Schlosspark Charlottenburg - Top 10 Parks | Top10 Berlin
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Schlosspark Charlottenburg

Charlottenburg-Wilmersdorf

© Foto: dpa picture-alliance

Hinter dem barocken Schloss Charlottenburg liegt eine der ältesten Gartenanlagen Berlins, ab 1695 für Sophie Charlotte angelegt und 1699 eröffnet. Siméon Godeau entwarf das Parterre nach französischem Vorbild, Lenné formte daraus später einen Landschaftsgarten mit Karpfenteich, Mausoleum und Luiseninsel. Unter den Parks in Berlin ist das der förmlichste.

Schlosspark Charlottenburg: vom Barockgarten zum Landschaftspark

Der Schlossgarten Charlottenburg wurde ab 1695 für Kurfürstin Sophie Charlotte angelegt und 1699 mit einem großen Fest eröffnet. Entworfen hat ihn Siméon Godeau, ein Schüler des Versailler Hofgärtners André Le Nôtre, und damit entstand hier einer der ersten Barockgärten nach französischem Vorbild im deutschsprachigen Raum. Ab 1788 baute Johann August Eyserbeck die Anlage zum Landschaftsgarten um, ab 1819 arbeitete Peter Joseph Lenné daran weiter. Charakteristisch ist bis heute die Gliederung entlang der zentralen Achse hinter dem Schloss, mit dem Barockparterre, dem großen Wasserbecken mit Fontäne und den Broderien aus Buchs und Kies. Dieses Parterre gilt als das einzige seiner Art in Deutschland und wurde 2001 originalgetreu rekonstruiert. Dahinter öffnet sich ein weitläufiges Wegenetz bis hinunter zur Spree.

Mausoleum, Belvedere und Neuer Pavillon im Schlosspark Charlottenburg

Zwischen den Rasenflächen stehen die Bauten, die dem Besuch seine Struktur geben. Das Mausoleum ließ Friedrich Wilhelm III. nach dem Tod von Königin Luise 1810 von Heinrich Gentz errichten, in der Gruft darunter ruhen auch Kaiser Wilhelm I. und Kaiserin Augusta, in der Halle steht Christian Daniel Rauchs Marmordenkmal von 1814. Der Eintritt kostet drei Euro. Der Neue Pavillon, 1824 und 1825 von Karl Friedrich Schinkel als Sommerhaus im Stil einer neapolitanischen Villa gebaut, zeigt heute Kunst der Schinkel-Zeit, darunter Gemälde von Caspar David Friedrich. Das Belvedere von Carl Gotthard Langhans aus dem Jahr 1788 steht auf einer Insel im Landschaftsgarten und beherbergt die größte KPM-Porzellansammlung der Welt, bleibt aber bis auf Weiteres geschlossen. Für das Alte Schloss werden zwölf Euro fällig. Gegrillt und Ball gespielt wird im Schlossgarten nicht, dafür sind Lindenalleen, Karpfenteich und Luiseninsel da.

Top10 Redaktion

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Erfahrungsbericht vom 20.10.2026

Eintritt

Der Schlossgarten selbst ist kostenfrei. Das Mausoleum kostet 3 Euro, das Alte Schloss 12 Euro, der Neue Pavillon 8 Euro, das Kombiticket charlottenburg+ 19 Euro.

ÖPNV

Bus M45 und 309 bis Schloss Charlottenburg oder Klausenerplatz, Bus 109 bis Luisenplatz. In Laufweite liegen U7 Richard-Wagner-Platz und U2 Sophie-Charlotte-Platz.

Parkmöglichkeiten

Rund um das Schloss gelten seit Dezember 2024 die Parkzonen 132 bis 134. Die Schlösserstiftung weist zusätzlich kostenpflichtige Parkplätze für Pkw und Busse aus.

Grillen

Grillen und offenes Feuer sind im Schlossgarten verboten, ebenso Ball- und Sportspiele, Skaten und das Abspielen von Musik.

Hunde

Hunde sind erlaubt, müssen aber an kurzer Leine geführt werden. Eine Freilauffläche gibt es im Schlossgarten nicht.

Highlight

Das Barockparterre hinter dem Schloss gilt als das einzige seiner Art in Deutschland und wurde 2001 originalgetreu rekonstruiert.

Besonderheit

Im Garten wachsen 357 Pflanzenarten in 54 Biotoptypen, darunter eine denkmalgeschützte Sumpfzypresse von vor rund 230 Jahren.

Gut zu wissen

Das Belvedere mit der weltgrößten KPM-Porzellansammlung ist bis auf Weiteres geschlossen.

Öffnungszeiten

  • Schlosspark: Täglich
  • Schloss CharlottenburgSaison: April bis Oktober

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