Kindl - Zentrum für zeitgenössische Kunst

Im Rollbergkiez in Neukölln steht das Kindl - Zentrum für zeitgenössische Kunst: ein denkmalgeschütztes Backsteingebäude der 1920er Jahre, das sich als eine der programmatisch stärksten Ausstellungsadressen Berlins etabliert hat. Auf über 1.600 Quadratmetern zeigt das Kindl internationale Gegenwartskunst in Räumen, die ihresgleichen suchen.
Kunst, wo einst Bier gebraut wurde
Die Umwandlung des ehemaligen Industriekomplexes in ein Zentrum für zeitgenössische Kunst verdankt sich Salome Grisard und Burkhard Varnholt, die das denkmalgeschützte Ensemble aus Maschinenhaus, Sudhaus, Turm und Kesselhaus 2011 erwarben und sorgfältig sanierten. Seit 2016 werden in den Gebäuden der früheren Kindl-Brauerei in Neukölln bedeutende Positionen internationaler Gegenwartskunst gezeigt. Das Ergebnis ist ein Ort, der Baugeschichte und Kunst nicht trennt, sondern beides miteinander denken lässt.
Räume mit Gewicht
Besucher*innen finden sich hier nicht in herkömmlichen Ausstellungsräumen wieder, sondern in einer Mixtur aus Baugeschichte, konservierter Brauereitechnik und Gegenwartskunst. Im Maschinenhaus werden auf drei Etagen, die jeweils rund 400 Quadratmeter umfassen, monografische Retrospektiven und thematische Gruppenausstellungen parallel präsentiert. Besonders eindrucksvoll ist das Kesselhaus: Mit einer Höhe und Länge von rund 20 Metern auf jeder Seite trägt es noch sichtbare Spuren seiner früheren Nutzung an den Wänden und hat bereits ortspezifische Arbeiten internationaler Künstler*innen wie Cornelia Parker, Alfredo Jaar und Mona Hatoum beherbergt.
Kindl – Zentrum für zeitgenössische Kunst: Das aktuelle Programm
Neben Malerei, Skulptur, Installation und Performance bilden Film- und Videopräsentationen einen weiteren Schwerpunkt des Programms. Die Ausstellungen unter der künstlerischen Leitung werden durch Künstlergespräche, Vorträge und Konzerte ergänzt. Derzeit läuft im Kesselhaus die Arbeit von Mischa Kuball: Mit boiler house erkundet der Konzeptkünstler, der das Medium Licht nutzt, um Architektur sowie soziale und politische Diskurse zu erforschen, den Kesselhaus als ortspezifische Arbeit, die Gegenwart mit Vergangenheit verknüpft. Parallel dazu zeigt das Maschinenhaus mit Iliggocene – The Age of Dizziness eine Gruppenausstellung, die das Gefühl gegenwärtiger Orientierungslosigkeit aufgreift und künstlerische Positionen versammelt, die nach neuen Vokabularen für diese Taumelzustände suchen.
Eintritt und Öffnungszeiten
Das Kindl – Zentrum für zeitgenössische Kunst ist mittwochs von 12 bis 20 Uhr sowie donnerstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 10 Euro (You for KINDL) oder 7 Euro (KINDL for You). Am ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt frei. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen grundsätzlich keinen Eintritt. Das Gebäude ist rollstuhlgerecht ausgestattet.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 14.10.2026
Öffnungszeiten
- Montag: Geschlossen
- Dienstag: Geschlossen
- Mittwoch: 12:00–20:00 Uhr
- Donnerstag: 12:00–18:00 Uhr
- Freitag: 12:00–18:00 Uhr
- Samstag: 12:00–18:00 Uhr
- Sonntag: 12:00–18:00 Uhr















