Rudolph-Wilde-Park

Der Rudolph-Wilde-Park liegt in Schöneberg in einer Senke und ist so streng als Gartendenkmal geschützt, dass dort nicht einmal Fitnessgeräte aufgestellt werden dürfen. Sein Wahrzeichen ist der Goldene Hirsch von August Gaul, dazu kommen ein Teich, eine große Liegewiese und ein U-Bahnhof mitten im Park, der eine Dachterrasse hat. Gegrillt werden darf hier nicht.
Ein Stadtpark von 1912, benannt nach Schönebergs erstem Bürgermeister
Angelegt wurde der Park zwischen 1909 und 1912 nach einem Entwurf von Paul Wolf, im Auftrag der damals noch selbstständigen Stadt Schöneberg; die Ausführung leitete Friedrich Gerlach. Seinen heutigen Namen bekam er erst 1963, nach Rudolph Wilde, dem ersten Schöneberger Bürgermeister, der das Amt von 1898 bis 1910 innehatte. Das Wahrzeichen steht bis heute: der Goldene Hirsch, eine acht Meter hohe Säule in einem Rundbecken, auf der das vergoldete Wappentier Schönebergs sitzt, 1912 von August Gaul geschaffen. Wie streng der Rudolph-Wilde-Park als Gartendenkmal geschützt ist, zeigt eine Entscheidung von 2024: Die Denkmalschutzbehörde lehnte es ab, im Park Fitnessgeräte aufzustellen, weil sämtliche Flächen Teil des gestalteten Parkerlebnisses sind. Gegrillt werden darf hier ebenfalls nicht, in ganz Tempelhof-Schöneberg gibt es keine ausgewiesene Grillfläche. Ebenfalls im Park steht ein Denkmal für die Gefallenen der Eisenbahntruppen aus dem Jahr 1929. Der Park liegt im Ortsteil Schöneberg und damit nicht, wie gelegentlich zu lesen, in der City West.
Hirschbrunnen, Ententeich und ein Bahnhof mit Dachterrasse
Zum Picknicken eignet sich vor allem die große Liegewiese im Bereich der Sportanlage, und wer Gesellschaft mag, setzt sich an den Teich vor dem U-Bahnhof. Direkt neben dem Hirschbrunnen liegt eine Boulefläche, verteilt im Park stehen Schachbretter und Tischtennisplatten, dazu gibt es einen Bolzplatz. Am Hans-Rosenthal-Platz liegen ein großer Spielplatz, ein Restaurant mit Biergarten und eine öffentliche Toilette, was den Park für längere Nachmittage mit Kindern angenehm macht. Architektonisch bemerkenswert ist der U-Bahnhof Rathaus Schöneberg: Er liegt oberirdisch mitten im Park, ist mit Sandsteinskulpturen geschmückt und hat eine über Treppen erreichbare Dachterrasse; die zugehörige Brücke errichtete Johann Emil Schaudt, der Architekt des KaDeWe. Eine Verwechslung lohnt sich zu vermeiden: Der Fennsee und die Gastronomie am Eingang Uhlandstraße gehören bereits zum anschließenden Volkspark Wilmersdorf, der zusammen mit dem Rudolph-Wilde-Park einen rund zweieinhalb Kilometer langen Grünzug über die Bezirksgrenze hinweg bildet. Die Grenze verläuft an der Kufsteiner Straße. Am bequemsten kommt man mit der U4 bis Rathaus Schöneberg, die Station liegt im Park selbst und spart den Fußweg fast vollständig.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 07.10.2024
Lage
An der Kufsteiner Straße in Schöneberg, der Grünzug reicht bis in den Volkspark Wilmersdorf
Eintritt
Der Park ist frei zugänglich und kostet keinen Eintritt
Grillen
Nicht erlaubt, Tempelhof-Schöneberg hat keine ausgewiesene Grillfläche
Denkmalschutz
Gartendenkmal, angelegt 1909 bis 1912 nach einem Entwurf von Paul Wolf
Wie streng
2024 lehnte die Denkmalschutzbehörde sogar Fitnessgeräte im Park ab
Wahrzeichen
Goldener Hirsch von August Gaul, acht Meter hohe Säule in einem Rundbecken
Wiese
Große Liegewiese im Bereich der Sportanlage, dazu der Teich vor dem U-Bahnhof
Spiel
Boulefläche am Hirschbrunnen, Schachbretter, Tischtennisplatten, Bolzplatz
Für Familien
Großer Spielplatz am Hans-Rosenthal-Platz mit Restaurant und Biergarten
Toilette
Öffentliche Toilette am Hans-Rosenthal-Platz
Nicht verwechseln
Fennsee und die Gastronomie am Eingang Uhlandstraße gehören zum Volkspark Wilmersdorf
ÖPNV
U4 Rathaus Schöneberg liegt im Park selbst, U7 Bayerischer Platz rund 500 Meter
Öffnungszeiten
- Täglich: 24h geöffnet
Adresse
Kufsteiner Str., 10825 Berlin, Deutschland
https://www.berlin.de/sehenswuerdigkeiten/3559853-3558930-volkspark-wilmersdorf.html


















