
Das Supamolly liegt versteckt in einem Hinterhof in der Jessnerstraße und ist aus der Friedrichshainer Besetzer- und Subkulturszene hervorgegangen. Bands bekommen ihren Termin nicht per Mail, sondern beim wöchentlichen Plenum in der Kneipe. Unter den Indie Clubs in Berlin ist das Supamolly der mit dem kleinsten Konzertkeller und dem billigsten Bier.
Supamolly in Friedrichshain: Indie Club im Hinterhof
Das Supamolly liegt in der Jessnerstraße zwischen Frankfurter Allee und Boxhagener Straße, und zwar nicht an der Straße, sondern in einem Hinterhof. Wer zum ersten Mal hinkommt, läuft gut und gern einmal daran vorbei. Getragen wird der Laden vom Verein Jessica Proll, und er gehört zu den Orten, die aus der Berliner Hausbesetzer- und Subkulturszene der neunziger Jahre hervorgegangen sind.
Wie selbstverwaltet der Betrieb tatsächlich ist, zeigt sich am Booking: Bands melden sich nicht über ein Formular, sondern kommen zum wöchentlichen Plenum in die Kneipe und fragen dort persönlich nach einem Termin. Oben liegt die Bar mit abgewetzten Sofas, Kerzenlicht und Wänden voller Graffiti, die Stimmung erinnert eher an eine WG-Feier als an einen Club. Die Konzerte selbst finden im Keller statt. Im Laden gilt ein ausgehängtes Fotoverbot.
Punk, Postpunk und Soliabende im Supamolly
Das Programm bleibt konsequent im unabhängigen Bereich. Punk und Punkrock bilden den Kern, dazu kommen Folk Punk, Anarcho-Postpunk, Synth Wave, Emo und Alternative sowie gelegentlich Drum and Bass oder experimentelle Abende. Auf der Bühne standen zuletzt Khateym aus Brüssel und Lille, das Folk-Punk-Projekt Circus Rhapsody, die Emo-Band FONA und die Synth-Wave-Formation Ostbahnhof.
Ein fester Bestandteil des Kalenders sind die Soliabende, bei denen der Beitrag an das jeweilige Projekt geht. Eintrittspreise schreibt das Haus grundsätzlich nicht aus, dafür ist die Bar eine der günstigsten der Stadt: Ein Sternburg kostet hier etwa 1,50 Euro. An einzelnen Tagen gibt es außerdem Kaffee und Kuchen sowie Pizza, alles auch in veganer Variante. Zur Barrierefreiheit und zur Kartenzahlung macht das Supamolly keine Angaben, Bargeld einzustecken ist deshalb die sichere Wahl.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 19.10.2026
Preisniveau
Eintrittspreise werden nicht öffentlich ausgeschrieben. An der Bar kostet ein Sternburg etwa 1,50 Euro.
Besonderheit
Im Laden gilt ein ausgehängtes Fotoverbot.
Booking
Bands bekommen ihren Termin über das wöchentliche Plenum in der Kneipe und nicht über ein Formular.
ÖPNV
S+U Frankfurter Allee mit der U5 sowie S8, S85, S41 und S42. Die Tramlinien M13 und 21 halten an der Holteistraße.
Parkmöglichkeiten
Das Parkhaus im Ring-Center an der Frankfurter Allee schließt um Mitternacht und eignet sich deshalb kaum für Konzertabende. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Anreise verlässlicher.
Kartenzahlung
Zur Kartenzahlung gibt es keine Angabe, Bargeld einzustecken ist die sichere Wahl.
Öffnungszeiten
- Montag: Geschlossen
- Dienstag: 20:00–05:00 Uhr
- Mittwoch: 20:00–05:00 Uhr
- Donnerstag: 20:00–05:00 Uhr
- Freitag: 20:00–05:00 Uhr
- Samstag: 20:00–05:00 Uhr
- Sonntag: 15:30–05:00 Uhr








