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Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Tiergarten

Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand im Bendlerblock an der Stauffenbergstraße in Berlin-Tiergarten.
Der zweisprachige Schriftzug an der Fassade der Gedenkstätte Deutscher Widerstand.
© picture alliance / Joko | Joko

Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand im Bendlerblock verlangt weder für die Dauer- noch für die Sonderausstellung Eintritt. Sie steht an dem Ort, an dem der Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 geplant wurde und in derselben Nacht endete - und sie zeigt den Widerstand gegen den Nationalsozialismus in seiner ganzen Breite.

Ein historischer Ort in der Stauffenbergstraße, Eintritt frei

Es gibt in Berlin wenige Orte, an denen Geschichte so unmittelbar an einem Gebäude hängt wie hier. Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand liegt im Bendlerblock an der Stauffenbergstraße, in dem heute auch das Bundesministerium der Verteidigung sitzt, und sie ist genau der Ort, an dem der Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 vorbereitet wurde und noch in derselben Nacht sein Ende fand. Dass der Besuch nichts kostet, ist dabei keine Nebensache, sondern Programm: Weder für die Dauerausstellung noch für die jeweilige Sonderausstellung wird Eintritt verlangt. Wer die Stauffenbergstraße entlanggeht, sieht den Schriftzug schon von Weitem an der hellen Giebelwand, zweisprachig als Gedenkstätte Deutscher Widerstand und als German Resistance Memorial Center. Der Innenhof mit der Ehrenstätte gehört zum Ort dazu und lässt sich ebenfalls ansehen. Für einen Nachmittag in Tiergarten ist das einer der dichtesten und zugleich günstigsten Programmpunkte der ganzen Stadt. Dass ein Ort von dieser historischen Bedeutung keinen Eintritt nimmt, ist in Berlin keineswegs die Regel – viele der großen Häuser verlangen inzwischen zweistellige Beträge.

Widerstand in seiner ganzen Breite, weit über den 20. Juli hinaus

Die Dauerausstellung trägt den Titel Widerstand gegen den Nationalsozialismus und geht bewusst über das hinaus, wofür der Ort berühmt ist. Sie zeigt über die militärische Verschwörung um den 20. Juli hinaus das ganze Spektrum derer, die sich widersetzt haben, und dokumentiert es am historischen Ort selbst. Daneben läuft jeweils eine Sonderausstellung, zuletzt eine Arbeit zum Widerstand im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück unter dem Titel aus einer Häftlingsaussage: wir haben uns widersetzt, wie wir nur konnten. Wer sich führen lassen möchte, findet regelmäßig öffentliche Führungen durch die Dauerausstellung; einzelne Kuratorinnenführungen sind ausdrücklich kostenfrei. Ein praktischer Hinweis für die Planung: Wer die Ausstellung ernsthaft sehen will, sollte mindestens zwei Stunden einplanen, denn die Materialfülle ist beträchtlich und das Lesepensum entsprechend hoch. Für Gruppen lohnt eine Anmeldung im Voraus. Wer danach noch etwas sehen möchte, hat es nicht weit: Das Kulturforum mit seinen Häusern liegt wenige Minuten entfernt, und der Weg dorthin führt am Landwehrkanal entlang.

Top10 Redaktion

Top10 Redaktion

Erfahrungsbericht vom 23.10.2026

Preis

Eintritt frei, für die Dauerausstellung wie für die Sonderausstellung

Dauerausstellung

Widerstand gegen den Nationalsozialismus, am historischen Ort des Umsturzversuchs vom 20. Juli 1944

Sonderausstellung

Zum Widerstand im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück, bis 4. April 2027

Führungen

Öffentliche Führungen durch die Dauerausstellung. Einzelne Kuratorinnenführungen sind kostenfrei

Zeitbedarf

Mindestens zwei Stunden, die Materialfülle ist beträchtlich

Öffnungszeiten

  • Montag: 09:00–18:00 Uhr
  • Dienstag: 09:00–18:00 Uhr
  • Mittwoch: 09:00–18:00 Uhr
  • Donnerstag: 09:00–18:00 Uhr
  • Freitag: 09:00–18:00 Uhr
  • Samstag: 10:00–18:00 Uhr
  • Sonntag: 10:00–18:00 Uhr

Adresse

Stauffenbergstraße 13-14, 10785 Berlin

+49 30 26995000

http://www.gdw-berlin.de/

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