Nebula Art Space






Im historischen Badehaus der Beelitz-Heilstätten ist aus einem der bekanntesten Lost Places Deutschlands ein Ausstellungshaus für moderne Medienkunst geworden. Zehn Licht- und Klanginstallationen bespielen die restaurierten Räume und machen digitale Kunst räumlich erfahrbar.
Medienkunst im denkmalgeschützten Badehaus der Beelitz-Heilstätten
Der Nebula Art Space liegt südwestlich von Berlin, in direkter Nähe zu Potsdam, mitten im weitläufigen Areal der Beelitz-Heilstätten. Zwischen 1898 und 1930 entstand hier ein Sanatoriumskomplex, der zunächst als Lungenheilanstalt und später als militärisches Krankenhaus diente. Nach dem Abzug der sowjetischen Streitkräfte im Jahr 1994 blieb das Gelände weitgehend sich selbst überlassen. Der morbide Charakter der leerstehenden Häuser zog Partys, Kunstaktionen und internationale Filmproduktionen an und machte Beelitz zu einer der bekanntesten Kulissen der Region. Das Badehaus selbst wird seit 2016 umfassend restauriert und hat eine moderne Ausstellungstechnik bekommen. Erhalten geblieben sind die hohen Rundbogenfenster, die gemusterten Fliesenböden, das schmiedeeiserne Treppengeländer, die kunstvollen Deckenbalken in Form von Drachenköpfen und die große Kuppelhalle, in der früher ein Kurbecken lag.
Zehn Licht- und Klanginstallationen zwischen Natur und Technologie
Im Inneren arbeiten die Künstlerinnen und Künstler mit genau dem Material, das in diesem Haus einmal zur Therapie gehörte: mit Licht. Den Großteil der zehn Installationen hat das Potsdamer Studio Xenorama entwickelt. Bei Dioptricon formen Lichtquellen, Linsen und Nebel einen begehbaren Körper aus parallel verlaufenden Strahlen, der sich mit jedem Schritt verändert. Im Kuppelsaal erzählt die ortsspezifische Projektion Firmament abstrakt die Geschichte des Gebäudes, bis die Decke aufzubrechen scheint und den Blick in einen kosmischen Zwischenraum freigibt. Liquid Lens des italienischen Künstlers Alessandro Lupi verwandelt eine Wasseroberfläche in eine flüssige Linse, Radix erweckt eine hölzerne Wurzel durch Projektion und Klang zum Leben und Dreaming Architecture lässt einen kompletten Raum in einer 360-Grad-Projektion mehrere Traumphasen durchlaufen. In der Bar im Herzen der Ausstellung klingt der Rundgang aus. Fotografieren ist ausdrücklich erlaubt, allerdings ohne Blitz und Stativ. Weil der Nebula Art Space seine Installationen nach und nach austauscht, lohnt sich der Weg nach Beelitz auch ein zweites Mal.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 01.11.2026
Preisniveau
Online-Ticket für Erwachsene 23 Euro, ermäßigt 18 Euro. Kinder bis 6 Jahre kommen kostenfrei hinein.
ÖPNV
Mit dem RE7 ab Berlin bis zum Bahnhof Beelitz-Heilstätten, von dort sind es rund fünf Minuten zu Fuß.
Parkmöglichkeiten
Geparkt wird in der benachbarten Tiefgarage, die über die Straße am Bahnhof erreichbar ist.
Barrierefreiheit
Das Ausstellungshaus ist barrierefrei zugänglich. Die Tiefgarage hat keinen Fahrstuhl, für die Anreise im Rollstuhl lassen sich nach Absprache die Stellplätze direkt am Gebäude nutzen.
Dauer
Für den Rundgang durch die zehn Installationen sind rund 90 Minuten angesetzt.
Gastronomie
Im Zentrum der Ausstellung gibt es eine Bar mit einer kleinen Auswahl an Speisen und Getränken. Eigene Speisen und Getränke sind nicht gestattet.
Garderobe
Für Jacken und Taschen stehen Spinde bereit. Größere Gegenstände dürfen nicht mit in den Ausstellungsbereich.
Fotografieren
Fotografieren ist erlaubt, allerdings ohne Blitz und ohne Stativ.
Öffnungszeiten
- Montag: Geschlossen
- Dienstag: Geschlossen
- Mittwoch: Geschlossen
- Donnerstag: Geschlossen
- Freitag: 10:00–20:00 Uhr
- Samstag: 10:00–20:00 Uhr
- Sonntag: 10:00–20:00 Uhr
Adresse
Straße nach Fichtenwalde 1, 14547 Beelitz















