Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen

Wo Marlene Dietrich auf Fritz Lang trifft und Stummfilm auf Streaming-Ära: Die Deutsche Kinemathek in Berlin-Mitte ist das bedeutendste Museum für Film- und Fernsehgeschichte im deutschsprachigen Raum. Seit Anfang 2026 empfängt sie ihr Publikum im historischen E-Werk an der Mauerstraße.
130 Jahre bewegte Bilder: Was die Deutsche Kinemathek zeigt
Wer sich für die Geschichte des deutschen Films interessiert, kommt an diesem Museum in Berlin nicht vorbei. Mit der multimedialen Installation „Screentime“ eröffnete die Kinemathek ihren neuen Standort im E-Werk und verwandelte die historische Halle erstmals in einen großflächig inszenierten Medienraum. Die Installation zeigt Highlights aus 130 Jahren Film- und Fernsehgeschichte. Das ist so beeindruckend, wie es klingt.
Schwebende Gazeflächen, Videoinstallationen und Projektionen entfalten dabei vielfältige Perspektiven auf das audiovisuelle Erbe, von der kreativen Arbeit hinter den Kulissen bis zur Wirkung populärer Formate. Besonders sehenswert fanden wir die Exponate rund um Marlene Dietrich: Die schönsten Objekte aus ihrem Privatnachlass und viele ihrer berühmten Kostüme, darunter der legendäre Schwanenmantel und Herrenanzug, werden von der Deutschen Kinemathek bewahrt. Memorabilia wie Briefe und Stoffpuppen, die sie auf all ihren Reisen begleiteten, geben Einblick in ihr Privatleben.
Darüber hinaus zeigt die Kinemathek frühe Filmhighlights wie Fritz Langs Stummfilm „Metropolis“ von 1927 sowie die Geschichte des Films im Nationalsozialismus, Künstler*innen im Exil und neuere Erfolgsfilme wie „Lola rennt“ und „Das Leben der Anderen“. Außerdem läuft im Haus eine aktuelle Sonderausstellung: „Inventing Queer Cinema“ widmet sich queeren Filmen und den Menschen hinter der Kamera, die queere Filmkultur über Jahrzehnte geprägt und weiterentwickelt haben. Das Museum spricht damit sowohl Filmbegeisterte als auch Kulturinteressierte aller Generationen an. Das begleitende Programm mit Screenings, Workshops und Talks sowie partizipativen Bildungsformaten machen die Kinemathek zu einem lebendigen Ort der Medienerfahrung.
Standort und Geschichte: Ein Industriedenkmal als neues Zuhause
Die Deutsche Kinemathek nahm im Februar 1963 offiziell ihre Arbeit auf. Damit blickt dieses Museum in Berlin auf über 60 Jahre Geschichte zurück. Das historische E-Werk war einst ein Knotenpunkt der industriellen Entwicklung Berlins an der Jahrhundertwende und später ein Highlight der Clubkultur der 1990er Jahre. Heute beaufsichtigt es eines der wichtigsten Filmmuseen Europas. Das Brandenburger Tor und das Holocaust-Mahnmal sind fußläufig erreichbar, was einen Besuch hervorragend mit einem Stadtrundgang verbinden lässt.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 19.05.2026
Ticketpreise
10 € / erm. 7 € / Kinder frei / 1. Sonntag im Monat frei
Museumsbesuch
ca. 1,5-2,5 Stunden (Übergangsbetrieb, Installation "Screentime" ca. 1 h)
Parkplätze in der Umgebung
Keine eigenen Parkplätze. Standort E-Werk, Mauerstraße 79, 10117 Berlin-Mitte-Straßenparken in Mitte kostenpflichtig (~4 Euro/h), Parkhäuser in der Umgebung (Friedrichstraße, Gendarmenmarkt) kostenpflichtig.
ÖPNV
U2/U6 Stadtmitte oder U2 Mohrenstraße, kurzer Fußweg.
Öffnungszeiten
- Montag: Geschlossen
- Dienstag: Geschlossen
- Mittwoch: Geschlossen
- Donnerstag: 10:00–18:00 Uhr
- Freitag: 10:00–18:00 Uhr
- Samstag: 10:00–18:00 Uhr
- Sonntag: 10:00–18:00 Uhr














