Deutsch-Deutsche Geschichte

An der Bernauer Straße, zwischen den Berliner Stadtteilen Mitte und Wedding, liegt der zentrale Erinnerungsort der deutschen Teilung. Die Gedenkstätte Berliner Mauer macht greifbar, was Geschichtsbücher nur beschreiben können: wie eine Stadt über Nacht zerrissen wurde und was das für die Menschen bedeutete.

Wo einst Tränen flossen und Familien auseinandergerissen wurden, erzählt der Tränenpalast in Berlin-Mitte heute von der deutschen Teilung so nah und direkt, wie kaum ein anderer Ort in der Stadt. Die Ausstellung "GrenzErfahrungen" macht deutsch-deutsche Geschichte am historischen Grenzübergang Friedrichstraße greifbar.

Wer verstehen will, wie aus zwei deutschen Staaten wieder einer wurde, sollte das Regierungsviertel in Berlin-Mitte zu Fuß erkunden. Zwischen Reichstag, Bundeskanzleramt und dem Band des Bundes lässt sich Deutsche Geschichte buchstäblich begehen. Kein Lehrbuch erklärt das so überzeugend wie dieser Spaziergang direkt an der Spree.

Wo einst das Machtzentrum des Dritten Reichs stand, führt diese Stadttour durch Mitte zu den dunkelsten Kapiteln der deutschen Geschichte. Aufstieg, Terror und Untergang des NS-Regimes werden hier nicht erklärt, sondern erlebbar gemacht, an den Originalschauplätzen, die bis heute sichtbare Spuren hinterlassen haben.

Im Herzen von Berlin-Mitte, wo die Narben des Zweiten Weltkriegs noch immer in Stein und Straßenzügen ablesbar sind, verbindet diese Tour deutsche Geschichte mit der ältesten Kulturtechnik des Landes: dem Bierbrauen. Geschichte trifft hier auf Gaumenfreude, Schützengräben auf Schankwirtschaft.

Acht miteinander verbundene Innenhöfe, eine Jugendstil-Fassade und über 100 Jahre Deutsche Geschichte: Die Hackeschen Höfe in Berlin-Mitte sind das größte geschlossene Hofareal Deutschlands und zeigen, wie ein Ort Kaiserreich, Nationalsozialismus, DDR-Alltag und Wiedervereinigung in einem Ensemble überstanden hat.

Im Dahlemer Südwesten Berlins liegt das AlliiertenMuseum, das die Deutsche Geschichte des Kalten Krieges so greifbar macht wie kaum ein anderer Ort der Stadt. Hier erzählen originale Exponate vom Ende des Zweiten Weltkriegs, der Berliner Luftbrücke und dem langen Weg zur Wiedervereinigung. Zwischen einem echten Rosinenbomber und dem Kontrollhäuschen vom Checkpoint Charlie wird Geschichte lebendig.

Der Flughafen Tempelhof in Tempelhof-Schöneberg ist kein gewöhnlicher Ort, sondern ein Gebäude, das den Nationalsozialismus, die Berliner Luftbrücke und den Kalten Krieg unter einem Dach vereint. Als größtes Baudenkmal Europas erzählt er deutsche Geschichte wie kaum ein anderer Ort in Berlin.

Am Checkpoint Charlie in Berlin-Mitte lässt Künstler Yadegar Asisi die deutsch-deutsche Teilung als monumentales 360°-Panorama wiederauferstehen. Das Kreuzberg der 1980er Jahre, der Todesstreifen, die Mauer — alles hautnah, alles in Lebensgröße.

Berlins ältester Dampfer schippert wieder durch Mitte — und hat dabei mehr Deutsche Geschichte erlebt als die meisten Geschichtsbücher. Die Kaiser Friedrich, gebaut 1886, gleitet heute flüsterleise und elektrisch an Berliner Dom, Museumsinsel und Nikolaiviertel vorbei und macht deutsch-deutsche Geschichte buchstäblich erfahrbar.














