Top 10 Indie Clubs in Berlin | Top10 Berlin
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Indie Clubs

Zuletzt aktualisiert am 20.10.2026

Indie Clubs in Berlin: Gitarren statt Technobeats

Berlin kann mehr als Techno. Wer Gitarrenmusik, Newcomerbands und lange Alternative-Nächte sucht, findet eine Szene, die sich über die ganze Stadt verteilt. Das Lido in Kreuzberg spielt seine Konzerte in einem umgebauten Kino aus den fünfziger Jahren, unter historischen Kronleuchtern. Der Schokoladen in Mitte bringt es auf rund 230 Konzerte im Jahr und hat seine moderaten Eintrittspreise sogar vertraglich abgesichert. Das Supamolly in Friedrichshain versteckt seinen Konzertkeller in einem Hinterhof und vergibt die Termine beim wöchentlichen Plenum in der Kneipe. Dazwischen liegen große Bühnen und winzige Räume, Partyreihen mit über dreißig Jahren Geschichte und Abende, an denen noch niemand die Band kennt. Welche Bühne würdet ihr als Nächstes ansteuern?

Yulia Veksler

Yulia Veksler

Ich stehe am liebsten in der zweiten Reihe, nah genug, um die Saiten zu hören. Im Lido habe ich Bands entdeckt, bevor sie groß wurden, im Supamolly zwischen Graffiti und durchgesessenen Sofas gestanden. Für diese Liste war ich auf Berlins Indie-Bühnen unterwegs. Diese zehn Clubs haben mich am lautesten überzeugt.

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Platz 1
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5.0

Das Lido im Kreuzberger Wrangelkiez war einmal ein Kino und läuft seit Mai 2006 als Konzertclub mit Platz für 600 Leute. Über dem Holzparkett hängen noch die historischen Kronleuchter, weshalb Konfetti im Saal verboten ist. Als Indie Club in Berlin ist das Lido die Adresse für Bands kurz vor dem Sprung in die großen Hallen und für Partyreihen wie Emo Diaries.

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Platz 2
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4.8

Das Astra Kulturhaus auf dem RAW-Gelände war zu DDR-Zeiten das Kulturhaus der Reichsbahn und spielt mit diesem Erbe bis heute. Der Saal misst 500 Quadratmeter, hat Parkettboden und mehrere Bars, draußen liegt ein Biergarten mit eigener Außenbar. Unter den Indie Clubs in Berlin ist das Astra der mit der größten Bühne und dem breitesten Programm.

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Platz 3
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4.5

Der Privatclub sitzt im Keller eines alten Postamts an der Skalitzer Straße, erkennbar nur an einem leuchtenden P über der Backsteintür. Seit Mai 1996 läuft hier der Karrera Klub, die älteste Indie-Disko der Stadt, mit Eintritt ab 4 Euro. Unter den Indie Clubs in Berlin ist das die Adresse für Bands, die man noch aus zwei Metern Entfernung sieht.

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Live-Band spielt im Frannz Club vor begeistertem Publikum auf blauer Bühne, mit Zuschauern auf Balkon.
Platz 4
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4.2

Der Frannz Club sitzt im alten Ausschank der Schultheiss-Brauerei in der Kulturbrauerei, wo ab 1970 schon der legendäre Jugendklub Franz die Ostberliner Musikszene versorgte. Heute laufen hier Konzerte und Partys auf drei Floors, dazu kommt ein Biergarten im Innenhof. Unter den Indie Clubs in Berlin ist der Frannz der mit der längsten Vorgeschichte.

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Leere Konzerthalle: Bühnenbeleuchtung schneidet durch Rauch, enthüllt Notenständer, Stühle und Mikrofone.
Platz 5
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4.1

Das Supamolly liegt versteckt in einem Hinterhof in der Jessnerstraße und ist aus der Friedrichshainer Besetzer- und Subkulturszene hervorgegangen. Bands bekommen ihren Termin nicht per Mail, sondern beim wöchentlichen Plenum in der Kneipe. Unter den Indie Clubs in Berlin ist das Supamolly der mit dem kleinsten Konzertkeller und dem billigsten Bier.

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Platz 6
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4.0

Das Bi Nuu liegt direkt im denkmalgeschützten U-Bahnhof Schlesisches Tor von 1902 und ist nach dem dritten Album der Band Ideal benannt. Der Konzertraum fasst 500 Leute und ist so gedämmt, dass von den Bahnen über dem Kopf nichts zu hören ist. Unter den Indie Clubs in Berlin ist das Bi Nuu der mit dem größten Sprung zwischen zwei Abenden.

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Foto: dpa
Platz 7
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4.0

Der Schokoladen in der Ackerstraße sitzt in einer Fabrik von 1881, in der ab 1911 tatsächlich Schokolade produziert wurde. Seit der Besetzung 1990 läuft hier ein Kulturprojekt, dessen Erbbaurechtsvertrag moderate Eintrittspreise sogar vorschreibt. Rund 230 Konzerte im Jahr machen ihn zu einem der Indie Clubs in Berlin, in denen man Bands vor dem Durchbruch sieht.

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Platz 8
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3.9

Der Dunckerclub sitzt in einem denkmalgeschützten Klinkerbau von 1913, der einmal Pferdestall und Turnhalle war und zwischen 1983 und 1989 als DDR-Jugendklub Punkkonzerte beherbergte. Seit 1993 läuft hier mit Dark Mønday der bekannteste Gothic-Abend der Stadt. Unter den Indie Clubs in Berlin ist er der mit dem längsten Gedächtnis und einem Biergarten dazu.

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Gemütliche, alternative Bar Wild At Heart mit Wandpostern, Holztheke und roten Hockern.
Platz 10
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3.8

Das Wild At Heart liegt seit 1995 gegenüber dem Görlitzer Park, in den Räumen eines früheren Programmkinos. Drinnen gibt es keine Fenster, dafür rotbraune Tapete unter Tausenden Aufklebern, roten Samt und ein Aufnahmestudio im Keller. Unter den Indie Clubs in Berlin ist das Wild At Heart die Adresse für Punk, Rockabilly und freie Newcomer-Konzerte.

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