
In einer ruhigen Wohnstraße auf der Schöneberger Roten Insel backt Aviv Koriat in eigener Backstube: Karottenkuchen und Käsekuchen stehen neben Mohn-Birne, Mandelcreme mit Kirsche und Rhabarber und der Hausspezialität Orientalische Orange.
Zuletzt aktualisiert am 18.09.2026
Francesca Cerza
Beim Kuchen bin ich ehrlich streng, denn hier zeigt sich sofort, ob jemand sein Handwerk versteht. Für diese Liste habe ich mich durch Tortenvitrinen und Cafés probiert und auf das geachtet, was gute Konditorei ausmacht: frisch gebackene Böden ohne Trockenheit, eine Creme mit echtem Geschmack statt Pulversüße, saubere handwerkliche Arbeit und ein Café, in dem man sein Stück in Ruhe genießen kann.

In einer ruhigen Wohnstraße auf der Schöneberger Roten Insel backt Aviv Koriat in eigener Backstube: Karottenkuchen und Käsekuchen stehen neben Mohn-Birne, Mandelcreme mit Kirsche und Rhabarber und der Hausspezialität Orientalische Orange.







In der Hufelandstraße in Prenzlauer Berg zeigt Jubel, was Konditoreikunst auf Sterneniveau bedeutet: kleinteilige Törtchen und Petit Fours mit überraschenden Aromenkombinationen, reduziertes Design und eine Glasvitrine, vor der man erst einmal stehen bleibt.
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In Charlottenburg, direkt an der Kantstraße, steht eine der beliebtesten Konditoreien Berlins: Der Kuchenladen überzeugt mit rund 30 hausgebackenen Torten und Tartes täglich, von der klassischen Schwarzwälder Kirschtorte bis zur kreativen Manhattan Queen aus Mascarpone und Basilikumzucker.

In der Reuterstraße in Neukölln fertigt der Konditor Marc Thiebaut französische Pâtisserie in kleinen Serien: Pavlovas, Tartes, Törtchen, Macarons und Cannelés, das Sortiment wechselt mit den Jahreszeiten.


Am Hohenzollerndamm 92 in Schmargendorf führt die Familie Otte seit 1980 ihr Stammhaus im Wiener Kaffeehausstil. Aus der eigenen Manufaktur kommen rund hundert Tortenkreationen im Jahr, dazu Apfelstrudel und Kaiserschmarrn.



Wo Tiergarten auf Tradition trifft: Die Konditorei-Café Buchwald in der Bartningallee in Moabit ist Berlins älteste Konditorei, seit 1852 für ihren legendären Baumkuchen bekannt und bis heute in Familienbesitz. Wer hier einen Platz ergattert, bekommt Kaffeehauskultur vom Feinsten.

An der Ecke Großbeerenstraße und Yorckstraße backt Kuchenkultur täglich in kleinen Mengen. In der Vitrine liegen neben Mohn-Käsekuchen und Zupfkuchen auch orientalischer Orangenkuchen, Avocado-Cheesecake und Pistazien-Mousse-Tarte.

Handgemachte Torten nach Rezepten einer spanischen Großmutter, ein plüschiges Caféhaus-Ambiente und elf Käsekuchen-Variationen auf der Theke: Frau Behrens Torten steht in Charlottenburg, Kreuzberg und Friedenau für Konditoreihandwerk, das man in Berlin so schnell nicht zweimal findet.





An der Yorckstraße 15 in Kreuzberg backt Konditormeister Andreas Minsch täglich bis zu 20 verschiedene Kuchen und Torten nach handwerklicher Tradition. Das Straßencafé mit Blick in die Backstube ist längst eine feste Institution in der Berliner Konditorei-Szene.

Seit 1878 backt die Konditorei Rabien in Steglitz nach Familienrezept: Als einstige Potsdamer Hofconditorei zählt sie heute zu den traditionsreichsten Konditoreien Berlins. Bis zu 60 Torten täglich, handgemachter Baumkuchen und eine Atmosphäre, die das Handwerk noch spürbar macht.