Bendlerblock – Filmkulissen | Top10berlin
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Bendlerblock

Tiergarten

© Foto: dpa picture-alliance

Im Ehrenhof in der Stauffenbergstraße planten Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seine Mitverschwörer das Attentat auf Hitler, und hier wurden sie nach dem Scheitern noch in derselben Nacht erschossen. Eintritt, öffentliche Führungen und Audioguide der Gedenkstätte Deutscher Widerstand sind kostenlos, gedreht wurde hier für Operation Walküre.

Ehrenhof in der Stauffenbergstraße

Der Bendlerblock liegt in der Stauffenbergstraße 13 bis 14 am Rand des Tiergartens, zwischen Landwehrkanal und Kulturforum. Der Bus M29 hält direkt an der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, M48 und M85 am Kulturforum, der 200 an der Tiergartenstraße und der 300 an der Philharmonie Süd, jeweils rund fünf Minuten entfernt. Vom Potsdamer Platz sind es etwa zehn Minuten zu Fuß, von der Kurfürstenstraße ebenso. Der Zugang führt über den Ehrenhof. Hier planten Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seine Mitverschwörer das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944, und hier wurden sie nach dem gescheiterten Umsturzversuch noch in derselben Nacht erschossen. Der Eintritt in die Gedenkstätte ist frei, ebenso die öffentlichen Führungen, für die niemand sich anmelden muss, und der Audioguide, den es in mehreren Sprachen und als Videoführung in Gebärdensprache gibt. Der Gebäudekomplex stammt aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, diente ab 1914 der Marine und später dem Oberkommando des Heeres. Heute sitzt hier auch der Zweitsitz des Verteidigungsministeriums, weshalb Teile des Areals gesperrt bleiben.

Operation Walküre und die Frage nach dem richtigen Ort

Für den Film Operation Walküre, Das Stauffenberg-Attentat, wurde 2007 am Originalschauplatz gedreht, zusätzlich in der Wilhelmstraße vor dem Finanzministerium. Dass eine Hollywood-Produktion mit Tom Cruise an einem deutschen Gedenkort arbeiten durfte, war damals umstritten und hat die Debatte darüber geprägt, wo Geschichte als Filmkulisse dienen darf und wo nicht. Genau deshalb ist dieser Eintrag anders als die übrigen auf der Liste: Der Hof lässt sich nicht beliebig umdeuten, er bleibt immer der Ort, an dem die Erschießungen stattfanden. Die Dauerausstellung erzählt den Widerstand gegen den Nationalsozialismus in seiner ganzen Breite, von Arbeitermilieus über Kirchen und Militär bis zu einzelnen Entschlossenen. Wer die Filmkulisse sucht, findet hier vor allem einen Ort, der sich dem Hintergrund verweigert. Gruppen ab zwölf Personen buchen vorab, auch das kostet nichts. Im Hof erinnern eine Gedenktafel und eine Bronzefigur an die Erschossenen, und jedes Jahr findet hier eine Gedenkveranstaltung statt, bei der Rekrutinnen und Rekruten vereidigt werden. Wer den Film gesehen hat, erkennt den Hof sofort wieder.

Top10 Redaktion

Top10 Redaktion

Erfahrungsbericht vom 07.10.2024

Eintritt

Frei. Auch die öffentlichen Führungen und der Audioguide kosten nichts.

Führungen

Öffentliche Führungen ohne Anmeldung, Dauer rund fünfundsiebzig Minuten, auf Deutsch und teilweise auf Englisch. Gruppen ab zwölf Personen buchen vorab, ebenfalls kostenlos.

Audioguide

Kostenlos an der Rezeption der Ausstellung, in mehreren Sprachen, dazu ein Videoguide in Gebärdensprache.

ÖPNV

Bus M29 bis Gedenkstätte Deutscher Widerstand, M48 und M85 bis Kulturforum, 200 bis Tiergartenstraße, 300 bis Philharmonie Süd. U1 Kurfürstenstraße und Potsdamer Platz jeweils rund zehn Minuten zu Fuß.

Adresse

Stauffenbergstraße 13 bis 14, 10785 Berlin. Der Zugang führt über den Ehrenhof.

Kontakt

Telefon 030 26 99 50 00.

Filmbezug

Operation Walküre, Das Stauffenberg-Attentat, wurde 2007 am Originalschauplatz gedreht, zusätzlich in der Wilhelmstraße.

Öffnungszeiten

  • Mo, Di, Mi, Fr: 09:00 - 18:00 Uhr
  • Do: 09:00 - 20:00 Uhr
  • Sa, So + Feiertage: 10:00 - 18:00 Uhr

Adresse

Stauffenbergstraße 13, 10785 Berlin, Deutschland

+49 30 269 950 00

http://www.gdw-berlin.de/

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