



Der Große Tiergarten erstreckt sich auf 207 Hektar zwischen Brandenburger Tor und Zoologischem Garten und ist damit die größte Parkanlage Berlins. Peter Joseph Lenné formte das alte kurfürstliche Jagdrevier ab 1818 zum Landschaftspark, heute liegen Siegessäule, Englischer Garten, Neuer See und Schloss Bellevue darin. Kein anderer Park in Berlin deckt so viel auf einmal ab.
Großer Tiergarten: Berlins grüne Lunge
Wer durch den Großen Tiergarten spaziert, versteht schnell, warum dieser Park weit mehr ist als eine Grünanlage. Rund drei Kilometer lang und etwa einen Kilometer tief liegen die 207 Hektar wie eine grüne Insel zwischen Brandenburger Tor und Zoologischem Garten, und der Eintritt kostet nichts. Im 16. Jahrhundert war das hier ein kurfürstliches Jagdrevier, ab 1818 formte Peter Joseph Lenné daraus einen Landschaftspark, dessen Entwürfe bis heute weitgehend erhalten sind. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Tiergarten fast vollständig abgeholzt, die Wiederaufforstung ab 1949 gelang größtenteils mit Baumspenden aus anderen deutschen Städten. Heute prägen weite Rasenflächen, alte Baumgruppen, kleine Wasserläufe und schnurgerade Alleen das Bild, dazwischen liegen Spielplätze, Ballspielflächen und Liegewiesen.
Siegessäule, Neuer See und Schloss Bellevue im Großen Tiergarten
Das markanteste Wahrzeichen im Park ist die Siegessäule am Großen Stern. Sie ist schwer zu übersehen: 69 Meter hoch, gekrönt von einer vergoldeten Bronzefigur, offiziell die Siegesgöttin Victoria, in Berlin seit jeher nur „Goldelse“. Über 285 Stufen geht es hinauf zur Aussichtsplattform, der Eintritt kostet 4,50 Euro und wird nur bar bezahlt. Wer lieber auf Höhe des Rasens bleibt, hält sich an den Neuen See im Süden des Parks. Das Café am Neuen See ist das gesellschaftliche Herz des Tiergartens, einer der größten Biergärten der Stadt, mit Steinofenpizza, eigener Bäckerei und Ruderbooten für 14 Euro die Stunde. Rundherum liegen der Englische Garten, die Rousseauinsel als ruhigster Platz im Park und am nördlichen Rand das Schloss Bellevue, der Amtssitz des Bundespräsidenten. Gegrillt wird im Tiergarten übrigens nicht, dafür gilt seit 2012 ein generelles Verbot.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 20.10.2026
Eintritt
Der Park ist kostenfrei. Die Aussichtsplattform der Siegessäule kostet 4,50 Euro, ermäßigt 3,50 Euro, und nimmt nur Bargeld. Das Gaslaternen-Freilichtmuseum ist frei.
ÖPNV
S3, S5, S7 und S9 bis S Tiergarten, U9 bis Hansaplatz, Bus 100, 106 und 187 bis Großer Stern oder Schloss Bellevue.
Parkmöglichkeiten
Die Straßen rund um den Park gehören zu den Parkzonen 20, 21 und 34 in Mitte, bewirtschaftet werktags ab 9 Uhr.
Grillen
Im Großen Tiergarten gilt seit 2012 ein generelles Grillverbot, ausgewiesene Grillflächen gibt es nicht.
Hunde
Es gilt Leinenpflicht, ein Hundeauslaufgebiet gibt es im Tiergarten nicht. Die nächsten liegen am Humboldthain und im Fritz-Schloß-Park.
Highlight
Über 285 Stufen geht es in der Siegessäule hinauf zur Aussichtsplattform direkt unter der Goldelse.
Gastronomie
Das Café am Neuen See ist einer der größten Biergärten der Stadt, mit Steinofenpizza, eigener Bäckerei und Ruderbooten für 14 Euro die Stunde.
Gut zu wissen
Das Teehaus im Englischen Garten ist nach einem Brand im September 2024 nicht in Betrieb. Der Englische Garten selbst bleibt zugänglich.
Öffnungszeiten
- Montag: 24 Stunden geöffnet
- Dienstag: 24 Stunden geöffnet
- Mittwoch: 24 Stunden geöffnet
- Donnerstag: 24 Stunden geöffnet
- Freitag: 24 Stunden geöffnet
- Samstag: 24 Stunden geöffnet
- Sonntag: 24 Stunden geöffnet
Adresse
Straße des 17. Juni 1, 10785 Berlin, Deutschland
https://www.berlin.de/tourismus/parks-und-gaerten/3560778-1740419-tiergarten.html


















