Skatestrecke Eiskeller an der Stadtgrenze Spandau

Die Skatestrecke Eiskeller führt über rund sechs Kilometer gut asphaltierte Wege durch den Spandauer Forst bis an die Stadtgrenze nach Schönwalde. Ein Teil davon verläuft auf dem Berliner Mauerweg, und anders als die meisten Skate Strecken Berlins hat diese Runde Steigungen und Gefälle, die eine sichere Bremstechnik voraussetzen.
Skatestrecke Eiskeller: durch den Spandauer Forst bis an die Stadtgrenze
Der Eiskeller liegt ganz im Nordwesten Spandaus, eingebettet in den rund 1.340 Hektar großen Spandauer Forst. Das Gebiet selbst ist ein 51,6 Hektar großes Landschaftsschutzgebiet und grenzt an das Naturschutzgebiet rund um den Laßzinssee, dazu kommen die Laßzinswiesen, die Feuchtgebiete der Kuhlake, die Teufelsbruchwiesen und das Waldstück Großer Kienhorst. Pferdekoppeln eines Reiterhofs gehören ebenso zum Bild wie Aussichtsplattformen am Wasser, von denen die erste über einen asphaltierten Weg erreichbar ist. Seinen Namen verdankt der Ort dem Klima: Im Winter liegen die Temperaturen hier bis zu zehn Grad unter denen der Innenstadt. Früher wurde Eis aus dem benachbarten Falkenhagener See geschlagen, an dieser Stelle zwischengelagert und vor allem an Brauereien und Krankenhäuser verkauft. Das Gebiet gehört zum EU-Vogelschutzgebiet Spandauer Forst, entsprechend ruhig und artenreich ist es hier. Angefahren wird das Gebiet mit der Buslinie 130 bis zur Haltestelle Radelandstraße.
Sechs Kilometer Asphalt und ein Stück deutsch-deutsche Geschichte
Die Skatestrecke Eiskeller folgt über rund sechs Kilometer gut asphaltierten Wegen durch Wald und Felder, darunter dem Berliner Mauerweg, der hier an seiner Asphaltierung gut zu erkennen ist. Flach ist die Runde allerdings nicht durchgehend: Der südliche Abschnitt rollt eben dahin, im mittleren Teil kommen Steigungen und Gefälle dazu, weshalb eine sichere Bremstechnik zur Grundausstattung gehört. Dafür fällt der Verkehr hier praktisch weg, und die Strecke gehört zu den wenigen Skate Strecken Berlins, die komplett im Grünen verlaufen. Unterwegs erzählen Informationstafeln die Geschichte des Ortes: Der Eiskeller war zu Zeiten der Teilung eine West-Berliner Exklave, nur über eine schmale, rund 800 Meter lange Zufahrt mit Spandau verbunden, auf der drei Bauernfamilien lebten. Weltweit bekannt wurde 1961 der Fall eines zwölfjährigen Bewohners, der auf dem Schulweg militärischen Geleitschutz erhielt. Die steinerne Brücke an der Stadtgrenze Richtung Schönwalde war jahrzehntelang gesperrt und wurde erst am 7. Mai 1994 wieder freigegeben.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 18.06.2024
Streckenlänge
Rund sechs Kilometer durch Wald und Felder, teilweise auf dem Berliner Mauerweg.
Belag
Gut asphaltiert. Der südliche Abschnitt verläuft eben, im mittleren Teil gibt es Steigungen und Gefälle.
ÖPNV
Buslinie 130 bis zur Haltestelle Radelandstraße kurz hinter der Einmündung Stadtrandstraße.
Geeignet für
Geübte mit sicherer Bremstechnik. Für den ersten Skate-Versuch ist die Strecke wegen der Gefällstücke weniger geeignet.
Preisniveau
Die Nutzung ist kostenlos.
Umgebung
51,6 Hektar großes Landschaftsschutzgebiet im Spandauer Forst mit Laßzinssee, Laßzinswiesen und Aussichtsplattformen.
Highlight
Informationstafeln erzählen die Geschichte der früheren West-Berliner Exklave Eiskeller.
Öffnungszeiten
- Täglich: durchgehend
Adresse
Freudstraße 1, 13589 Berlin, Germany


















