Jüdisches Museum



Das Jüdische Museum Berlin in Kreuzberg ist Europas größtes jüdisches Museum und eines der architektonisch markantesten Häuser der Stadt. Der ikonische Zickzackbau von Daniel Libeskind macht Geschichte sichtbar, bevor man auch nur ein Exponat gesehen hat. Hier begegnen sich über 2.000 Jahre deutsch-jüdische Geschichte, Gegenwartskunst und gesellschaftlicher Dialog.
Was erwartet euch im Jüdischen Museum Berlin?
Das Museum vereint beeindruckende Architektur, bewegende Ausstellungen und persönliche Zeugnisse jüdischer Lebens aus über 1.700 Jahren. Damit ist es weit mehr als ein klassisches Museum in Berlin. Die Dauerausstellung ist das Herzstück des Hauses. Sie eröffnete im August 2020 neu und zeigt facettenreich, vielstimmig und interaktiv die Geschichte und Kultur der Jüdinnen und Juden in Deutschland. Der historische Rundgang begleitet Besucher*innen von den Anfängen im frühen Mittelalter über die Emanzipation im 18. und 19. Jahrhundert, den Nationalsozialismus und den Neubeginn nach 1945 bis in die Gegenwart.
Antworten auf zentrale Fragen finden sich in acht Themenräumen, mit Klanginstallationen, Virtual Reality, Kunstwerken, Spielen und originalen Objekten. Mehr als 70 Prozent der über 1.000 Exponate stammen dabei aus der eigenen Sammlung. Was wir besonders bemerkenswert fanden: Rund 9.500 Kunstwerke, 24.000 Fotografien, 1.700 Archivkonvolute und weitere Tausende Exponate gehören zum Bestand, viele davon aus Nachlässen jüdischer Familien. Briefe, Möbel, Kleidung und religiöse Gegenstände dokumentieren private Lebenswelten, bewahrt trotz Emigration und Verfolgung, gestiftet aus aller Welt.
Dazu kommen starke Sonderausstellungen, die das Programm kontinuierlich erweitern. Noch bis zum 23. November 2025 läuft etwa die Ausstellung Widerstände. Jüdische Designerinnen der Moderne : Mit rund 300 Exponaten von mehr als 50 Gestalterinnen bringt die weltweit erste Gruppenausstellung zu diesem Thema Pionierinnen zusammen, die sich trotz gesellschaftlicher Marginalisierung herausragende Positionen in ihren jeweiligen Bereichen erkämpften. Das Museum richtet sich dabei ausdrücklich an alle, egal ob Geschichtsinteressierte, Familien oder Schulklassen. Führungen für Gruppen unterschiedlichen Alters und Vorwissens werden ebenfalls angeboten.
Lage, Geschichte und Umgebung
Das Jüdische Museum Berlin befindet sich in der Lindenstraße 9–14 in 10969 Berlin, der Zugang zu allen Ausstellungen erfolgt über den Eingang im Altbau. Das Haus liegt damit mitten in Kreuzberg, einem der lebendigsten Bezirke der Stadt. Die feierliche Eröffnung fand im September 2001 statt. Damit blickt das Museum bereits auf über zwei Jahrzehnte als eine der zentralen Kulturinstitutionen Berlins zurück. Das Jüdische Museum Berlin ist Europas größtes jüdisches Museum. In unmittelbarer Nähe befinden sich außerdem die Topographie des Terrors sowie der Checkpoint Charlie, sodass sich ein ganzer Geschichtstag in dieser Gegend problemlos planen lässt. Das Museum ist täglich bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 11.05.2026
Ticketpreise
Dauerausstellung frei / Wechselausstellungen 10 € (erm. 4 €) / unter 18 frei
Museumsbesuch
ca. 2-3 Stunden
Parkplätze in der Umgebung
Keine eigenen Parkplätze. In den angrenzenden Straßen ist Parken nur TEILWEISE KOSTENFREI-ansonsten kostenpflichtig und sehr begrenzt. Direkt vor dem Eingang 2 Schwerbehinderten-Parkplätze.
ÖPNV
U1/U6 Hallesches Tor, U6 Kochstraße, Bus 248/M29/M41.
Öffnungszeiten
- Montag: Geschlossen
- Dienstag: 10:00–18:00 Uhr
- Mittwoch: 10:00–18:00 Uhr
- Donnerstag: 10:00–18:00 Uhr
- Freitag: 10:00–18:00 Uhr
- Samstag: 10:00–18:00 Uhr
- Sonntag: 10:00–18:00 Uhr














