Teufelsberg Berlin

Auf 26 Millionen Kubikmetern Kriegsschutt steht die ehemalige NSA-Abhörstation, in der bis 1992 rund 1.500 Menschen arbeiteten. Die Führung Mythos Teufelsberg dauert anderthalb Stunden und endet auf der Aussichtsplattform zwischen den drei weißen Radomen. Eine besondere Stadtführung in Berlin, die den Grundriss der Stadt von oben zeigt.
Teufelsberg Berlin: die Abhörstation über dem Grunewald
Der Teufelsberg liegt im Grunewald an der Teufelsseechaussee und ist kein natürlicher Hügel. Ab 1950 fuhren Tag für Tag rund 800 Lastzüge mit 7.000 Tonnen Schutt hinauf, und in 22 Jahren türmten sich 26 Millionen Kubikmeter Trümmer zu einer Anhöhe. Darunter steckt bis heute der Rohbau der Wehrtechnischen Fakultät, für die Adolf Hitler im November 1937 den Grundstein legte und in der nie eine einzige Lehrveranstaltung stattfand. Ab 1952 pflanzte die Stadt 480.000 Bäume und 40.000 Sträucher auf die Schuttmassen, sodass der Berg heute bewaldet ist. Wer zum Teufelsberg Berlin will, geht das letzte Stück zu Fuß. Von den S-Bahnstationen Heerstraße und Grunewald sind es jeweils rund zwei Kilometer, und auf dem Areal selbst gibt es keine Parkplätze. Zwei kostenlose Parkplätze liegen unterhalb der Zufahrt, von dort sind es etwa zehn Minuten bergauf. Oben angekommen steht man auf der höchsten künstlichen Erhebung der Stadt und merkt erst, wie flach Berlin ringsum tatsächlich ist.
Führung durch die ehemalige NSA-Abhörstation mit Rundblick über Berlin
Von 1971 bis 1992 war die Station einer der wichtigsten Horchposten der US-amerikanischen NSA außerhalb der Vereinigten Staaten, rund 1.500 Menschen arbeiteten hier. Geblieben sind die drei weißen Radome auf dem Turmgebäude, die man aus dem halben Westen der Stadt sieht. Die anderthalbstündige Führung “Mythos Teufelsberg” erzählt diese Geschichte direkt an den Originalschauplätzen und endet in der Regel auf der Aussichtsplattform, von der aus der Blick über Grunewald und Innenstadt reicht. Nach dem Abzug der Alliierten kaufte 1996 eine Investorengruppe das Grundstück für 5,2 Millionen Mark und plante Luxusapartments, die Baugenehmigung erlosch jedoch 2004. Seit Oktober 2018 steht das Gelände unter Denkmalschutz. Heute wird die Ruine als Galerie für Street Art bespielt, und die Ausstellung “Declassified” über die Geheimnisse des Bergs ist im Eintritt enthalten. Die Führung lässt sich nur zusammen mit einer Eintrittskarte buchen. Der Eintritt kostet 12 Euro für Erwachsene, die deutschsprachige Führung schlägt mit weiteren 12 Euro zu Buche.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 20.10.2026
Treffpunkt
Teufelsseechaussee 10 im Grunewald, das letzte Stück geht zu Fuß bergauf.
ÖPNV
S-Bahnhof Heerstraße oder S-Bahnhof Grunewald, von dort jeweils rund zwei Kilometer zu Fuß.
Preisniveau
Eintritt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre 5 Euro. Familienticket 27 Euro.
Führung
Mythos Teufelsberg ab 12 Euro zusätzlich zum Eintritt, auf Deutsch und Englisch, Dauer 1,5 Stunden.
Parkmöglichkeiten
Auf dem Areal und der Zufahrt gibt es keine. Zwei kostenlose Parkplätze liegen unterhalb, von dort sind es zehn Minuten bergauf.
Zahlung
Tickets online oder an der Tageskasse, vor Ort werden Bargeld und Karte akzeptiert.
Inklusive
Die Ausstellung Declassified und die 360-Grad-Plattform sind im Eintritt enthalten.
Öffnungszeiten
- Montag: 11:00–19:00 Uhr
- Dienstag: 11:00–19:00 Uhr
- Mittwoch: 11:00–19:00 Uhr
- Donnerstag: 11:00–19:00 Uhr
- Freitag: 11:00–19:00 Uhr
- Samstag: 11:00–19:00 Uhr
- Sonntag: 11:00–19:00 Uhr
Adresse
Teufelsseechaussee 10, 14193 Berlin















