Patenschaften für Baumscheiben - Top 10 Garten Tipps und Urban Gardening | Top10 Berlin
Das perfekte Berlin-Erlebnis:
Jetzt Top10 Experience Box verschenken!
Top10 Berlin

Patenschaften für Baumscheiben

Schöneberg

© Foto: Top10 Berlin

Wer in Berlin keinen Garten hat, aber trotzdem gärtnern will, findet direkt vor der Haustür eine Möglichkeit: die Baumscheibe. Berliner*innen in Bezirken wie Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf oder Treptow-Köpenick verwandeln die kleinen Erdstreifen rund um Straßenbäume in blühende Miniaturgärten - und leisten damit einen handfesten Beitrag zu mehr Grün im Kiez.

Baumscheibe bepflanzen: So funktioniert Urban Gardening auf kleinstem Raum

Immer mehr Menschen nutzen die öffentlichen Flächen rund um Straßenbäume, um blühende Mini-Paradiese zu schaffen. Das Prinzip dahinter ist denkbar simpel: Die Bepflanzung einer Baumscheibe ist eine einfache Methode, um den Bäumen zu helfen, den täglichen Umwelteinflüssen standzuhalten – und trägt bei sinnvoller Bepflanzung effektiv zur Erhöhung der Artenvielfalt in der Stadt bei. Denn die Wurzeln der Pflanzen lockern den Boden auf, lassen mehr Sauerstoff und Wasser in den Boden gelangen, schützen vor Erosion und verringern die Verdunstung. Außerdem gilt: Eine gepflegte und bepflanzte Baumscheibe lädt weniger dazu ein, sie als Abstellfläche, Hundeklo oder Mülleimer zu nutzen, und erfreut Passant*innen.

Als Pflanzideen eignen sich besonders standortgerechte Arten: Zur Unterpflanzung geeignet sind Akelei, Beinwell, Goldnessel, Frauenmantel, Immergrün, Maiglöckchen, Storchschnabel, Veilchen, Waldmeister und alle Frühlingsblumen. Dabei sollte man stets den Stammbereich freilassen: Mindestens 30 cm Abstand zwischen Stamm und Bepflanzung sind nötig, damit die Baumwurzeln nicht beschädigt werden.

Patenschaften für Baumscheiben: So startet man in Berlin

Wer eine Patenschaft für Baumscheiben in Berlin übernehmen möchte, sollte zunächst beim zuständigen Bezirksamt anfragen. Einfach loszulegen ist in den meisten Fällen keine gute Idee, denn für die Bepflanzung des öffentlichen Raumes gibt es Vorgaben, die von Bezirk zu Bezirk unterschiedlich ausfallen können – vor dem ersten Schaufelhub also unbedingt das zuständige Grünflächenamt kontaktieren. Im Bezirk Mitte zum Beispiel braucht man fürs Bepflanzen einer Baumscheibe keine Genehmigung – nur den grünen Daumen, Umsicht und Engagement. In Treptow-Köpenick ist die Patenschaft grundsätzlich kostenlos.

Das Engagement wächst spürbar: Die Zahl der ehrenamtlichen Baumscheiben-Patenschaften hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht – in manchen Bezirken engagieren sich mittlerweile über 100 Paten und Patinnen aktiv für die Pflege und nachhaltige Gestaltung von Baumscheiben und öffentlichen Plätzen. Auch in Charlottenburg-Wilmersdorf entstehen laufend neue Projekte: Nach einer Öffentlichkeitskampagne 2024 sind immer mehr bepflanzte Baumbeete dazugekommen, und 2025 werden dort auch kleine Benjes-Hecken zur Begrenzung erprobt. Wer also in der Stadt gärtnern will, findet in Berlin eine wachsende Gemeinschaft, die zeigt: Gerade in Berlin zeigen solche Flächen, wie leicht sich Biodiversität und Nachbarschaft verbinden lassen.

Top10 Redaktion

Top10 Redaktion

Erfahrungsbericht vom 11.08.2026

Was ist das

Patenschaft für die Erdstreifen (Baumscheiben) rund um Straßenbäume.

Genehmigung

In den meisten Bezirken genehmigungsfrei, Regeln je Bezirk unterschiedlich.

Kosten

Ehrenamtlich und kostenlos.

Geeignete Pflanzen

Standortgerechte Stauden wie Akelei, Beinwell und Golderdbeere.

Mitmachen

Kontakt über das jeweilige Bezirks- oder Grünflächenamt.

Öffnungszeiten

  • Montag: 10:00–17:00 Uhr
  • Dienstag: 10:00–17:00 Uhr
  • Mittwoch: 10:00–13:00 Uhr
  • Donnerstag: 10:00–17:00 Uhr
  • Freitag: 10:00–13:00 Uhr
  • Samstag: Geschlossen
  • Sonntag: Geschlossen

Adresse

Crellestraße 35, 10827 Berlin, Deutschland

+49 30 7879000

https://www.bund-berlin.de/

Anfahrt