
Das About Blank am Ostkreuz gehört einer Genossenschaft, in der zehn Menschen im Konsens entscheiden, alle gleich verdienen und die Gagen nach oben gedeckelt sind. Zwei Floors, eine Gartenbühne und drei Bars gehören dazu, fotografiert wird nicht. Unter den Techno-Clubs in Berlin ist das der politischste, und er liegt auf der A100-Trasse.
About Blank: ein Techno-Club, der als Genossenschaft arbeitet
Am Markgrafendamm, direkt an den Gleisen am Ostkreuz, wird das About Blank von einem zehnköpfigen Kollektiv geführt, das seine Entscheidungen im Konsens trifft; die Crew umfasst über hundert Menschen, die Rechtsform ist eine Genossenschaft. Der Club beschreibt sich selbst als linkes, queerfeministisches, antirassistisches und antifaschistisches Haus mit Einheitslohn und solidarischer Ökonomie: Alle verdienen gleich, Gewinne werden nicht ausgeschüttet, für DJ-Sets gilt eine Mindestgage von 300 Euro, und die Honorare der großen Namen sind nach oben gedeckelt. Ein Spendenmodell trägt das wirtschaftliche Risiko mit. Seit 2010 ist daraus eine der wenigen Adressen der Stadt geworden, an denen Clubbetrieb und politische Arbeit dasselbe Projekt sind.
Zwei Floors, ein Garten und ein eigenes Festival
Innen gibt es zwei Floors, draußen eine Gartenbühne, dazu drei Bars. Der Garten prägt das Grundstück: Essigbäume, ein regenfestes Zelt, Tischtennis, Kicker, alte Badewannen und der Rote Wagen. Musikalisch reicht das von Techno und House über experimentelle Clubmusik bis zu Punkkonzerten und Diskursveranstaltungen, und einen großen Teil des Programms gestalten externe Veranstalterinnen und Veranstalter; langlaufende Reihen wie Staub gehören dazu. Einmal im Jahr richtet der Club sein eigenes Festival des Antifaschismus aus. Fotografieren ist streng verboten, Handykameras werden abgeklebt, die Garderobe ist mit Menschen besetzt statt mit Schließfächern, und Werbung über Social Media macht das Haus grundsätzlich nicht. Das Gelände liegt auf einer Vorhaltefläche für den Weiterbau der A100, und diese Bedrohung ist real und nicht neu.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 25.09.2026
Preisniveau
Das Nachtticket kostet meist 15 Euro vor Mitternacht und 20 Euro danach. Bei Solipartys zahlt man nach Selbsteinschätzung zwischen 10 und 20 Euro, der Sektgarten ist kostenlos.
Tickets
Verkauft wird in der Regel an der Abendkasse, online bietet der Club keine Tickets an.
Fotos
Es gilt ein striktes Fotoverbot, und die Handykameras werden am Einlass abgeklebt.
Garderobe
Die Garderobe ist mit Menschen besetzt, Schließfächer gibt es bewusst nicht.
ÖPNV
Der Ausgang Markgrafendamm am S-Bahnhof Ostkreuz liegt direkt am Gelände und hat Aufzüge. Außerdem halten die Busse 194, 347, M43 und N94 in der Nähe.
Barrierefreiheit
Große Teile des Geländes sind berollbar, es gibt ein rollstuhlgerechtes WC und am Einlass assistierten Zugang.
Highlight
Der Club wird als Genossenschaft mit Einheitslohn geführt und richtet einmal im Jahr sein eigenes Festival des Antifaschismus aus.
Öffnungszeiten
- Do bis Sa: ab 24:00 Uhr
Adresse
Markgrafendamm 24, 10245 Berlin, Deutschland







