Berliner Dom


Der Berliner Dom am Lustgarten wurde 1905 nach Plänen von Julius Carl Raschdorff geweiht und trägt eine 98 Meter hohe Kuppel. Im Inneren steht die Große Sauerorgel mit 7.269 Pfeifen, darunter liegt die Hohenzollerngruft mit 91 Beisetzungen, die 2026 nach sechs Jahren Bauzeit wieder geöffnet hat. 270 Stufen führen hinauf auf den Kuppelumgang.
Der Berliner Dom am Lustgarten: kaiserliche Architektur an der Spree
Der Berliner Dom steht Am Lustgarten, gegenüber dem Alten Museum und in Sichtweite des Humboldt Forums, und markiert mit seinen vier Türmen die Südseite der Museumsinsel. Kaiser Wilhelm II. ließ ihn zwischen 1893 und 1905 nach Plänen von Julius Carl Raschdorff errichten, nachdem der Vorgängerbau abgerissen worden war. Das preußische Abgeordnetenhaus genehmigte dafür zehn statt der erhofften zwanzig Millionen Reichsmark. Geweiht wurde der Bau am 27. Februar 1905. Die Kuppel erreicht heute 98 Meter und damit nicht mehr ihre ursprüngliche Höhe, weil sie nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs in vereinfachter Form wiederaufgebaut wurde. Das Kuppelkreuz musste 2006 wegen Korrosion abgenommen werden, seit 2007 sitzt eine Replik an seiner Stelle. Die Kuppelmosaike wurden bis 2002 nach den Originalvorlagen rekonstruiert, die Altarfenster bis 1999 wiederhergestellt. Die Sandsteinfassade dagegen ist stark beschädigt und wartet weiterhin auf eine umfassende Restaurierung, für die die Domgemeinde auf Spenden und Fördermittel angewiesen ist.
Sauerorgel, Hohenzollerngruft und der Kuppelumgang auf 50 Metern
Innen überrascht der Berliner Dom mit einer Pracht, die für eine protestantische Kirche ungewöhnlich ist: korinthische Säulen, Mosaiken, Glasgemälde, Gold und Marmor prägen die Predigtkirche. Ihr musikalisches Herzstück ist die Große Sauerorgel, 1905 von Hoforgelbaumeister Wilhelm Sauer aus Frankfurt an der Oder eingeweiht. Sie besitzt 7.269 Pfeifen, 113 Register, vier Manuale und Pedal und gilt als größte original erhaltene Orgel der Spätromantik in Deutschland. Unter der Kirche liegt die Hohenzollerngruft mit 91 Beisetzungen vom späten 16. bis ins frühe 20. Jahrhundert, eine der größten dynastischen Grablegen Europas. Nach sechs Jahren Bauzeit ist sie 2026 wieder zugänglich, ergänzt um eine eigene Gruftausstellung und eine neue Gruftkapelle. Nach oben führen 270 Stufen auf den Kuppelumgang in rund 50 Metern Höhe, von dem der Blick über Fernsehturm, Rotes Rathaus und Regierungsviertel geht. Ab Januar 2027 wird die Sauerorgel restauriert: Dabei werden rund 7.500 handgefertigte Lederbälgchen ersetzt und sämtliche Pfeifen gereinigt und gestimmt. Der Eintritt kostet 15,00 Euro, ermäßigt 12,00 Euro, der Audioguide ist enthalten.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 28.10.2026
Preisniveau
Der Eintritt kostet 15,00 Euro, ermäßigt 12,00 Euro. Audioguide und Kuppelumgang sind enthalten.
ÖPNV
U-Bahnhof Museumsinsel (U5), S-Bahnhof Hackescher Markt (S3, S5, S7, S9), Tram M4, M5, M6 bis Spandauer Straße sowie Bus 100 und 300.
Parkmöglichkeiten
Eigene Parkplätze gibt es nicht. Parkhäuser liegen in der Karl-Liebknecht-Straße und an der Staatsoper, Behindertenparkplätze Am Lustgarten.
Barrierefreiheit
Seit 2026 sind Predigtkirche, Tauf- und Traukirche, Hohenzollerngruft, Dommuseum, Domshop und Domcafé barrierefrei erreichbar. Der Kuppelumgang ist aus baulichen Gründen nicht mit dem Rollstuhl zugänglich.
Kuppelumgang
270 Stufen führen auf den Umgang in rund 50 Metern Höhe. Einen Aufzug zur Kuppel gibt es nicht, festes Schuhwerk ist sinnvoll.
Gepäck
Taschen und Gepäckstücke größer als DIN A3 sind nicht erlaubt. Die Zahl der Schließfächer im Untergeschoss ist begrenzt.
Highlight
Die Große Sauerorgel von 1905 mit 7.269 Pfeifen und 113 Registern.
Öffnungszeiten
- Montag: 09:00–18:00 Uhr
- Dienstag: 09:00–18:00 Uhr
- Mittwoch: 09:00–18:00 Uhr
- Donnerstag: 09:00–18:00 Uhr
- Freitag: 09:00–18:00 Uhr
- Samstag: 09:00–17:00 Uhr
- Sonntag: 12:00–17:00 Uhr















