
Curry und Chili an der Osloer Straße führt zwölf Schärfestufen, aufsteigend nach Scoville geordnet. Die Stufen eins bis sieben kommen ohne Chiliextrakt aus und kosten keinen Aufpreis, die Gold Edition auf Stufe zehn liegt über sieben Millionen Scoville. Frank Spieß gründete den Stand 2005 und 2009 die erste Deutsche Schärfemeisterschaft.
Zwölf Schärfestufen nach Scoville
Wer bei Curry und Chili bestellt, trifft zuerst eine Entscheidung über den eigenen Schmerz. Der Stand an der Osloer Straße führt zwölf Schärfestufen, geordnet nach der Scoville-Skala, und zieht dabei eine klare Grenze: Alle Saucen bis Stufe sieben kommen ohne Chiliextrakt aus und kosten keinen Aufpreis. Ab Stufe acht wird extrahiert, und dafür werden fünfzig Cent fällig. Ganz oben steht die Gold Edition auf Stufe zehn, deren Extrakt über sieben Millionen Scoville erreicht, eine Zahl, die man sich besser zweimal ansieht, bevor man bestellt. Dazu gibt es vier kostenfreie Toppings, nämlich Zimt, Knoblauch, Zitrone und geschroteten Pfeffer, womit sich die Zahl der möglichen Kombinationen noch einmal vervielfacht. Die Stufen werden dabei von unten nach oben nicht einfach schärfer, sie sind auch anders gewürzt, sodass sich der Geschmack von Stufe zu Stufe verschiebt. Der Stand hat damit etwas von einem Labor, in dem Gäste ihre eigene Grenze ausloten, ohne dass ihnen jemand hineinredet. Gleichzeitig bleibt die milde Variante eine ganz normale, gut gemachte Currywurst, für die niemand Mut braucht.
Vom Ein-Euro-Imbiss zur Schärfemeisterschaft
Angefangen hat Curry und Chili 2005 ganz anders: Frank Spieß eröffnete einen Ein-Euro-Imbiss und stellte das Konzept erst später auf Schärfe um. Vier Jahre danach rief er die erste Deutsche Schärfemeisterschaft ins Leben, und seither ist die Adresse an der Osloer Straße die erste Anlaufstelle für alle, die wissen wollen, wie weit sie gehen können. Abseits des Spektakels arbeitet der Betrieb unauffällig sorgfältig: Der Ketchup wird frisch gemacht, ohne Konservierungsstoffe und ohne künstliche Zusätze. Eine vegane Currywurst und eine vegane Mayonnaise stehen ebenfalls auf der Karte, sodass sich die Schärfe auch ohne Fleisch erleben lässt. Gezahlt wird bar oder mit Girocard. Die Haltestelle Osloer Straße Ecke Prinzenallee liegt rund fünfunddreißig Meter entfernt, dort halten die Trams M13 und 50 sowie der Bus M27, und der U-Bahnhof Osloer Straße ist ebenfalls in Gehweite. Im Impressum steht Frank Spieß als Inhaber, einen Firmennamen führt der Betrieb nicht. Wer aus dem Wedding oder aus Pankow kommt, hat es nicht weit.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 07.10.2024
Gegründet
Sommer 2005 von Frank Spieß, zunächst als Ein-Euro-Imbiss
Besonderheit
Zwölf Schärfestufen, aufsteigend nach der Scoville-Skala
Spitze
Gold Edition auf Stufe zehn mit Chiliextrakt über sieben Millionen Scoville
Aufpreis
Stufen eins bis sieben kostenfrei, Stufen acht bis zehn für 50 Cent
Ohne Extrakt
Alle Saucen bis Stufe sieben kommen ohne Chiliextrakt aus
Toppings
Vier kostenfreie Sorten: Zimt, Knoblauch, Zitrone und geschroteter Pfeffer
Ketchup
Frisch gemacht, ohne Konservierungsstoffe und künstliche Zusätze
Vegan
Vegane Currywurst und vegane Mayonnaise
Wettbewerb
Frank Spieß gründete 2009 die erste Deutsche Schärfemeisterschaft
Inhaber
Frank Spieß, kein Firmenname im Impressum
Zahlung
Bar und Girocard
ÖPNV
Haltestelle Osloer Str. Ecke Prinzenallee rund 35 Meter, Tram M13 und 50, Bus M27
Öffnungszeiten
- Mo bis Fr: 11:00 – 21:00 Uhr








