Neue Nationalgalerie

Die Neue Nationalgalerie am Kulturforum in Tiergarten ist Berlins Tempel der Moderne: ein gläserner Pavillon von Mies van der Rohe, in dem Kirchner, Picasso und Gerhard Richter aufeinandertreffen. Wer Kunst des 20. Jahrhunderts verstehen will, kommt hier nicht vorbei.
Was gibt es in der Neuen Nationalgalerie zu sehen?
Die Neue Nationalgalerie gehört zu den bedeutendsten Museen in Berlin, wenn es um Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts geht. Sonderausstellungen zeitgenössischer Kunst finden in der gläsernen Obergeschosshalle statt, während die Sammlung im weitläufigen Untergeschoss präsentiert wird. Die Sammlung umfasst Malerei und Skulptur von der Klassischen Moderne bis in die 1960er Jahre. Kubismus, Konstruktivismus, Dada und Bauhaus sind mit hochkarätigen Werken vertreten. Der Deutsche Expressionismus bildet dabei einen Schwerpunkt, mit Arbeiten der „Brücke“ sowie von Max Beckmann, Otto Dix, George Grosz und Oskar Kokoschka.
Darüber hinaus begeistert das Museum mit starken Sonderausstellungen. Derzeit zeigt die Neue Nationalgalerie in Kooperation mit dem Centre Pompidou in Paris die erste große Brancusi-Retrospektive in Deutschland seit über fünfzig Jahren. Besonders erwähnenswert fanden wir auch die Dauerinstallation von Gerhard Richter: Der Maler, Bildhauer und Fotograf Gerhard Richter hat der Nationalgalerie 100 seiner Werke geschenkt, die Besucher*innen nun erstmals vollständig besichtigt werden können. Außerdem läuft noch bis April 2026 die Ausstellung zu den Netzwerken des Surrealismus. Mit Ausstellungen von Yoko Ono, Lygia Clark, Fujiko Nakaya, Nan Goldin und Christian Marclay hat die Neue Nationalgalerie in Berlin zuletzt für konstant hohe Besucher*innenzahlen gesorgt. Das Museum richtet sich an Kunstbegeisterte aller Art, von Einsteiger*innen bis zu erfahrenen Kunstkenner*innen, allerdings weniger an Familien mit kleinen Kindern.
Lage, Geschichte und Wissenswertes
Die Neue Nationalgalerie gehört zum Kulturforum in Berlin-Mitte, unweit des Potsdamer Platzes, und liegt unmittelbar neben der Philharmonie und dem Kammermusiksaal. Wer auch die Philharmonie besucht oder durch den nahen Tiergarten spaziert, ist nur wenige Gehminuten entfernt. Eröffnet wurde das Museum am 15. September 1968 mit einer Ausstellung des niederländischen Malers Piet Mondrian. Ludwig Mies van der Rohe starb kurz nach der Eröffnung der Neuen Nationalgalerie. Das Gebäude gilt daher als sein Vermächtnis, mit einer minimalistischen Architektur, bei dem das markante Stahldach und die gläserne Obergeschosshalle das Motto „Weniger ist mehr“ verkörpern. Nach Jahrzehnten der Nutzung wurde die Neue Nationalgalerie im Jahr 2015 für eine umfangreiche Sanierung geschlossen und seit 2021 erstrahlt sie wieder in ihrem vollen Glanz.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 11.05.2026
Ticketpreise
Tagesticket 20 € / erm. 10 € / unter 18 frei / 1. Donnerstag im Monat 16–20 Uhr frei
Museumsbesuch
ca. 1,5-2,5 Stunden
Parkplätze in der Umgebung
Keine eigenen Parkplätze. Parkhäuser am Potsdamer Platz in der Nähe (alle kostenpflichtig, typisch 2-3 Euro/h). Straßenparken im Tiergarten-Bereich kostenpflichtig.
ÖPNV
S/U Potsdamer Platz, Bus M48/M85/200/300.
Öffnungszeiten
- Montag: Geschlossen
- Dienstag: 10:00–18:00 Uhr
- Mittwoch: 10:00–18:00 Uhr
- Donnerstag: 10:00–20:00 Uhr
- Freitag: 10:00–18:00 Uhr
- Samstag: 10:00–18:00 Uhr
- Sonntag: 10:00–18:00 Uhr
Adresse
Potsdamer Straße, 50, 10785, Berlin, Deutschland
https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/neue-nationalgalerie/home/














