Museum in der Kulturbrauerei

Im denkmalgeschützten Backsteinbau der ehemaligen Schultheiss-Brauerei in Prenzlauer Berg zeigt das Museum in der Kulturbrauerei, wie das Leben in der DDR wirklich aussah. Die Dauerausstellung "Alltag in der DDR" macht Geschichte greifbar, der Eintritt ist kostenlos.
Ein historisches Gebäude, das selbst Geschichte erzählt
Das 25.000 m² große Bauensemble der Kulturbrauerei mit seinen insgesamt sechs Höfen, über 20 Gebäuden und seiner markanten Architektur gehört zu einem der wenigen gut erhaltenen Industriearchitekturdenkmälern aus dem Berlin des 19. Jahrhunderts. Ausgehend von einem kleinen Braubetrieb entstand das Ensemble ab 1878 nach Plänen des Architekten Franz Heinrich Schwechten. Die ursprüngliche Nutzung der einzelnen Gebäude ist bis heute an den originalen Beschriftungen der Häuser ablesbar. Wer das Gelände betritt, merkt schnell: Dieser Ort trägt seine Geschichte offen zur Schau, noch bevor man einen einzigen Ausstellungsraum betreten hat.
Museum in der Kulturbrauerei: DDR-Alltag auf 600 Quadratmetern
Das Museum in der ehemaligen Schultheiss-Brauerei auf dem Gelände der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg zeigt die Dauerausstellung “Alltag in der DDR”. Auf 600 Quadratmetern wird das Spannungsverhältnis zwischen den ideologischen Ansprüchen der SED-Regierung und der ostdeutschen Alltagswirklichkeit beleuchtet. Dabei stehen Themen wie der Einfluss der SED auf den Alltag, das Leben im Kollektiv und der Rückzug der Ostdeutschen ins Private im Mittelpunkt, veranschaulicht durch rund 800 Originalobjekte, über 200 Dokumente, Film- und Tonaufnahmen sowie biografische Berichte.
Inszenierungen statt trockener Vitrinen
Durch Inszenierungen wie einem originalen DDR-Zeitungskiosk, einer Kneipe aus Brandenburg oder einem Konsumgeschäft gewinnen Besucher*innen einen lebendigen Eindruck von der alltäglichen Lebenswirklichkeit der Ostdeutschen. Man lernt dabei schnell, dass die Trennung zwischen staatlichem und persönlichem Leben in der DDR kaum möglich war. Das gesamte Regime war darauf ausgelegt, die Bürger*innen in möglichst allen Lebensbereichen zu begleiten. Der Audioguide mit 20 Hörstationen in verschiedenen Sprachen kann kostenlos ausgeliehen werden und steht außerdem auf dem eigenen Smartphone zur Verfügung.
Aktuelle Sonderausstellung: Ostblicke
Ergänzend zur Dauerausstellung zeigt das Museum in der Kulturbrauerei derzeit die Fotoausstellung “Ostblicke”. 35 Jahre nach der Wiedervereinigung präsentiert sie zwei Fotoserien, die Ostdeutschland aus einer ostdeutschen Perspektive betrachten und der Frage nachgehen, wie Menschen zu ihrer Heimat stehen, wo Spuren der DDR bis heute sichtbar sind und wie sich Orte im Wandel der Zeit verändern. Die Ausstellung “Ostblicke. Fotografien von Sophie Kirchner und Philipp Baumgarten” ist bis zum 12. April 2026 im Museum in der Kulturbrauerei zu sehen.
Der Eintritt ist frei. Das Museum ist dienstags bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Montags bleibt es geschlossen.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 14.10.2026
Öffnungszeiten
- Montag: Geschlossen
- Dienstag: 09:00–18:00 Uhr
- Mittwoch: 09:00–18:00 Uhr
- Donnerstag: 09:00–18:00 Uhr
- Freitag: 09:00–18:00 Uhr
- Samstag: 10:00–18:00 Uhr
- Sonntag: 10:00–18:00 Uhr















