt wenige Gehminuten entfernt.

Adresse und Kontakt

Gerichtstraße 35, 13347 Berlin, Telefon 030 120822131.

Adresse

Gerichtstraße 35, 13347 Berlin

+49 30 12082210

http://www.silent-green.net/

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