Holocaust-Mahnmal (Denkmal für die ermordeten Juden Europas)
Das Holocaust-Mahnmal in Berlin-Mitte steht genau dort, wo der DDR-Todesstreifen verlief: ein Ort, der zwei dunkelste Kapitel deutscher Geschichte physisch verbindet. Wer hier zwischen den 2.711 Betonstelen steht, spürt, wie nah Vergangenheit und Gegenwart beieinanderliegen.
Geschichte erfahren, die unter die Haut geht
Das Holocaust-Mahnmal, offiziell „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“, ist mehr als ein Erinnerungsort. Es liegt auf einer 19.000 Quadratmeter großen Fläche, auf der sich zwischen 1961 und 1989 der sogenannte unbebaubare Todesstreifen der Grenzsicherungsanlagen der DDR bemerkbar macht. Damit ist das Mahnmal auch für alle, die DDR-Geschichte hautnah erleben wollen, ein außergewöhnlicher Ort. Denn wer hier steht, steht verwirklicht auf dem Boden des geteilten Deutschlands.
Das Stelenfeld ist frei zugänglich und zu jeder Tages- und Nachtzeit zugänglich. Durch den unebenen, sanft abfallenden Boden und die unregelmäßig hohen Stelen entsteht bei Besuchern*innen schnell ein Gefühl der Unsicherheit, Instabilität und Verlorenheit. Das ist bewusst so gewollt und, was wir besonders bemerkenswert fanden, erstaunlich beeindruckend.
Der Besuch spricht Erwachsene, Jugendliche und Schulklassen gleichermaßen an. Insbesondere thematisiert werden die nationalsozialistische Terrorpolitik, persönliche Erlebnisse in Form von Briefen und Tagebucheinträgen, Familienschicksale und die Stätten der Verfolgung und Vernichtung in Europa. Wer DDR-Geschichte und NS-Geschichte zusammen begreifen möchte, findet hier einen der stärksten Orte Berlins dafür.
Lage und Orientierung
Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas liegt im Westen des Bezirks Mitte, südlich des Brandenburger Tores, auf einer Fläche von 19.000 Quadratmetern zwischen der Behrenstraße im Norden, der Cora-Berliner-Straße im Osten, der Hannah-Arendt-Straße im Süden und der Ebertstraße im Westen. Seit 20 Jahren erinnert Deutschland mit dem Denkmal an die bis zu sechs Millionen Opfer des Holocaust. Es wurde im Mai 2005 eröffnet. Seine Lage ist hochsymbolisch: in der Nähe der ehemaligen Reichskanzlei, des Führerbunkers und des Todesstreifens an der früheren Mauer zwischen Ost- und West-Berlin. Wer danach noch mehr Geschichte verarbeiten möchte, findet die Topographie des Terrors sowie den Checkpoint Charlie in unmittelbarer Reichweite.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 15.05.2026
Ticketpreise
Eintritt frei (Stelenfeld 24/7) / Führung 3 € p.P. mit Anmeldung
Empfohlende Dauer des Besuches
30-90 min (Hinweis: Ort der Information bis 30.04.2026 wg. Sanierung zu)
Parkplätze in der Umgebung
Keine eigenen, Parkhäuser Potsdamer Platz
ÖPNV
S+U Brandenburger Tor (550 m), Bus Behrenstr./Ebertstr.
Öffnungszeiten
- Montag: 24 Stunden geöffnet
- Dienstag: 24 Stunden geöffnet
- Mittwoch: 24 Stunden geöffnet
- Donnerstag: 24 Stunden geöffnet
- Freitag: 24 Stunden geöffnet
- Samstag: 24 Stunden geöffnet
- Sonntag: 24 Stunden geöffnet














