Regierungsviertel (Tour)

Wer verstehen will, wie aus zwei deutschen Staaten wieder einer wurde, sollte das Regierungsviertel in Berlin-Mitte zu Fuß erkunden. Zwischen Reichstag, Bundeskanzleramt und dem Band des Bundes lässt sich Deutsche Geschichte buchstäblich begehen. Kein Lehrbuch erklärt das so überzeugend wie dieser Spaziergang direkt an der Spree.
Deutsche Geschichte zum Anfassen: Was das Regierungsviertel so besonders macht
Das Berliner Regierungsviertel ist kein gewöhnliches Touristenziel. Es ist der Ort, an dem sich die gesamte deutsch-deutsche Geschichte in Stein, Glas und Beton manifestiert. Die Regierungsgebäude bilden hier eine Brücke über die Spree und verbinden damit symbolisch Ost und West. Dieses sogenannte „Band des Bundes“ ist eine faszinierende Mischung aus moderner Architektur und deutscher Geschichte. Wer eine Tour durch das Regierungsviertel macht, bekommt beides auf einmal: politische Bildung und ein tiefes Gefühl dafür, was die Wiedervereinigung wirklich bedeutet.
Besonders bemerkenswert ist, dass das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus den ursprünglichen Verlauf der Berliner Hinterlandmauer überbaut. In einem öffentlich zugänglichen Mauermahnmal sind Segmente dieser Mauer wieder an ihrem ursprünglichen Ort aufgebaut. Das haben wir besonders beeindruckend gefunden, denn selten steht man als Besucher*in so direkt auf dem Boden der Deutschen Geschichte.
Neben den imposanten Parlamentsgebäuden wie dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus und dem Paul-Löbe-Haus überraschen auf der Tour vor allem die Denkmäler, Kunstwerke und die Überreste der Berliner Mauer als greifbare deutsch-deutsche Geschichte mitten in Berlin. Außerdem lohnt sich ein Blick auf die komplizierte Lage des Reichstagsgebäudes zu Zeiten der Berliner Mauer sowie einen Aufstieg in die Kuppel.
Lage, Entstehung und was noch in der Nähe liegt
Das Regierungsviertel liegt in den Berliner Ortsteilen Tiergarten und Mitte. Es ist um das Jahr 2000 herum entstanden, als die Bundesregierung und das Parlament nach Berlin zogen. In seiner heutigen Form hat es sich nach der deutschen Wiedervereinigung zum Ende der 1990er Jahre herausgebildet. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, kann die U-Bahn-Linie U55 nutzen, die vom Hauptbahnhof direkt ins Regierungsviertel führt und bis zum Brandenburger Tor fährt. Direkt in der Nähe befinden sich außerdem das Holocaust-Mahnmal, das an die Opfer des Holocaust erinnert, sowie das Brandenburger Tor, ein weiteres Wahrzeichen Berlins, das für die deutsche Einheit steht.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 15.05.2026
Ticketpreise
ca. 15-25 € / teils kostenfreie Spaziergänge
Empfohlende Dauer des Besuches
1,5-2 h
Parkplätze in der Umgebung
Mitte, keine zentralen, Parkhäuser kostenpflichtig
ÖPNV
S+U Brandenburger Tor, U55 Bundestag, Bus 100
Öffnungszeiten
- Montag: 10:15–16:00 Uhr
- Dienstag: 10:15–16:00 Uhr
- Mittwoch: 10:15–16:00 Uhr
- Donnerstag: 10:15–16:00 Uhr
- Freitag: 10:15–16:00 Uhr
- Samstag: 10:00–16:00 Uhr
- Sonntag: 10:15–16:00 Uhr














