DIE MAUER - asisi Panorama Berlin






Am Checkpoint Charlie zeigt das asisi Panorama Die Mauer auf 900 Quadratmetern den Alltag im geteilten Berlin der 1980er Jahre. Von einer vier Meter hohen Plattform blickt man im Maßstab 1:1 über den Todesstreifen nach Ost-Berlin, zwischen verfallenen Häusern, Punks und Grenzsoldaten. Deutsch-deutsche Geschichte wird hier nicht erklärt, sondern gezeigt.
Die Mauer – asisi Panorama Berlin: Zeitreise in das geteilte Berlin
Wer die Berliner Mauer nie erlebt hat, bekommt hier eine Ahnung davon, wie sie den Alltag einer ganzen Stadt prägte. In einer Rotunde am historischen Checkpoint Charlie wird ein Stadtbild lebendig, das längst nicht mehr existiert. Als Besucherin oder Besucher nimmt man die Position eines West-Berliner Bürgers ein, der in Berlin-Kreuzberg unmittelbar gegenüber der Berliner Mauer wohnt, mit Blick über den DDR-Todesstreifen bis hinüber nach Ost-Berlin. Man wird Teil einer unwirklichen Szenerie aus verfallenen Häusern nahe des Mauerstreifens mit Punks, Mauertouristen und Grenzsoldaten. Das Panorama zeigt, wie banal alltäglich und subtil grausam zugleich die Normalität der geteilten Stadt war.
Das Panorama ist dabei unglaublich detailliert gestaltet und verfügt über Soundeffekte sowie einen Tag-Nacht-Zyklus. Das Rundbild umfasst 900 Quadratmeter und zeigt die Szenerie im Maßstab 1:1, die Besucherplattform in der Mitte liegt vier Meter über dem Boden. Wer also glaubt, mit einem kurzen Blick auszukommen, wird schnell eines Besseren belehrt.
Mehr als ein Panorama: Zeitzeugnisse und persönliche Geschichte
Noch bevor man den Panoramaraum betritt, wartet ein weiterer, sehr persönlicher Teil der Ausstellung. Der Raum zwischen Eingang und dem spektakulären Panoramablick ist gefüllt mit Tagebucheinträgen und Briefen von Familienmitgliedern auf beiden Seiten der Mauer. Die Zeitzeugen-Fotoausstellung umfasst über 80 private Aufnahmen und dokumentiert das Leben entlang der Mauer in verschiedenen Phasen, vom Bau bis zu ihrem Fall.
Darüber hinaus runden Originalskizzen von Yadegar Asisi sowie Filme über seine Zeit als Mauerkünstler in Ost und West das Erlebnis ab. Asisi thematisiert dabei die Anpassungsfähigkeit der Menschen an nicht ideale Bedingungen als Überlebensstrategie. Das macht den Besuch so wirkungsvoll: Deutsch-deutsche Geschichte wird hier nicht erklärt, sondern gefühlt. Erwachsene zahlen 14 Euro, Kinder 7 Euro, und für Schulgruppen ab zehn Personen gibt es einen eigenen Tarif.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 26.10.2026
Preisniveau
Erwachsene zahlen 14 Euro, Kinder 7 Euro. Gruppen ab zehn Personen zahlen 10 Euro, Schulgruppen 6 Euro.
ÖPNV
U6 und Bus M29 bis Kochstraße/Checkpoint Charlie, U2 bis Stadtmitte, Bus M48 bis Stadtmitte/Leipziger Straße.
Parkmöglichkeiten
Keine allgemeinen Parkplätze am Haus, lediglich zwei Behindertenparkplätze auf dem Gelände.
Highlight
Das 360-Grad-Panorama von Yadegar Asisi im Maßstab 1:1, dazu rund 80 private Fotografien von Berlinerinnen und Berlinern.
Besuchsdauer
Für den Rundgang sollte man rund eine Stunde einplanen.
Barrierefreiheit
Der Eingang ist ebenerdig und rollstuhlgerecht. Zur vier Meter hohen Plattform führt kein Aufzug, das Panorama ist aber auch vom unteren Bereich aus einsehbar.
Öffnungszeiten
- Montag: 10:00–18:00 Uhr
- Dienstag: 10:00–18:00 Uhr
- Mittwoch: 10:00–18:00 Uhr
- Donnerstag: 10:00–18:00 Uhr
- Freitag: 10:00–18:00 Uhr
- Samstag: 10:00–18:00 Uhr
- Sonntag: 10:00–18:00 Uhr















