Alliierten Museum



Im Dahlemer Südwesten Berlins liegt das AlliiertenMuseum, das die Deutsche Geschichte des Kalten Krieges so greifbar macht wie kaum ein anderer Ort der Stadt. Hier erzählen originale Exponate vom Ende des Zweiten Weltkriegs, der Berliner Luftbrücke und dem langen Weg zur Wiedervereinigung. Zwischen einem echten Rosinenbomber und dem Kontrollhäuschen vom Checkpoint Charlie wird Geschichte lebendig.
Kalter Krieg zum Anfassen: Was das AlliiertenMuseum zeigt
Das AlliiertenMuseum ist eine der stärksten Adressen, wenn es um Deutsche Geschichte der Nachkriegszeit geht. Die Dauerausstellung „Wie Feind aus Freunden wurden“ dokumentiert die Zusammenarbeit und die Spannungen zwischen den drei Westmächten während ihrer fast 50-jährigen Präsenz in Berlin. Dabei zieht sich ein roter Faden durch die gesamte Schau: Zahlreiche Originalobjekte erzählen von den ersten Besatzungsjahren, der sowjetischen Blockade, dem Kalten Krieg in Berlin und schließlich der Deutschen Wiedervereinigung, aus der Perspektive der Alliierten.
Besonders beeindruckend fanden wir die Exponate, die man so sonst nirgends sieht. Zu den Highlights gehören die letzte Kontrollbaracke vom Checkpoint Charlie, ein britisches Luftbrückenflugzeug vom Typ Hastings und ein Berliner Spionagetunnel. Ein besonderes Ausstellungsstück ist ein rund sieben Meter langes Tunnelsegment des Spionagetunnels, der 1954/55 vom britischen und amerikanischen Nachrichtendienst angelegt wurde, um feindliche Telefonleitungen abzuhören. Das ist Deutsche Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes. Außerdem werden unter anderem Landkarten Berlins mit der geplanten Sektorenaufteilung, Uniformen, historischen Schildern und ersten Berliner Tageszeitungen sowie Unterlagen zur Entnazifizierung und CARE-Pakete gezeigt.
Das Museum eignet sich sowohl für Geschichtsinteressierte als auch für Familien mit Kindern. Familien können an speziellen Führungen teilnehmen, und Kinder erhalten jederzeit ohne Voranmeldung einen Quiz-Block. Die Dauerausstellung ist für Kinder ab acht Jahren geeignet. Außerdem finden im ehemaligen Soldatenkino regelmäßig Vorträge, Lesungen und Filmvorführungen statt.
Lage, Geschichte und wissenswerte Fakten
Das AlliiertenMuseum befindet sich in Dahlem, im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, und wurde 1998 eröffnet. Es liegt an einem authentischen historischen Ort: Die heutigen Ausstellungsgebäude waren ursprünglich ein Kino und eine Bibliothek für amerikanische Soldaten. Hinter dem Museum erstreckte sich einst die größte Wohnsiedlung für US-Soldaten und ihre Familien in Berlin. Der Eintritt ist kostenlos. In der unmittelbaren Nachbarschaft liegt das Museum Europäischer Kulturen, das sich nur einen etwa 20-minütigen Fußweg entfernt befindet. Ebenfalls gut erreichbar ist der Botanische Garten Berlin, einer der bekanntesten Orte im Berliner Südwesten.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 12.05.2026
Ticketpreise
Eintritt frei
Museumsbesuch
1,5-2 h (Di-So 10-18, Mo zu)
Parkplätze in der Umgebung
Kostenfreie Parkplätze vor Ort
ÖPNV
U3 Oskar-Helene-Heim, Bus 115/X83 Haltestelle AlliiertenMuseum
Öffnungszeiten
- Montag: Geschlossen
- Dienstag: 10:00–18:00 Uhr
- Mittwoch: 10:00–18:00 Uhr
- Donnerstag: 10:00–18:00 Uhr
- Freitag: 10:00–18:00 Uhr
- Samstag: 10:00–18:00 Uhr
- Sonntag: 10:00–18:00 Uhr














