Computerspielemuseum - Top 10 Besonders kuriose Museen | Top10 Berlin
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Computerspielemuseum

Friedrichshain

Foto: Computerspielemuseum | Jörg Metzner
Foto: Computerspielemuseum | Peter Ziesche
© Foto: Computerspielemuseum | Jörg Metzner

An der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain residiert das weltweit erste Museum für digitale Spielkultur, und der Kontrast könnte kaum treffender sein: DDR-Plattenbaucharme außen, Gaming-Geschichte innen. Über sechs Jahrzehnte Computerspiele sind hier auf über 300 Exponaten greifbar, spielbar und überraschend berührend.

Das Computerspielemuseum in Friedrichshain: Pixelnostalgie auf 300 Exponaten

Wer glaubt, Museen seien Orte des ehrfürchtigen Schweigens, wird hier schnell eines Besseren belehrt. Das Computerspielemuseum eröffnete 1997 in Berlin die weltweit erste ständige Ausstellung zur digitalen interaktiven Unterhaltungskultur. Heute besitzt es eine der größten europäischen Sammlungen zu Videospielen, Konsolen und Fachmagazinen, und seit 2011 ist die Dauerausstellung im ehemaligen Café Warschau in Friedrichshain untergebracht.

Spielen statt nur schauen: Das Angebot im Computerspielemuseum

Das Kurioseste an diesem kuriosen Museum ist, dass man hier tatsächlich Hand anlegen darf. Von den mehr als 300 Exponaten können über 30 bespielt und ausprobiert werden. Gleich am Eingang ordnet die “Wall of Hardware” chronologisch Hardware-Exponate wie die ersten Computer und verschiedene Spielkonsolen in Vitrinen ein. Wer tiefer geht, stößt auf echte Raritäten.

Zu den Highlights zählen die DDR-Spielmaschine Poly-Play, die PainStation, Pong sowie der legendäre Nimrod aus dem Jahr 1951, der als einer der ersten Spielcomputer gilt und noch immer mit 480 Vakuumröhren rechnet. Daneben zeigt die Arcade-Halle, wo zahlreiche Retro-Spiele wie Space Invaders oder Asteroids an originalen Münzautomaten gespielt werden können.

Wohnzimmer der Vergangenheit und aktuelle Sonderausstellungen

Besonders stimmig sind die nachgebauten Wohnzimmer: Beginnend in den 1950er Jahren lässt sich die Gaming-Kultur jenseits der Konsolen erkunden, etwa Pong in den 1970ern, Space Invaders in den 1980ern und Super Mario in den 1990ern, jeweils in authentisch eingerichteten Zimmern. Außerdem wartet ab Dezember 2025 eine neue Sonderausstellung: “A Fantastic Failure” widmet sich Mut, Innovation und Gaming-Träumen, darunter Nokias gescheitertem Versuch, mit der N-Gage das Mobiltelefon zur Spielkonsole zu machen.

Das Museum ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 11 Euro, ermäßigt 7 Euro. Per U5 ist die Haltestelle Weberwiese direkt am Museum erreichbar, ob aus Richtung Frankfurter Tor oder Alexanderplatz. Ein Besuch lohnt sich also logistisch wie inhaltlich, für alle, die Spielgeschichte nicht nur lesen, sondern auch erleben wollen.

Top10 Redaktion

Top10 Redaktion

Erfahrungsbericht vom 09.09.2026

Eintritt

Erwachsene 12,00 Euro, ermäßigt 8,00 Euro.

Familientickets

Kleines Familienticket 20,00 Euro, großes Familienticket 32,00 Euro.

Lage

Friedrichshain, an der Karl-Marx-Allee.

Highlight

Über 300 Exponate und zahlreiche spielbare Stationen von den Anfängen bis heute.

ÖPNV

U5 Weberwiese sowie Tram M10.

Öffnungszeiten

  • Montag: 10:00–20:00 Uhr
  • Dienstag: 10:00–20:00 Uhr
  • Mittwoch: 10:00–20:00 Uhr
  • Donnerstag: 10:00–20:00 Uhr
  • Freitag: 10:00–20:00 Uhr
  • Samstag: 10:00–20:00 Uhr
  • Sonntag: 10:00–20:00 Uhr

Adresse

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