silent green Kulturquartier

Hinter der Sandsteinfassade an der Gerichtstraße in Wedding liegt das erste Krematorium Berlins. Seit 2013 ist daraus das silent green Kulturquartier geworden, mit Konzerten, Filmprogramm und Ausstellungen in der Kuppelhalle und der unterirdischen Betonhalle.
silent green Kulturquartier: vom Krematorium zum Kulturort
Das Gebäude an der Gerichtstraße wurde 1909 und 1910 nach Plänen des Architekten William Müller gebaut und war das erste Krematorium Berlins. Ab 1912 fanden hier Einäscherungen statt, bis der Betrieb Anfang der 2000er Jahre eingestellt wurde. Das denkmalgeschützte Ensemble liegt auf dem Gelände des Urnenfriedhofs Gerichtstraße.
Herzstück ist die achteckige Kuppelhalle mit ihrer rund 17 Meter hohen Kuppel. Im Terrazzoboden und an den Wänden finden sich Symbole der Freidenkerbewegung, etwa eine Schlange, Greifen und Feuerschalen. 2019 kam die unterirdische Betonhalle hinzu, ein großer, roher Raum für Ausstellungen und Veranstaltungen. Für die behutsame Umnutzung erhielt das Haus einen Denkmalpreis.
Film, Musik und ein Restaurant im Seitenschiff
Seit 2013 ist das silent green ein Kulturquartier mit Schwerpunkt auf Film, Musik und Bewegtbildkunst. Im Haus arbeiten unter anderem das Harun Farocki Institut, das Arsenal – Institut für Film und Videokunst, das Musicboard Berlin, das Label !K7 und die transmediale. Konzerte in der Kuppelhalle kosten meist zwischen 29 und 37 Euro.
Im Seitenschiff liegt das Restaurant MARS, eine kleinere Ausgabe gibt es in der früheren Pförtnerloge. Serviert werden Mittagstisch, Kaffee, Brunch und abends Drinks und Snacks, mit Kräutern und Gemüse aus dem eigenen Dachgarten. Der Haupteingang an der Gerichtstraße 35 ist stufenlos, Kuppelhalle und MARS sind barrierefrei erreichbar.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 17.09.2026
Preisniveau
Konzerte in der Kuppelhalle meist 29 bis 37 Euro
ÖPNV
S+U Wedding (ca. 3 Minuten Fußweg), U Leopoldplatz (ca. 7 Minuten)
Parken
5 barrierefreie Parkplätze am Gelände, sonst Straßenparken im Kiez
Gastronomie
Restaurant MARS im Seitenschiff mit Mittagstisch, Brunch, Kaffee und Drinks
Barrierefreiheit
Haupteingang Gerichtstraße 35 stufenlos, Kuppelhalle und MARS barrierefrei, Betonhalle per Aufzug mit Begleitung
Programm
Schwerpunkt auf Film, Musik und Bewegtbildkunst, Spielstätte von Festivals wie der Berlinale
Highlight
Achteckige Kuppelhalle mit rund 17 Meter hoher Kuppel und Symbolen der Freidenker














