Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen - Top 10 Museen der Superlative | Top10 Berlin
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Deutsche Kinemathek

Mitte

Blick auf Potsdamer Platz, Berlin, mit der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Hochhäusern und Verkehr.
© Unsplash, Mateo Bernal

Die Deutsche Kinemathek verwahrt den Nachlass von Marlene Dietrich: rund 300.000 Blatt Papier, 16.500 Fotografien und 3.300 Textilobjekte. Dazu kommt audiovisuelles Material zu fast 80.000 Filmtiteln. Seit dem Umzug vom Potsdamer Platz sitzt das Haus im E-Werk an der Mauerstraße, einem früheren Umspannwerk mit rund 4.000 Quadratmetern.

Umzug vom Filmhaus ins E-Werk an der Mauerstraße

Die Deutsche Kinemathek nahm ihre Arbeit im Februar 1963 auf, Gründungsdirektor war der Regisseur Gerhard Lamprecht, dessen Sammlung aus Filmen, Dokumenten und Geräten das Land Berlin erwarb und der neuen Einrichtung übertrug. Sein Katalog Deutsche Stummfilme wurde zum Standardwerk, und die Retrospektiven der Berlinale kuratiert das Haus seit 1977. Die größte Veränderung seiner Geschichte liegt allerdings erst wenige Jahre zurück. Die Dauerausstellung im Filmhaus am Potsdamer Platz, 24 Jahre lang der größte Publikumsmagnet des Hauses mit über zwei Millionen Besucherinnen und Besuchern, schloss Ende Oktober 2024 endgültig. Im Januar 2025 zog die Kinemathek ins E-Werk an der Mauerstraße 79 in Mitte, ein ehemaliges Umspannwerk mit rund 4.000 Quadratmetern Nutzfläche, großer Erdgeschosshalle und einer früheren Schalterhalle. Seit dem 23. Januar 2026 empfängt die Kinemathek dort wieder Publikum. Wichtig zu wissen: Das E-Werk ist ausdrücklich ein Zwischenquartier, bis ein geplantes neues Filmhaus fertig ist.

Marlene Dietrichs Nachlass und 80.000 Filmtitel im Archiv

Der Superlativ dieses Hauses liegt im Magazin. 1993 übernahm die Kinemathek den Nachlass von Marlene Dietrich, der ihre Biografie nahezu lückenlos dokumentiert: rund 300.000 Blatt Papier, darunter 45.000 Blatt Korrespondenz, 16.500 Fotografien aus den Jahren 1904 bis 1992, 3.300 Textilobjekte von den 1920ern bis in die 1990er, 2.500 Tondokumente, 350 Plakate, Zeichnungen und Gemälde sowie eine Bibliothek mit 1.800 Titeln, davon 355 Widmungsexemplare. Dazu kommen Schmuck, Accessoires und Gepäck. Der übrige Bestand ist ähnlich beeindruckend: audiovisuelles Material zu fast 80.000 Filmtiteln, eine Bibliothek mit über 95.000 Werken, ein Verleihkatalog mit rund 22.000 Titeln, über 600 Personenarchive und eine Mediathek Fernsehen mit mehr als 13.000 Sendungen. Die 1988 übernommene Korrespondenz der Paul Kohner Agency umfasst über 160.000 Blatt und gehört zu einer der weltweit wichtigsten Exilsammlungen. Bibliothek und Archive sind im E-Werk wieder zugänglich, die große Halle und die Schalterhalle nutzt das Haus für Pop-up-Formate und ein Werkstattkino; Gruppenbuchungen sind bis auf Weiteres eingeschränkt. Der Filmverleih arbeitet durchgehend weiter, und etablierte Reihen wie Filmspotting, Fernsehsalon und Film Restored laufen ebenfalls.

Top10 Redaktion

Top10 Redaktion

Erfahrungsbericht vom 19.05.2026

Superlativ

Marlene-Dietrich-Nachlass mit rund 300.000 Blatt Papier, 16.500 Fotografien und 3.300 Textilobjekten

Superlativ

Audiovisuelles Material zu fast 80.000 Filmtiteln

Superlativ

Paul-Kohner-Korrespondenz mit über 160.000 Blatt, Teil einer der weltweit wichtigsten Exilsammlungen

Bibliothek

Über 95.000 Werke, Verleihkatalog mit rund 22.000 Titeln

Archive

Über 600 Personenarchive, Mediathek Fernsehen mit über 13.000 Sendungen

Dietrich im Detail

45.000 Blatt Korrespondenz, 2.500 Tondokumente, 350 Plakate und Gemälde, Bibliothek mit 1.800 Titeln

Standort

E-Werk, Mauerstraße 79, ein früheres Umspannwerk mit rund 4.000 Quadratmetern Nutzfläche

Umzug

Dauerausstellung am Potsdamer Platz Ende Oktober 2024 dauerhaft geschlossen, Umzug im Januar 2025

Status

Haus im E-Werk empfängt seit dem 23. Januar 2026 wieder Publikum; Bibliothek und Archive sind zugänglich

Gut zu wissen

Das E-Werk ist Zwischenquartier bis zur Fertigstellung eines geplanten neuen Filmhauses

Gegründet

Februar 1963, Gründungsdirektor war der Regisseur Gerhard Lamprecht

Programm

Berlinale-Retrospektiven seit 1977, dazu Filmspotting, Fernsehsalon und Film Restored

Öffnungszeiten

  • Montag: Geschlossen
  • Dienstag: Geschlossen
  • Mittwoch: Geschlossen
  • Donnerstag: 10:00–18:00 Uhr
  • Freitag: 10:00–18:00 Uhr
  • Samstag: 10:00–18:00 Uhr
  • Sonntag: 10:00–18:00 Uhr

Adresse

Mauerstraße 79, 10117 Berlin, Deutschland

+49 30 3009030

https://www.deutsche-kinemathek.de/

Anfahrt