Gedenkort Peter Fechter - Top 10 Berliner Mauer - Orte | Top10 Berlin
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Gedenkort Peter Fechter

Kreuzberg

© Foto: dpa picture-alliance

An der Zimmerstraße in Kreuzberg, rund 200 Meter vom ehemaligen Checkpoint Charlie, steht eine 2,60 Meter hohe Stahlstele von Karl Biedermann. Sie markiert die Stelle, an der der 18-jährige Peter Fechter am 17. August 1962 nach einem Fluchtversuch verblutete. Kein Berliner Mauer Ort macht das Grenzregime so unmittelbar greifbar.

Gedenkort Peter Fechter: die Stele an der Zimmerstraße

Peter Fechter kam am 14. Januar 1944 zur Welt und arbeitete als Bauarbeiter in Ost-Berlin. Am 17. August 1962 versuchte er gemeinsam mit seinem Freund Helmut Kulbeik, über die Mauer nach West-Berlin zu gelangen. Kulbeik schaffte es unverletzt auf die andere Seite, Fechter wurde von DDR-Grenzsoldaten auf der Mauerkrone angeschossen und fiel zurück in den Todesstreifen. Dort lag er rund fünfzig Minuten lang, ohne dass ihm jemand half, und verblutete. Er war 18 Jahre alt.

Auf westlicher Seite sahen und hörten Polizisten, Journalisten und eine wachsende Menge von Schaulustigen, was geschah, ohne eingreifen zu können, ohne einen internationalen Zwischenfall zu riskieren. Nach der Panzerkonfrontation am Checkpoint Charlie im Jahr zuvor war die Lage angespannt. Der Fall löste weltweit Empörung aus, wütende Menschen versammelten sich am Grenzübergang und warfen Steine auf die Grenzsoldaten. In der wissenschaftlichen Liste der mindestens 140 Todesopfer an der Berliner Mauer steht Fechter an 24. Stelle.

Stahlstele von Karl Biedermann und roter Granit am Sterbeort

Heute erinnert an der Zimmerstraße in Kreuzberg eine 2,60 Meter hohe Stahlsäule an ihn. Entworfen hat sie der Berliner Bildhauer Karl Biedermann, der 1998 einen Wettbewerb des damaligen Grundstückseigentümers gewann, des Axel-Springer-Verlags. Eingeweiht wurde die Stele am 13. August 1999, 38 Jahre nach dem Mauerbau und zehn Jahre nach ihrem Fall. Zuvor hatte an dieser Stelle ein schlichtes Holzkreuz gestanden.

Auf der Säule steht „Peter Fechter 1944 – 1962 …er wollte nur die Freiheit“, auf der zum Gehweg gerichteten Seite der Hinweis, dass hier von 1961 bis 1990 die Berliner Mauer verlief. Der umgebende Gehweg besteht aus schwarzen Basaltplatten, am Sterbeort selbst aus rotem Granit, der die Stelle exakt markiert. Jedes Jahr steht Fechters Schicksal im Mittelpunkt der zentralen Gedenkfeiern zum Mauerbau, an der Stele wird dann ein Kranz niedergelegt. Der Gedenkort Peter Fechter liegt frei zugänglich im Straßenraum, rund 200 Meter vom ehemaligen Checkpoint Charlie entfernt.

Top10 Redaktion

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Erfahrungsbericht vom 22.10.2026

Preisniveau

Der Gedenkort liegt frei im Straßenraum, es wird kein Eintritt verlangt.

ÖPNV

U6 bis Kochstraße/Checkpoint Charlie, rund 200 Meter entfernt. An derselben Haltestelle halten Bus M29 und Nachtbus N6.

Parkmöglichkeiten

Rund um die Zimmerstraße ist der Parkraum bewirtschaftet, Stellplätze am Straßenrand sind gebührenpflichtig.

Highlight

Die rote Granitplatte am Fuß der Stele markiert exakt die Stelle, an der Peter Fechter lag. Die Säule ist 2,60 Meter hoch.

Zugänglichkeit

Der Gedenkort ist rund um die Uhr zugänglich und liegt auf ebenem Gehweg.

Geschichtsmeile

Der Ort ist eine Station der Geschichtsmeile Berliner Mauer, eine Infostele steht in unmittelbarer Nähe.

Öffnungszeiten

  • Montag: 24 Stunden geöffnet
  • Dienstag: 24 Stunden geöffnet
  • Mittwoch: 24 Stunden geöffnet
  • Donnerstag: 24 Stunden geöffnet
  • Freitag: 24 Stunden geöffnet
  • Samstag: 24 Stunden geöffnet
  • Sonntag: 24 Stunden geöffnet

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