Hackesche Höfe - Top 10 Deutsche Geschichte | Top10 Berlin
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Hackesche Höfe

Mitte

Foto: dpa picture-alliance
© Picture: Hackesche Höfe

Acht miteinander verbundene Innenhöfe, eine Jugendstil-Fassade und über 100 Jahre Deutsche Geschichte: Die Hackeschen Höfe in Berlin-Mitte sind das größte geschlossene Hofareal Deutschlands und zeigen, wie ein Ort Kaiserreich, Nationalsozialismus, DDR-Alltag und Wiedervereinigung in einem Ensemble überstanden hat.

Wo Deutsche Geschichte lebendig wird

Wer die Hackeschen Höfe betritt, spaziert durch mehrere Kapitel Deutscher Geschichte auf einmal. Schon um 1906 waren die Höfe ein wichtiger Bestandteil des jüdischen Lebens in der Spandauer Vorstadt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Spandauer Viertel zum Zentrum jüdischer Zuwanderung, und rund um den Hackeschen Markt ließen sich verschiedene jüdische Institutionen und Vereine nieder. Das macht den Ort zu einem besonders berührenden Ausgangspunkt, um das Thema Deutsch-Deutsche Geschichte zu erkunden.

Während der deutschen Teilung erlebte das Ensemble dann einen unbedeutenden Wandel. Nach dem Zweiten Weltkrieg gingen die Hackeschen Höfe in DDR-Volkseigentum über: Eine Trabant-Werkstatt zog ein, das DDR-Fernsehballett probte in den ehemaligen Festsälen, und das Areal verfiel zunehmend. Wer sich heute die historischen Fotografien in den Höfen anschaut, wurde besonders eindrücklich gefunden, versteht sofort, wie tiefgreifend der Verfall gewesen sein muss.

Nach der Wende folgte die Wiedergeburt. Vor allem Kultur- und Kunstschaffende entdeckten den Ort für sich und nutzten die Möglichkeiten für ihre Projekte, bevor Mitte der 1990er-Jahre das gesamte Areal umfassend saniert wurde. Heute spiegeln die Hackeschen Höfe damit wie kaum ein anderer Ort in Berlin, was Wiedervereinigung konkret bedeutet. Das Areal ist sowohl für Geschichtsinteressierte als auch für Familien geeignet, die Deutsche Geschichte greifbar erleben möchten.

Lage, Fakten und was noch in der Nähe ist

Der Jugendstil-Architekturkomplex stammt aus dem Jahr 1906 und steht damit seit über einem Jahrhundert im Herzen der Stadt. Die Hackeschen Höfe befinden sich im historischen Scheunenviertel in der Spandauer Vorstadt des Bezirks Berlin-Mitte und bilden das größte geschlossene Hofareal Deutschlands, das seit 1972 unter Denkmalschutz steht. Die Adresse lautet Rosenthaler Straße 40, Ecke Sophienstraße 6, und die Höfe sind täglich von 9 bis 22 Uhr zugänglich. Ganz in der Nähe befinden sich außerdem der Jüdische Friedhof in der Großen Hamburger Straße sowie die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße, die die Geschichte des Viertels weiter vertiefen.

Top10 Redaktion

Top10 Redaktion

Erfahrungsbericht vom 15.05.2026

Ticketpreise

Frei zugänglich (8 Höfe mit Cafés, Läden, Galerien)

Empfohlende Dauer des Besuches

30-90 min Schlendern

Parkplätze in der Umgebung

Keine eigenen, Parkhäuser Mitte kostenpflichtig

ÖPNV

S Hackescher Markt direkt, U8 Weinmeisterstr.

Öffnungszeiten

  • Montag: 09:00–22:00 Uhr
  • Dienstag: 09:00–22:00 Uhr
  • Mittwoch: 09:00–22:00 Uhr
  • Donnerstag: 09:00–22:00 Uhr
  • Freitag: 09:00–22:00 Uhr
  • Samstag: 09:00–22:00 Uhr
  • Sonntag: 09:00–22:00 Uhr

Anfahrt