
Am Heinrichplatz steht die bekannteste Punk-Adresse der Stadt, benannt nach dem alten Postzustellbezirk Südost 36. Getragen wird das Haus von einem Verein, das Programm reicht von harten Konzerten über die queere Reihe Gayhane bis zur Roller Disco. Gegen sexistische, rassistische und homophobe Äußerungen geht der Laden ausdrücklich vor.
Punk-Institution am Heinrichplatz in Kreuzberg
Die Oranienstraße ist die Hauptachse des alten Kreuzberg 36, und am Heinrichplatz, ungefähr auf halber Strecke zwischen Kottbusser Tor und Görlitzer Bahnhof, liegt das SO36. Der Name stammt vom historischen Postzustellbezirk Südost 36, der dem ganzen Viertel seinen Beinamen gegeben hat. Betrieben wird das Haus nicht von einer Firma, sondern vom Verein Sub Opus 36, der sich selbst in erster Linie als Kulturförderer versteht. Das merkt man dem Programm an: Es gibt bewusst Platz für Newcomer und für Projekte, die anderswo keine Bühne bekommen. Der Laden hat außerdem eine klare Hausordnung und geht nach eigener Aussage gegen sexistische, rassistische und homophobe Äußerungen und Handlungen vor, notfalls mit Hausverbot oder dem Abbruch einer Veranstaltung. Erreichbar ist das SO36 über die U-Bahnhöfe Görlitzer Bahnhof und Kottbusser Tor. Beide liegen wenige Minuten entfernt, der Weg führt die Oranienstraße entlang und damit mitten durch das Viertel, das dem Haus seinen Namen gegeben hat.
Harte Töne, Gayhane und Roller Disco unter einem Dach
Musikalisch kommt das Haus aus dem Punk, und harte Töne jenseits des Chartsmainstreams sind bis heute der Kern. Inzwischen laufen dort aber ebenso HipHop, Crossover und Techno, die Bandbreite ist also deutlich größer als der Ruf. Über dem Konzertbetrieb liegt ein Netz fester Reihen, die das Haus weit über die Musikszene hinaus bekannt gemacht haben. Gayhane ist eine queere Partyreihe mit eigenem Publikum, die Roller Disco bringt Rollschuhe auf die große Tanzfläche, und für die jüngeren Gäste gibt es dazu eine eigene Variante. Hinzu kommen ein Poetry Slam, Kiezbingo, ein Flohmarkt, der Salon36 und das hauseigene Festival Grossstadtwahnsinn. Über dem weiten Parkett hängen Discokugeln, was zu einem Punkclub erst einmal nicht passen will und genau deshalb typisch für das SO36 ist. Das Programm ist bis weit in das kommende Jahr hinein gefüllt, einzelne Termine stehen bereits für das übernächste. Eintrittspreise nennt das Haus nicht pauschal, sie stehen jeweils beim einzelnen Konzert. Wer einmal dort war, versteht, warum das SO36 in keiner Aufzählung Berliner Clubs fehlt.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 26.10.2026
Angebot
Konzerte quer durch die Genres, dazu feste Partyreihen. Das Haus lässt ausdrücklich Platz für Newcomer und für Projekte ohne andere Bühne.
Musik
Aus dem Punk kommend, heute zusätzlich HipHop, Crossover und Techno.
Feste Reihen
Gayhane als queere Partyreihe, Roller Disco mit einer eigenen Variante für Kinder, dazu Poetry Slam, Kiezbingo, Flohmarkt, Salon36 und das hauseigene Festival Grossstadtwahnsinn.
Träger
Betrieben wird das Haus vom Verein Sub Opus 36, der sich in erster Linie als Kulturförderer versteht.
Hausordnung
Gegen sexistische, rassistische und homophobe Äußerungen und Handlungen geht der Club ausdrücklich vor, notfalls mit Hausverbot oder dem Abbruch einer Veranstaltung.
Name
Der Name stammt vom historischen Postzustellbezirk Südost 36, der dem Viertel seinen Beinamen gegeben hat.
ÖPNV
U-Bahnhof Görlitzer Bahnhof und Kottbusser Tor, beide wenige Minuten entfernt.








