Neue Nationalgalerie

Die Neue Nationalgalerie am Kulturforum ist das meistbesuchte Kunstmuseum Berlins und Deutschlands: 608.000 Menschen kamen 2025. Das Haus ist zugleich das letzte Werk von Ludwig Mies van der Rohe und wurde für rund 140 Millionen Euro grundinstand gesetzt, geplant von David Chipperfield Architects und abgeschlossen 2021.
Das letzte Gebäude von Mies van der Rohe
Die Neue Nationalgalerie steht an der Potsdamer Straße 50 in Tiergarten und ist eines der wenigen Museen, bei denen das Gebäude selbst die Hauptrolle spielt. Beauftragt wurde Ludwig Mies van der Rohe 1962, die Grundsteinlegung folgte im September 1965, und 1967 geschah der Moment, der bis heute erzählt wird: Das stählerne Dach wurde hydraulisch angehoben, und der Architekt war dabei. Eröffnet wurde am 15. September 1968, kurz darauf starb Mies van der Rohe. Damit ist das Haus sein letztes vollendetes Werk – ein Entwurf, den der Architekt noch stehen sah, aber kaum mehr erlebte. Die Zahlen des Baus: rund 14.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche, davon etwa 9.200 Quadratmeter Nutzfläche. Für die Grundinstandsetzung wurde das Gebäude in Einzelteile zerlegt und wieder zusammengesetzt; selbst die Skulptur Granit Bleu de Vire von Ulrich Rückriem musste dafür auseinandergenommen werden. David Chipperfield Architects planten ab 2012, gebaut wurde bis 2021, und am 22. August 2021 öffnete das Haus wieder. Es steht auf der Berliner Landesdenkmalliste, die Sanierung lief eng mit der Denkmalbehörde ab.
Kunst des 20. Jahrhunderts und ein Besucherrekord
Gezeigt wird hier Kunst des 20. Jahrhunderts aus dem Bestand der Nationalgalerie, und das notgedrungen in Auswahl: Der Bestand ist so umfangreich, dass immer nur Ausschnitte in die Halle und die Sammlungsräume passen. Genau diese Konzentration zieht offenbar: Mit 608.000 Besuchen im Jahr 2025 führt die Neue Nationalgalerie die Statistik nicht allein in Berlin an, sondern in ganz Deutschland. Kein anderes Haus dieser Liste kommt an diese Zahl heran. Für diesen Rekord hat das Haus einen hohen Preis gezahlt, im Wortsinn: Die Grundinstandsetzung kostete rund 140 Millionen Euro und ist damit die teuerste Baumaßnahme unter den Museen dieser Liste. Wer anreist, sollte zwei Dinge einplanen. Erstens sind derzeit einige Räume der Ausstellung Zerreißprobe wegen Bauarbeiten geschlossen. Zweitens lohnt das Kulturforum-Ticket, das für 22 Euro, ermäßigt 11 Euro, alle Häuser des Ensembles abdeckt, denn Gemäldegalerie und Kunstgewerbemuseum liegen in Sichtweite. Der Einzeleintritt liegt bei 20 Euro, zuvor waren es 16. Wer die Architektur sehen will, braucht übrigens kein Ticket für die Halle: Sie ist von außen rundum verglast und wirkt schon vom Gehweg aus.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 11.05.2026
Superlativ
Meistbesuchtes Kunstmuseum Berlins und Deutschlands mit 608.000 Besuchen im Jahr 2025
Superlativ
Letztes vollendetes Werk von Ludwig Mies van der Rohe
Architektur
Mies van der Rohe, Grundsteinlegung 1965, Eröffnung am 15. September 1968
Bauwunder
Das stählerne Dach wurde 1967 hydraulisch angehoben, der Architekt war dabei
Fläche
Rund 14.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche, davon etwa 9.200 Quadratmeter Nutzfläche
Sanierung
Grundinstandsetzung durch David Chipperfield Architects, Wiedereröffnung am 22. August 2021
Kosten
Rund 140 Millionen Euro, die teuerste Baumaßnahme unter den Häusern dieser Liste
Denkmalschutz
Eingetragen in die Berliner Landesdenkmalliste
Sammlung
Kunst des 20. Jahrhunderts aus dem Bestand der Nationalgalerie, gezeigt in Auswahl
Eintritt
20 Euro, zuvor 16 Euro
Kombiticket
Kulturforum-Ticket für 22 Euro, ermäßigt 11 Euro
Gut zu wissen
Einige Räume der Ausstellung Zerreißprobe sind wegen Bauarbeiten geschlossen
Öffnungszeiten
- Montag: Geschlossen
- Dienstag: 10:00–18:00 Uhr
- Mittwoch: 10:00–18:00 Uhr
- Donnerstag: 10:00–20:00 Uhr
- Freitag: 10:00–18:00 Uhr
- Samstag: 10:00–18:00 Uhr
- Sonntag: 10:00–18:00 Uhr
Adresse
Potsdamer Straße 50, 10785 Berlin, Deutschland
https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/neue-nationalgalerie/home/















