Körnerpark


Der Körnerpark liegt fünf bis sieben Meter unter dem Niveau der umliegenden Neuköllner Wohnstraßen, weil hier bis 1912 eine Kiesgrube war. Hohe Arkadenwände und Monumentaltreppen fassen die streng axiale Anlage ein, an einem Ende steht die Orangerie, am anderen eine Kaskade. Das Café im Park bietet fertige Picknickkörbe an, gegrillt werden darf hier nicht.
Eine Kiesgrube, die zum Gartendenkmal wurde
Von der Schierker Straße aus sieht man zunächst nur eine Mauer, dann führt eine Monumentaltreppe nach unten, und plötzlich steht man in einem streng geometrischen Garten, der fünf bis sieben Meter tiefer liegt als die Straße. Diese Lage hat einen handfesten Grund: Bis 1912 wurde hier Kies abgebaut. In diesem Jahr übertrug der Eigentümer Franz Körner das Gelände der Stadt, und zwischen 1912 und 1916 entstand auf rund 2,4 Hektar die Anlage, die bis heute seinen Namen trägt. Hohe Arkadenwände bilden die Nord- und Südgrenze, am Westende der Hauptachse steht die Orangerie, am Ostende eine Kaskade mit Brunnenbecken. Der Körnerpark ist als Gartendenkmal geschützt, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er wiederhergestellt, verfiel ab den sechziger Jahren und wurde ab 1977 erneut saniert. Eine Aussicht gibt es hier nicht, der Reiz liegt genau umgekehrt in der Senke: Die Arkaden halten den Verkehrslärm draußen, und wer unten sitzt, sieht von der Stadt ringsum fast nichts mehr.
Galerie, Orangerie und fertige Picknickkörbe
In der Orangerie sitzt seit 1983 die Galerie im Körnerpark, die Ausstellungen nationaler und internationaler Künstlerinnen und Künstler zeigt; der Eingang über die Wittmannsdorfer Straße ist rollstuhlgerecht, ebenso die Toilette dort. Im selben Gebäude liegt ein Café, und das ist für diese Liste entscheidend: Es bietet fertige Picknickkörbe an, sodass man hier ohne Vorbereitung ankommen und trotzdem picknicken kann. Preise, Vorlaufzeit und Inhalt wechseln, ein Anruf vorab lohnt sich also. Weil die Anlage ein streng gestaltetes Gartendenkmal ist, sollte man sich mit der Decke an die Ränder und auf die Terrasse halten statt mitten ins Rasenparterre; gegrillt werden darf ohnehin nicht, Neukölln hat keine einzige ausgewiesene Grillfläche. Angefahren wird der Park über den U-Bahnhof und den S-Bahnhof Neukölln. Wer ihn zum ersten Mal besucht, sollte sich auf einen Ort einstellen, der mehr nach süddeutscher Schlossanlage aussieht als nach Neukölln. Einen Spielplatz gibt es im Park nicht, dafür liegt der Zugang über die Treppen so, dass Kinderwagen besser über die Wittmannsdorfer Straße kommen.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 07.10.2024
Lage
Schierker Straße 8 in Neukölln, weitere Zugänge über Jonasstraße und Wittmannsdorfer Straße
Eintritt
Der Park ist frei zugänglich und kostet keinen Eintritt
Picknickkorb
Das Café in der Orangerie bietet fertige Picknickkörbe an
Grillen
Nicht erlaubt, Neukölln hat keine einzige ausgewiesene Grillfläche
Größe
Rund 2,4 Hektar, angelegt 1912 bis 1916 auf einer ehemaligen Kiesgrube
Herkunft
Franz Körner übertrug das Gelände 1912 der Stadt, der Park trägt seinen Namen
Besonderheit
Die Anlage liegt fünf bis sieben Meter unter dem Niveau der Wohnstraßen
Architektur
Hohe Arkadenwände, Monumentaltreppen, Orangerie und Kaskade mit Brunnenbecken
Denkmalschutz
Als Gartendenkmal geschützt, deshalb Decke besser an den Rand als ins Parterre
Kultur
Galerie im Körnerpark in der Orangerie, dort seit 1983
Zugang
Der Eingang zur Galerie über die Wittmannsdorfer Straße ist rollstuhlgerecht
ÖPNV
U-Bahnhof und S-Bahnhof Neukölln
Öffnungszeiten
- Täglich: 24h geöffnet
Adresse
Schierker Str. 8, 12051 Berlin, Deutschland


















