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Karl-Marx-Allee

Friedrichshain-Kreuzberg

© Foto: Top10 Berlin

Die Karl-Marx-Allee zieht sich rund zwei Kilometer vom Frankfurter Tor bis zum Strausberger Platz und ist die größte erhaltene Prachtstraße der DDR. Hermann Henselmanns Zwillingstürme, die Arbeiterpaläste im sozialistischen Klassizismus und die Sechziger-Jahre-Bauten wie Kino International und Café Moskau stehen heute als Ensemble unter Denkmalschutz.

Karl-Marx-Allee in Friedrichshain: Die Prachtstraße der DDR

Die Karl-Marx-Allee zieht sich auf Friedrichshainer Seite über rund 2.100 Meter vom Frankfurter Tor bis zum Strausberger Platz und setzt sich auf Mitte-Seite noch einmal rund 700 Meter weit fort, dort 125 Meter breit. Zurück geht die Straße auf das Jahr 1708. Ursprünglich hieß sie Große Frankfurter Straße, am 21. Dezember 1949 wurde sie in Stalinallee umbenannt, und seit dem 13. November 1961 trägt sie ihren heutigen Namen. Die Grundsteinlegung für die große Bebauung fand am 3. Februar 1952 statt, als Prototyp war schon 1951 das Hochhaus an der Weberwiese entstanden, die letzten Blöcke wurden 1967 fertig, das Haus der Statistik kam 1969 hinzu. Geplant haben die Allee unter anderem Hermann Henselmann, Hans Scharoun, Egon Hartmann, Richard Paulick, Hanns Hopp, Karl Souradny und Kurt W. Leucht. Der Baustil ist ein sozialistischer Klassizismus, in den Anklänge an die Schinkel-Schule und den Berliner Klassizismus eingeflossen sind, weshalb die Wohnblöcke im Volksmund Arbeiterpaläste hießen.

Zwillingstürme, Kino International und der 17. Juni 1953

Die auffälligsten Bauwerke stehen an den beiden Enden. Am Frankfurter Tor flankieren Henselmanns Zwillingstürme die Straße, deren Kuppeln den Türmen des Deutschen und des Französischen Doms am Gendarmenmarkt nachempfunden sind. Am Strausberger Platz stehen die dreizehngeschossigen Hochhäuser desselben Architekten mit ihren Art-déco-Anklängen. Dazwischen reihen sich die mit Keramik verkleideten Fassaden, und entlang der Fahrbahn wurden ab 2007 die originalen Paulick-Leuchten rekonstruiert. Im zweiten Bauabschnitt Richtung Alexanderplatz folgen die leichteren Bauten der sechziger Jahre, darunter das Kino International, das Café Moskau und die Mokka-Milch-Eisbar. Geschichte geschrieben hat die Straße auch politisch: Am 16. Juni 1953 begannen Bauarbeiter auf den Baustellen der Stalinallee Streiks gegen erhöhte Arbeitsnormen, aus denen einen Tag später der landesweite Volksaufstand wurde. Ein kleines Denkmal am Rosengarten erinnert daran. Die Karl-Marx-Allee ist heute als Ensemble denkmalgeschützt, einzelne Pavillons stehen zusätzlich als Einzeldenkmale unter Schutz, darunter die Nummern 32 bis 36 sowie 45 und 46. Ein dritter Bauabschnitt schließt am Alexanderplatz an.

Top10 Redaktion

Top10 Redaktion

Erfahrungsbericht vom 26.10.2026

Preisniveau

Der Spaziergang kostet nichts, es handelt sich um einen öffentlichen Straßenzug.

ÖPNV

Die U5 verläuft unter der gesamten Straße, Stationen sind Frankfurter Tor, Weberwiese, Strausberger Platz und Schillingstraße.

Route

Der klassische Weg führt vom Strausberger Platz bis zum Frankfurter Tor und ist rund zwei Kilometer lang.

Highlight

Die Zwillingstürme am Frankfurter Tor von Hermann Henselmann.

Architektur

Sozialistischer Klassizismus aus den fünfziger Jahren, im zweiten Bauabschnitt die Moderne der Sechziger.

Denkmalschutz

Die Allee ist als Ensemble geschützt, einzelne Pavillons zusätzlich als Einzeldenkmale.

Tipp

Die Dauerausstellung im Café Sibylle an der Hausnummer 72 vertieft die Geschichte der Straße.

Öffnungszeiten

  • Montag: 24 Stunden geöffnet
  • Dienstag: 24 Stunden geöffnet
  • Mittwoch: 24 Stunden geöffnet
  • Donnerstag: 24 Stunden geöffnet
  • Freitag: 24 Stunden geöffnet
  • Samstag: 24 Stunden geöffnet
  • Sonntag: 24 Stunden geöffnet

Adresse

Karl-Marx-Allee, 10243 Berlin, Deutschland

https://wikip.one/q25BSc

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