Neues Museum - Top 10 Museen der Superlative | Top10 Berlin
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Neues Museum

Mitte

© Foto: Staatliche Museen zu Berlin | Achim Kleuker

Das Neues Museum auf der Museumsinsel in Berlin-Mitte ist Heimat der Büste der Nofretete, des Berliner Goldhuts und von Jahrtausenden menschlicher Geschichte. Wer dieses Museum in Berlin betritt, reist von der Steinzeit bis ins alte Ägypten, und das in einem Gebäude, das selbst Geschichte geschrieben hat.

Nofretete, Goldhut und 700.000 Jahre Menschheitsgeschichte

Das Neue Museum verwaltet fast 9.000 Objekte aus drei bedeutenden Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin auf rund 8.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche auf vier Ebenen. Damit gehört es zu den größten Museen in Berlin überhaupt. Zwei Sammlungen haben hier dauerhaft ihren Platz: das Ägyptische Museum und die Papyrussammlung sowie das Museum für Vor- und Frühgeschichte, ergänzt durch Leihgaben der Antikensammlung.

Das Herzstück der Sammlung kennt jede*r: die weltberühmte Büste der Nofretete, die als einziges Objekt im Nordkuppelsaal in einer vier Meter hohen Vitrine präsentiert wird. Wer davor steht, versteht sofort, warum sie zu den meistbesuchten Exponaten weltweit zählt. Besonders interessant fanden wir dabei den Kontext, in dem sie steht. Weitere Highlights des Ägyptischen Museums sind der Grüne Kopf, drei neu restaurierte Opferkammern aus dem Alten Reich sowie die Amarna-Sammlung.

Nicht weniger beeindruckend ist die Vor- und Frühgeschichte. Zu den herausragenden Objekten gehören der bronzezeitliche Berliner Goldhut sowie die berühmte Troja-Sammlung, die Heinrich Schliemann den Berliner Museen schenkte. Das älteste Objekt im Neuen Museum ist eine 700.000 Jahre alte Handaxt aus der Altsteinzeit. Das Museum in Berlin eignet sich sowohl für Geschichtsbegeisterte und Archäologie-Fans als auch für Familien. Kinder lernen in Workshops zum Beispiel, wie in China und Ägypten in früheren Zeiten geschrieben wurde, oder erfahren, wie Archäolog*innen forschen.

Ein Museum mit bewegter Geschichte mitten in Berlin-Mitte

Das Neue Museum wurde ab 1843 nach Plänen des Architekten Friedrich August Stüler gegründet und erstmals 1859 eröffnet. Damit blickt es auf über 165 Jahre Geschichte zurück. Aufgrund starker Kriegsschäden blieb es 60 Jahre lang unversehrt, bis es ab 2003 restauriert und 2009 wiedereröffnet wurde. Die Restauration unter Leitung des britischen Architekten David Chipperfield folgte dem Prinzip der ergänzenden Wiederherstellung.

Das Neue Museum ist Teil der Berliner Museumsinsel, die sich inmitten der Spree in der historischen Mitte der deutschen Hauptstadt befindet. Es ist Bestandteil des historisch gewachsenen Ensembles, das im Dezember 1999 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen wurde. Wer das Museum besucht, findet in unmittelbarer Nähe außerdem das Pergamonmuseum sowie den Berliner Dom, was einen ganzen Kulturtag auf der Insel absolut lohnenswert macht.

Top10 Redaktion

Top10 Redaktion

Erfahrungsbericht vom 11.05.2026

Ticketpreise

12 € online / erm. 6 € / unter 18 frei / Museumsinsel-Tagesticket 24 € (erm. 12 €)

Museumsbesuch

ca. 1,5-3 Stunden

Parkplätze in der Umgebung

Keine Parkplätze direkt an der Museumsinsel. Nahegelegene Parkhäuser kostenpflichtig (~3 Euro/h, ~18 Euro/24 h). Straßenparken in Berlin-Mitte ca. 4 Euro/h, Zeitlimit meist 2-3 h. Keine kostenfreien Parkplätze.

ÖPNV

ÖPNV dringend empfohlen (U/S Friedrichstraße, S Hackescher Markt, Tram M1/M12 Am Kupfergraben, Bus 100/200 Lustgarten).

Öffnungszeiten

  • Montag: Geschlossen
  • Dienstag: 10:00–18:00 Uhr
  • Mittwoch: 10:00–18:00 Uhr
  • Donnerstag: 10:00–18:00 Uhr
  • Freitag: 10:00–18:00 Uhr
  • Samstag: 10:00–18:00 Uhr
  • Sonntag: 10:00–18:00 Uhr

Anfahrt