Tränenpalast - Top 10 Überraschende Kulturorte | Top10 Berlin
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Tränenpalast

Mitte

Tränenpalast Berlin: Modernes Glasgebäude mit gewölbtem Dach am Bahnhof Friedrichstraße und Kopfsteinpflaster davor.
© picture alliance / epd-bild | Hans Scherhaufer

Am Bahnhof Friedrichstraße steht ein Pavillon aus Glas und Stahl, der zu DDR-Zeiten Ausreisehalle an der Grenze zwischen Ost- und West-Berlin war. Heute zeigt der Tränenpalast eine Dauerausstellung über den Alltag im geteilten Deutschland, bei freiem Eintritt.

Tränenpalast: die Ausreisehalle am Bahnhof Friedrichstraße

Kurz nach dem Mauerbau entstand 1962 am Bahnhof Friedrichstraße eine Abfertigungshalle für Reisende, die von Ost-Berlin in den Westen ausreisten. Vor dem Pavillon aus Stahl und Glas verabschiedeten sich Familien und Freunde, oft ohne zu wissen, wann sie sich wiedersehen würden. Wegen dieser Abschiede nannten die Berlinerinnen und Berliner das Gebäude bald Tränenpalast.

Heute gehört der Tränenpalast zur Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Die ebenerdige Halle ist rund 550 Quadratmeter groß, die markante Glasfassade mit dem geschwungenen Dach ist erhalten geblieben. Seit 2011 ist hier die Dauerausstellung „Tränenpalast. Ort der deutschen Teilung” zu sehen.

Passkontrolle, Zeitzeugen und über 550 Objekte

Die Ausstellung zeigt über 550 Objekte und Dokumente zum Alltag im geteilten Deutschland. In Interviews erzählen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, wie sie Abschiede erlebt, Kontakt über die Grenze gehalten oder ihre Ausreise erkämpft haben. Besonders eindrücklich ist die begehbare Original-Passkontrollkabine, in der man die Enge der Abfertigung selbst erlebt.

Der Eintritt ist frei, ebenso der Audioguide und die öffentlichen Begleitungen auf Deutsch. Gruppen ab zehn Personen können kostenlose Führungen in zehn Sprachen buchen, auch Führungen in Leichter Sprache gibt es. Die Ausstellung ist barrierefrei, mit taktilem Übersichtsplan, Audiodeskription und Audioguide in Deutscher Gebärdensprache.

Top10 Redaktion

Top10 Redaktion

Erfahrungsbericht vom 17.09.2026

Eintritt

Frei, auch der Audioguide ist kostenlos

Führungen

Öffentliche Begleitungen kostenlos, Gruppenführungen ab 10 Personen kostenlos mit Voranmeldung, in 10 Sprachen und Leichter Sprache

ÖPNV

S+U Friedrichstraße (ca. 4 Minuten Fußweg), Tram M1 und 12

Parken

Keine Parkplätze am Museum, Anreise mit Bus und Bahn empfohlen

Barrierefreiheit

Ebenerdige Halle, barrierefreier Eingang, Leihrollstühle, taktile Angebote und Audioguide in Deutscher Gebärdensprache

Highlight

Begehbare Original-Passkontrollkabine und über 550 Objekte zur deutschen Teilung

Service

Kostenlose Schließfächer und WLAN

Öffnungszeiten

  • Montag: Geschlossen
  • Dienstag: 09:00–18:00 Uhr
  • Mittwoch: 09:00–18:00 Uhr
  • Donnerstag: 09:00–18:00 Uhr
  • Freitag: 09:00–18:00 Uhr
  • Samstag: 10:00–18:00 Uhr
  • Sonntag: 10:00–18:00 Uhr

Adresse

Anfahrt