


Das Berghain steckt in einem Fernheizwerk von 1953, das die Betreiber 2010 selbst gekauft haben. Über der Tanzfläche stehen 18 Meter Luft, den Sound machen vier Funktion-One-Türme, und oben in der Panorama Bar läuft House statt Techno. Unter den Techno-Clubs in Berlin hat dieser die härteste Tür und genießt seinen Ruf als einer der besten Clubs weltweit.
Berghain: Techno im ehemaligen Heizkraftwerk
Das Gebäude am Wriezener Güterbahnhof wurde 1953 und 1954 als Fernheizwerk gebaut, im Stil des Sozialistischen Klassizismus, und steht heute als Teil des Ensembles Karl-Marx-Allee unter Denkmalschutz. Norbert Thormann und Michael Teufele hatten davor den Club Ostgut an der Mühlenstraße betrieben; als der 2003 schließen musste, zogen sie in die leerstehende Halle. Im Oktober 2004 ging zuerst die Panorama Bar in der früheren Schaltwarte auf, kurz darauf der große Saal. 2010 und 2011 kauften die Betreiber das Haus, das sie bis dahin von der Bewag gemietet hatten. Der Hauptfloor fasst rund 500 Menschen, das ganze Haus etwa 1.500, und über der Tanzfläche stehen 18 Meter Luft bis zur Decke. 2009 stand das Berghain auf Platz eins der Top 100 Clubs des DJ Mag, 2016 wurde es steuerlich als Kulturstätte anerkannt.
Vier Türme Funktion One und die Räume drumherum
Den Sound auf dem Hauptfloor machen vier Funktion-One-Türme, die um die Tanzfläche herum stehen; die Panorama Bar bekam 2017 ein Line-Array mit sechs Subwoofern. Im Erdgeschoss liegen Kasse und Garderobe, seit 2017 auch die Säule, ein eigener kleiner Floor im früheren Darkroom. Dazu kommen die Halle am Berghain für Ausstellungen, die Kantine für Konzerte, der Lab.oratory mit eigenem Eingang und im Sommer der Garten. Musikalisch teilt sich das Haus auf: Techno im großen Saal, House und Deep House oben in der Panorama Bar, mit Marcel Dettmann, Ben Klock, Nick Höppner, Tama Sumo und Virginia als prägenden Residents und dem Hauslabel Ostgut Ton im Rücken. An der Tür entscheidet das Team um Sven Marquardt ohne Begründung, ein Ticket ist keine Garantie, und die Handykameras werden am Einlass abgeklebt. Spiegel gibt es im Club keine.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 25.09.2026
Preisniveau
Die Klubnacht kostet an der Abendkasse rund 28 bis 30 Euro. Einzelveranstaltungen beginnen bei etwa 14 Euro, große Specials liegen bei bis zu 42 Euro.
Tickets
Für die Klubnacht gibt es keinen Vorverkauf, gezahlt wird an der Abendkasse. Ein Ticket garantiert keinen Einlass.
Fotos
Im Club gilt ein strenges Fotoverbot, deshalb werden die Handykameras am Einlass abgeklebt.
Barrierefreiheit
Der Zugang ist ebenerdig, die Toiletten sind barrierearm und alle Floors sind in Begleitung des Personals per Fahrstuhl erreichbar. Eine Begleitperson mit Merkzeichen B zahlt keinen Eintritt.
ÖPNV
Vom Ostbahnhof sind es etwa fünf Minuten zu Fuß, alternativ hält die S-Bahn am Bahnhof Warschauer Straße.
Highlight
Zum Haus gehören die Halle am Berghain mit Ausstellungen, die Kantine für Konzerte und im Sommer der Garten. An den Waschräumen gibt es kostenloses Trinkwasser.
Öffnungszeiten
- Fr, Sa - So: je nach Veranstaltung
Adresse
Am Wriezener Bahnhof 1, 10243 Berlin, Deutschland








