Gedenkstätte Berliner Mauer







An der Bernauer Straße zieht sich die Gedenkstätte Berliner Mauer über 1,4 Kilometer ehemaligen Grenzstreifen. Zwischen zwei Stahlwänden sind 70 Meter der originalen Grenzanlagen mit Hinterlandmauer, Wachturm und Todesstreifen erhalten. Für deutsch-deutsche Geschichte in Berlin ist das der Ort, an dem die Teilung körperlich nachvollziehbar wird.
Gedenkstätte Berliner Mauer: Geschichte zum Anfassen
Die Gedenkstätte zeigt im ehemaligen Grenzstreifen an der Bernauer Straße auf einer Länge von 1,4 Kilometern die Folgen des Mauerbaus für Berlin und dessen Umland sowie die Lebenswege der Anwohnerinnen und Anwohner der Straße. Dabei ist das Gelände weit mehr als ein schlichtes Denkmal. Zwei sieben Meter hohe Stahlwände rahmen ein 70 Meter langes Stück der originalen Grenzanlagen ein, das letzte erhaltene Stück der Berliner Mauer in seiner Tiefenstaffelung, mit Hinterlandmauer, Signalzaun, Wachturm, Todesstreifen und Mauer. Wer hier entlanggeht, versteht sofort, warum dieser Ort zentraler Erinnerungsort der deutschen Teilung ist.
Allein in den ersten zwei Monaten nach dem Mauerbau verließen an der Bernauer Straße 113 Menschen die DDR; bis 1989 gab es dort etwa 500 Fluchtversuche. Die Menschen kletterten aus Fenstern, seilten sich aus höheren Stockwerken ab oder ließen sich in die Sprungtücher der Westberliner Feuerwehr fallen. Diese Geschichten sind es, die das Areal so eindringlich machen.
Dokumentationszentrum, Aussichtsturm und Fenster des Gedenkens
Nach einer umfassenden Sanierung der Treppe sind das Dokumentationszentrum und der Aussichtsturm der Gedenkstätte Berliner Mauer wieder zugänglich. Von der Aussichtsplattform aus bietet sich ein beeindruckender und erschreckender Blick auf einen erhaltenen Teil der Grenzanlage samt Mauer und Todesstreifen. Außerdem zeigt die Dauerausstellung „1961 | 1989. Die Berliner Mauer” im Dokumentationszentrum zahlreiche Objekte, Biografien, Zeitzeugenberichte und audiovisuelle Materialien, die von den historischen und politischen Hintergründen des Mauerbaus erzählen.
Besonders bewegend ist das Fenster des Gedenkens. Das Objekt aus rotbraunem Cortenstahl sieht für jedes Todesopfer ein Fenster mit Namen, Geburts- und Todesdatum sowie, wenn vorhanden, einem Foto vor. Bis heute ist das Fenster des Gedenkens der zentrale Ort für die Erinnerung an die Opfer an der Berliner Mauer. Der Eintritt in die gesamte Gedenkstätte ist kostenlos, und auch das Dokumentationszentrum sowie der Aussichtsturm sind ohne Ticket zugänglich.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 26.10.2026
Preisniveau
Der Eintritt in alle Ausstellungen ist kostenlos. Öffentliche Führungen kosten 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.
ÖPNV
S1, S2, S25 und S26 sowie Tram M10 bis S Nordbahnhof, U8 bis Bernauer Straße.
Parkmöglichkeiten
Keine allgemeinen Parkplätze. Zwei Behindertenparkplätze hinter dem Besucherzentrum und zwei weitere in der Ackerstraße.
Highlight
70 Meter original erhaltene Grenzanlagen, der Aussichtsturm im Dokumentationszentrum und das Fenster des Gedenkens aus Cortenstahl.
Barrierefreiheit
Besucherzentrum und Dokumentationszentrum sind barrierefrei. Rollstühle, mobile Sitzgelegenheiten und Sitzstöcke lassen sich kostenlos ausleihen.
Führungssprachen
Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Leichte Sprache und Deutsche Gebärdensprache.
Öffnungszeiten
- Montag: Geschlossen
- Dienstag: 10:00–18:00 Uhr
- Mittwoch: 10:00–18:00 Uhr
- Donnerstag: 10:00–18:00 Uhr
- Freitag: 10:00–18:00 Uhr
- Samstag: 10:00–18:00 Uhr
- Sonntag: 10:00–18:00 Uhr
Adresse
Bernauer Straße 119, 13355 Berlin, Deutschland
http://www.berliner-mauer-gedenkstaette.de/de/besucherzentrum-560.html















