
Weltzeituhr, Fernsehturm und die Plattenbauten der späten DDR-Moderne bilden oben die eine Kulisse, die Tunnel und Bahnsteige darunter die andere, die sich absperren und ausleuchten lässt. Gedreht wurde hier für Good Bye Lenin, Flightplan, Das Bourne Ultimatum und Babylon Berlin, und angebunden ist der Platz so gut wie kein zweiter.
Weltzeituhr, Fernsehturm und ein Autotunnel
Der Alexanderplatz liegt im Zentrum von Mitte und ist einer der bestangebundenen Orte der Stadt: S-Bahn, die Linien U2, U5 und U8, Regionalzüge und mehrere Straßenbahnlinien treffen hier zusammen. Rundherum stehen die Weltzeituhr, der Fernsehturm, das Haus des Lehrers und die Plattenbauten der späten DDR-Moderne, dazu Kaufhäuser und der notorische Baustellenbetrieb. Für Produktionen ist das eine Filmkulisse mit zwei Gesichtern: oben der offene Platz mit dem Fernsehturm im Rücken, unten die Tunnel und Bahnsteige, die sich absperren und ausleuchten lassen. Gedreht wird hier regelmäßig, auch weil die Fläche groß genug ist, um Absperrungen aufzubauen, ohne den ganzen Verkehr lahmzulegen. Wer sich orientieren will, beginnt am besten an der Weltzeituhr, dem klassischen Treffpunkt. Der Platz trägt seinen Namen seit dem Besuch des russischen Zaren Alexander im Jahr 1805, bekam seine heutige Form aber erst in den sechziger Jahren, als die DDR ihn als sozialistisches Zentrum neu anlegte. Dieser Bruch zwischen Namensgeschichte und Nachkriegsarchitektur ist bis heute sichtbar.
Von Good Bye Lenin bis Babylon Berlin
Die Liste der Produktionen ist entsprechend lang. Daniel Brühl ließ in Good Bye Lenin Geldscheine von einem Plattenbau am Alexanderplatz regnen, Jodie Foster drehte für ihren Thriller Flightplan am U-Bahnhof, und für Das Bourne Ultimatum entstand im Autotunnel unter dem Platz eine Verfolgungsjagd. Die Weltzeituhr spielt bereits in Die Bourne Verschwörung mit. Die Serie Babylon Berlin nutzt den Platz ebenfalls, allerdings mit dem Kunstgriff, das heutige Bild weitgehend auszublenden und die zwanziger Jahre darüberzulegen. Und über allem steht der Roman von Alfred Döblin, dessen Titel den Ort zur literarischen Filmkulisse gemacht hat, lange bevor hier eine Kamera stand. Mehrfach verfilmt wurde der Stoff ebenfalls, zuletzt in einer Fassung, die den Platz nur noch als Idee braucht. Wer sich für die Drehorte interessiert, findet die meisten davon in Gehweite: Fernsehturm, Weltzeituhr, der Tunnel unter der Grunerstraße und die Bahnsteige liegen alle in einem Umkreis von wenigen hundert Metern, und für einen Rundgang reicht eine knappe Stunde.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 07.10.2024
Eintritt
Frei zugänglich.
ÖPNV
S-Bahn, die Linien U2, U5 und U8, Regionalzüge und mehrere Straßenbahnlinien treffen am Platz zusammen.
Treffpunkt
Die Weltzeituhr ist der klassische Treffpunkt auf dem Platz.
Filmbezug
Good Bye Lenin, Flightplan, Das Bourne Ultimatum im Autotunnel, Die Bourne Verschwörung an der Weltzeituhr und die Serie Babylon Berlin.
Rundgang
Fernsehturm, Weltzeituhr, der Tunnel unter der Grunerstraße und die Bahnsteige liegen in einem Umkreis von wenigen hundert Metern.
Geschichte
Der Name geht auf den Besuch des russischen Zaren Alexander im Jahr 1805 zurück, die heutige Form stammt aus den sechziger Jahren.
Gut zu wissen
Der Platz ist dauerhaft Baustelle, Wege und Zugänge ändern sich häufig.
Öffnungszeiten
- Ganzjährig geöffnet: durchgehend
Adresse
Alexanderplatz 1, 10178 Berlin, Deutschland
https://www.berlin.de/sehenswuerdigkeiten/3560109-3558930-alexanderplatz.html















