Boros Collection

An der Reinhardtstraße steht ein massiver Hochbunker von 1942, auf dessen Dach Bäume wachsen. Darin zeigen Karen und Christian Boros seit 2008 ihre Sammlung internationaler Gegenwartskunst, zu sehen nur bei einer Führung.
Boros Collection: Gegenwartskunst im Bunker an der Reinhardtstraße
Der Reichsbahnbunker Friedrichstraße wurde 1942 von Zwangsarbeitern nach Plänen von Karl Bonatz gebaut. Nach dem Krieg diente er als Gefangenenlager, dann als Textillager und ab 1957 als Lager für Südfrüchte aus Kuba, weshalb er im Volksmund „Bananenbunker” hieß. Nach der Wende wurde er von 1992 bis 2003 als Club „Bunker” zu einer Adresse der Techno- und Fetischszene.
2003 kauften Karen und Christian Boros das Gebäude und bauten es bis 2007 um. Auf rund 3.000 Quadratmetern entstanden Ausstellungsräume, in denen die Spuren der Geschichte sichtbar bleiben, von rohen Betonwänden bis zu niedrigen Durchgängen. Auf dem Dach lebt die Familie in einem Penthouse, erkennbar an den Bäumen, die über die Kante des Bunkers ragen.
Besuch nur mit Führung
Die Sammlung umfasst internationale Gegenwartskunst ab den 1990er Jahren und wird in Präsentationen gezeigt, die jeweils mehrere Jahre laufen. Viele Arbeiten entstehen eigens für die Räume des Bunkers. Aktuell sind unter anderem Werke von Tomma Abts, Ed Atkins und Pol Taburet zu sehen.
Besuchen lässt sich die Sammlung nur bei einer Führung, die etwa 90 Minuten dauert und auf Deutsch oder Englisch stattfindet. Tickets kosten 20 Euro, ermäßigt 12 Euro, und werden online gebucht. Die Gruppen sind klein, alle Taschen kommen ins Schließfach. Empfohlen ist der Besuch ab zwölf Jahren, alle Etagen sind per Aufzug erreichbar.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 17.09.2026
Preise
20 Euro, ermäßigt 12 Euro
Besuch
Nur mit Führung, ca. 90 Minuten auf Deutsch oder Englisch, Tickets vorab online buchen
ÖPNV
U6 Oranienburger Tor (ca. 4 Minuten Fußweg), S+U Friedrichstraße (ca. 5 Minuten)
Parken
Keine eigenen Parkplätze, Anreise mit Bus und Bahn empfohlen
Hinweise
Alle Taschen kommen ins Schließfach, Besuch empfohlen ab 12 Jahren
Barrierefreiheit
Alle Etagen per Aufzug erreichbar, mobile Rampe am Eingang, Klapphocker zum Mitnehmen
Highlight
Rund 3.000 Quadratmeter Gegenwartskunst in einem ehemaligen Reichsbahnbunker
Öffnungszeiten
- Montag: Geschlossen
- Dienstag: 11:00–15:00 Uhr
- Mittwoch: 11:00–15:00 Uhr
- Donnerstag: 10:00–20:00 Uhr
- Freitag: 10:00–20:00 Uhr
- Samstag: 10:00–20:00 Uhr
- Sonntag: 13:00–18:00 Uhr














