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Marx-Engels-Forum

Mitte

© Foto: dpa picture-alliance

Mitten in Berlin-Mitte, zwischen Rotem Rathaus und Spree, thront das Marx-Engels-Forum als eines der markantesten DDR-Relikte der Stadt. Die überlebensgroßen Bronzefiguren von Karl Marx und Friedrich Engels sind seit 1986 steingewordene Propaganda, die bis heute Geschichts- und Gegenwartsdebatten wach hält.

DDR-Geschichte zum Anfassen: Was das Marx-Engels-Forum zu bieten hat

Wer DDR-Geschichte nicht nur lesen, sondern wirklich spüren möchte, kommt am Marx-Engels-Forum kaum vorbei. Die Bronzeskulptur zeigt Marx sitzend und Engels stehend, beide überlebensgroß auf einem kleinen Podest. Was dabei auffällt: Die beiden Figuren befinden sich auf Augenhöhe, zugänglich und berührbar. Sie wirken bewusst bescheiden, was manchmal als Symbol für die schwindende Kraft des Ostblockkommunismus gedeutet wird. Kein Wunder also, dass die Statuen heute eine echte Touristenattraktion sind und sich viele Menschen auf Marx‘ Knie setzen, um ein Foto zu machen.

Das Ensemble ist dabei mehr als nur zwei Figuren. Zum Denkmal gehören außerdem vier Doppelstelen aus Edelstahl, in die Fotodokumente eingebrannt sind. Sie zeigen wichtige Momente aus dem Kampf des internationalen Proletariats. Dahinter: eine Reliefwand mit Szenen aus der Geschichte der deutschen Sozialistischen Bewegung. Wer noch tiefer eintauchen möchte: Am Sockel des Denkmals befindet sich ein QR-Code, über den Besucher*innen per Smartphone Erläuterungen von Politiker Gregor Gysi zur Geschichte des Monuments hören können. Das fanden wir besonders gelungen, weil es dem Ort eine zusätzliche, sehr persönliche Ebene gibt.

Das Marx-Engels-Forum eignet sich daher sowohl für Geschichtsinteressierte als auch für Familien, die DDR-Themen auf unkomplizierte, kostenlose Weise näherkommen wollen. Zudem wird das Gelände derzeit grundlegend umgestaltet: Im ersten Bauabschnitt entsteht bis 2027 eine 250 Meter breite Treppenanlage mit Sitzstufen und einem Wasserspiel direkt an der Spree. Das Denkmal selbst bleibt jedoch erhalten.

Lage, Geschichte und Nachbarschaft: Das Wichtigste auf einen Blick

Das Denkmal auf dem Marx-Engels-Forum unweit des Roten Rathauses diente der DDR-Propaganda. 1986 aufgestellt, sollte es kurz vor Ende der Diktatur die Stärke des Landes symbolisieren. Damit steht es für fast vier Jahrzehnte Berliner Zeitgeschichte, die bis heute sichtbar im Stadtbild verankert ist. Das Marx-Engels-Forum befindet sich in Berlin-Mitte, auf einer Grünfläche, die von der Karl-Liebknecht-Straße, dem Park am Fernsehturm, der Rathausstraße und der Spree umgeben ist. Ganz in der Nähe befinden sich der Berliner Dom sowie das DDR-Museum, sodass sich ein ausgedehnterer Spaziergang durch die Ost-Berliner Geschichte geradezu anbietet.

Top10 Redaktion

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