Berliner Mauer & East Side Gallery Rundgang

An der Mühlenstraße in Friedrichshain wird Geschichte greifbar: Die East Side Gallery ist das längste noch erhaltene Stück der Berliner Mauer und zugleich die größte Open-Air-Galerie der Welt. Der Berliner Mauer & East Side Gallery Rundgang verbindet DDR-Geschichte, Mauerkunst und die bewegende Geschichte der deutschen Teilung auf 1,3 Kilometern direkt an der Spree.
DDR hautnah: Was dich beim Berliner Mauer Rundgang erwartet
Wer die DDR wirklich begreifen möchte, kommt an diesem Ort nicht vorbei. Der geführte Rundgang behandelt die Geschichte des DDR-Grenzregimes, die Freude über den Mauerfall und die künstlerische Aneignung der ehemaligen Sperranlage im Jahr 1990. Dabei läuft man nicht einfach nur an Betonwänden vorbei, sondern liest die Geschichte direkt aus den Bildern heraus. Nach dem Mauerfall haben 118 Künstler*innen aus aller Welt den ehemaligen Grenzwall mit farbenfrohen Werken in ein Mahnmal für Freiheit und Versöhnung verwandelt. Die Werke erzählen vom Alltag im geteilten Deutschland, reflektieren die Zeit des Umbruchs und formulieren Hoffnungen für ein freies, geeintes Europa.
Besonders beeindruckend sind dabei die bekanntesten Motive der East Side Gallery: Dmitri Vrubels „Der Bruderkuss“ zeigt die Umarmung zwischen Breschnew und Honecker und entwickelte sich zu einem der bekanntesten Motive der gesamten Gallery. Birgit Kinders Trabant-Gemälde stellt ein Auto dar, das scheinbar durch die Mauer bricht, und gehört zu den beliebten Postkarten-Motiven. Was wir beim Rundgang besonders interessant fanden: Beide Bilder erzählen auf völlig unterschiedliche Weise davon, was der DDR-Krieg war und wie sie endete.
Lage, Geschichte und Wissenswertes zur East Side Gallery
Die East Side Gallery in Berlin-Friedrichshain ist eine dauerhafte Open-Air-Galerie auf dem längsten erhaltenen Abschnitt der Berliner Mauer in der Mühlenstraße, zwischen dem Berliner Ostbahnhof und der Oberbaumbrücke an der Spree. Kurz nach dem Fall der Mauer begannen am 9. November 1989 118 Künstler*innen aus 21 Ländern mit der Bemalung, und am 28. September 1990 wurde die East Side Gallery offiziell als Open-Air-Galerie eröffnet. Im November 1991 wurde sie außerdem in die Denkmalliste des Landes Berlin eingetragen.
Seit Januar 2025 ist das renovierte Pförtnerhaus im ehemaligen Grenzstreifen als Besucherinformationszentrum und Treffpunkt für Führungen geöffnet. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die Oberbaumbrücke als markantes Wahrzeichen sowie die Uber Arena, eine Veranstaltungshalle für Sport und Konzerte. Die S- und U-Bahnhöfe Warschauer Straße und Ostbahnhof sind ideale Ausgangspunkte und gut mit U-Bahn, S-Bahn und Straßenbahn erreichbar.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 15.05.2026
Ticketpreise
East Side Gallery frei / geführte Tour 15-25 €
Empfohlende Dauer des Besuches
1-2 h
Parkplätze in der Umgebung
Ostbahnhof, teils Anwohnerzone/kostenpflichtig
ÖPNV
S Ostbahnhof, U/S Warschauer Str.
Öffnungszeiten
- Montag: 24 Stunden geöffnet
- Dienstag: 24 Stunden geöffnet
- Mittwoch: 24 Stunden geöffnet
- Donnerstag: 24 Stunden geöffnet
- Freitag: 24 Stunden geöffnet
- Samstag: 24 Stunden geöffnet
- Sonntag: 24 Stunden geöffnet
Adresse
Mühlenstraße, 10243, Berlin














