Puppentheater-Museum Berlin

In Neukölln, an der Karl-Marx-Straße 135, beherbergt das Puppentheater-Museum Berlin eine der faszinierendsten Sammlungen zur Geschichte des Figurentheaters in der Stadt. Handpuppen, Marionetten, Stabfiguren und Schattentheaterfiguren aus Europa, Asien und Afrika machen dieses kleine Museum zu einem der kuriosesten Kulturorte Berlins.
Das Puppentheater-Museum Berlin: Wo Marionetten Geschichte erzählen
Puppen aus vier Jahrhunderten, unter einem Dach in Neukölln
1986 zunächst als „Mobiles Puppentheater-Museum” gegründet, zog das Puppentheater-Museum Berlin 1995 an seinen heutigen Standort in Neukölln. Seitdem ist es eines der skurrilsten und zugleich stimmungsvollsten Museen der Stadt. Das Museum beherbergt eine fast 4.000 Puppen umfassende Sammlung, die der 2018 verstorbene Gründer Nikolaus Hein zusammengetragen hat. Wer also glaubte, Puppen seien nur etwas für Kinderzimmer, wird hier eines Besseren belehrt.
Die Sammlung beinhaltet Theaterpuppen sämtlicher Spieltechniken aus den verschiedenen Kulturkreisen Europas, Afrikas und Asiens, darunter Handpuppen, Stabfiguren, Marionetten, Schattentheaterfiguren, Metamorphosen, Flachfiguren sowie spezielle Trickfiguren. Dabei sind auch außergewöhnliche Objekte zu entdecken, wie etwa Ludwig Erhard als Stabfigur des Figurenbildners Jürgen Fettig. Einer der inhaltlichen Schwerpunkte ist außerdem die Puppentheater-Geschichte Berlins selbst.
Museum und Bühne zugleich
Das Puppentheater-Museum Berlin ist nicht nur Ausstellungsort, sondern auch aktive Spielstätte. In jährlich wechselnden Ausstellungen werden verschiedene Themen vermittelt, ergänzt durch zielgruppenorientierte Führungen, Puppentheateraufführungen, Märchenerzählungen, Lesungen und Workshops für Kinder und Erwachsene. Darüber hinaus können Besucher*innen die Figuren zum Teil selbst ausprobieren. Zudem gibt es ein Figurentheater-Archiv mit Fachliteratur, Spieltexten und Dokumenten aus vier Jahrhunderten, anschaulich gemacht durch Fotos, Plakate, Malerei, Grafik und Stiche.
Das aktuelle Programm zeigt die ganze Bandbreite des Hauses: Im Dezember 2025 steht etwa eine Faust-Aufführung im Format „Teatro en una Maleta” auf dem Spielplan, gefolgt von Puppet Lab Workshops. Als Bühne und Begegnungsort internationaler Künstler*innen leistet das Puppentheater-Museum Berlin einen wichtigen Beitrag zu Kultur, Bildung und sozialem Miteinander in Neukölln. Wer kuriose Museen in Berlin sucht, findet hier außerdem ein Haus, das trotz jahrelanger Finanzierungsnöte weiterhin funktioniert, größtenteils dank ehrenamtlicher Arbeit. Der Eintritt ist mit 2,50 Euro für Kinder und 3 Euro für Erwachsene günstig gehalten, Puppentheater-Aufführungen kosten 5 Euro pro Person.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 09.09.2026
Eintritt
Erwachsene 6,00 Euro, ermäßigt 3,00 Euro.
Highlight
Historische Handpuppen, Marionetten und Bühnenbilder aus verschiedenen Epochen.
Angebot
Mitmach-Museum mit Workshops, Bastelstationen und regelmäßigen Vorstellungen.
Führungen
Für Gruppen nach Vereinbarung bereits ab 10 Uhr möglich.
ÖPNV
U7 Karl-Marx-Straße.
Öffnungszeiten
- Montag: Geschlossen
- Dienstag: 14:00–18:00 Uhr
- Mittwoch: 14:00–18:00 Uhr
- Donnerstag: 14:00–18:00 Uhr
- Freitag: 14:00–18:00 Uhr
- Samstag: 14:00–18:00 Uhr
- Sonntag: 14:00–18:00 Uhr














