n.b.k. Artothek

Die n.b.k. Artothek ist die größte ihrer Art in Deutschland: über 4.000 Werke, mehr als 11.000 Entleihungen im Jahr, und für 9 Euro hängt drei Monate lang echte Kunst an der eigenen Wand. Der Besuch des Hauses an der Chausseestraße kostet ohnehin nichts, die Ausleihe läuft über eine Voranmeldung über das Formular auf der eigenen Seite.
Kunst für die eigene Wand, für neun Euro und drei Monate
Die Idee ist so einfach wie unterschätzt: Statt ein Bild zu kaufen, leiht man es aus, so wie ein Buch. Die Artothek im Neuen Berliner Kunstverein an der Chausseestraße macht das seit 1970 und ist dabei die größte Einrichtung ihrer Art in Deutschland. Der Bestand umfasst über viertausend Werke des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts, und er wird genutzt: Mehr als elftausend Entleihungen kommen pro Jahr zusammen. Die Ausleihe selbst ist kostenlos, fällig wird lediglich eine Versicherungsgebühr von 9 Euro pro Werk für drei Monate, ermäßigt sind es 4,50 Euro. Wer Mitglied im Haus wird, verlängert die Frist auf sechs Monate und bekommt obendrein freien Eintritt in rund dreihundert Kunstvereinen bundesweit. Mitnehmen darf man die Werke ab sechzehn Jahren und mit Wohnsitz in Berlin, nachgewiesen durch Personalausweis oder Pass mit Meldebestätigung. In die Artothek kommt man nur nach Voranmeldung über das Formular auf der eigenen Seite.
Von der Druckgrafik bis zur Skulptur, präsentiert auf einem Kunstwerk
Was zur Auswahl steht, ist erstaunlich breit: Gemälde, Skulpturen und Objekte stehen neben Aquarellen, Collagen, Gouachen, Zeichnungen, Druckgrafiken und Fotografien. Selbst das Möbel, auf dem die Werke präsentiert werden, ist Kunst – die Künstlerin Silke Wagner entwarf dafür eigens ein Stecksystem, das zugleich als Display, Informationsstelle und Archiv dient. Einmal im Jahr tagt eine Ankaufssitzung, die der Kunstverein gemeinsam mit der Artothek der Zentral- und Landesbibliothek abhält; damit ist das Haus zugleich ein Instrument der Berliner Künstlerinnen- und Künstlerförderung. Zwei Dinge sollte man wissen, bevor man ein Werk mitnimmt. Erstens gilt der Versicherungsschutz für Transport und Aufenthalt bei Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser und Elementarereignissen, nicht aber bei grober Fahrlässigkeit, und er endet, sobald die Frist überschritten ist. Zweitens erinnert das Haus nicht an die Rückgabe, bei Verspätung werden 9 Euro je angefangener Woche fällig. Die Ausstellung im Erdgeschoss und der Showroom im ersten Stock sind davon unabhängig und kosten keinen Eintritt. Erreichbar ist alles über den U-Bahnhof Oranienburger Tor, die S-Bahn an der Oranienburger Straße sowie die Tramlinien M5 und 12.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 07.10.2024
Preis
Eintritt frei. Die Ausleihe kostet eine Versicherungsgebühr von 9 Euro je Werk für drei Monate, ermäßigt 4,50 Euro, geschäftlich 27 Euro
Säumnis
9 Euro je angefangener Woche. Das Haus erinnert nicht an die Rückgabe, und der Versicherungsschutz endet mit der Frist
Bestand
Über 4.000 Werke des 20. und 21. Jahrhunderts, mehr als 11.000 Entleihungen im Jahr
Voraussetzungen
Ab 16 Jahren und mit Wohnsitz in Berlin, nachgewiesen durch Personalausweis oder Pass mit Meldebestätigung
Leihfrist
Drei Monate, einmal um drei Monate verlängerbar. Mit Mitgliedschaft sechs Monate
Mitgliedschaft
60 Euro im Jahr, ermäßigt 25 Euro, dazu freier Eintritt in rund 300 Kunstvereinen
Besuch
Die Ausleihe ist nur nach Voranmeldung möglich
Barrierefreiheit
Rampe am Haupteingang, Fahrstuhl im Hausflur, barrierearmes WC im Erdgeschoss
ÖPNV
U6 Oranienburger Tor, S Oranienburger Straße, Tram M5 und 12
Öffnungszeiten
- Mo: Geschlossen
- Di + Mi: 12:00 – 18:00 Uhr
- Do: 12:00 – 20:00 Uhr
- Fr + Sa: 12:00 – 18:00 Uhr
- So: 12:00 – 18:00 Uhr















