Hundeauslaufgebiet Hermsdorf – Hundeauslaufgebiete | Top10berlin
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Hundeauslaufgebiet Frohnau

Reinickendorf

© Foto: Top10 Berlin

Das Hundeauslaufgebiet Frohnau liegt am südlichen Ende der Welfenallee im Tegeler Forst und ist unter zwei Namen unterwegs: Die Berliner Forsten führen es als Frohnau, das Berliner Ortsverzeichnis als Hermsdorf. Gemeint ist dieselbe unumzäunte Waldfläche, auf der Hunde ohne Leine laufen dürfen, solange sie abrufbar bleiben.

Ein Waldstück mit zwei amtlichen Namen

Wer die Fläche sucht, stolpert erst einmal über die Benennung. Die Berliner Forsten führen sie als Hundeauslaufgebiet Frohnau, das Berliner Straßen- und Ortsverzeichnis als Hermsdorf, und beide haben auf ihre Art recht: Die Welfenallee liegt im Ortsteil Frohnau, die Grenze zu Hermsdorf verläuft gleich daneben. Gemeint ist in beiden Fällen dasselbe Stück Tegeler Forst am südlichen Ende der Welfenallee. Zusammen mit der Jungfernheide bringt Reinickendorf damit rund 170 Hektar Waldauslaufgebiet zusammen. Einen Zaun gibt es nicht, und das ist im Berliner Wald kein Versäumnis, sondern Prinzip: Eingefriedete Flächen und ausgewiesene Naturschutzgebiete gehören ausdrücklich nicht zum Auslaufgebiet, Zäune grenzen hier also aus statt ein. Wo das Gebiet beginnt, erkennt man an den Schildern an den Zugangswegen. Nur wo sie stehen, gilt der Wald als freigegeben, und wer sich darauf verlässt, dass eine Fläche schon irgendwie dazugehören wird, zahlt im Zweifel dafür. Verwaltet wird das Gebiet von den Berliner Forsten, nicht vom Bezirksamt Reinickendorf, auch wenn die eingezäunten Hundegärten im Bezirk vom Grünflächenamt kommen.

Rehe, Wildschweine und die Pflicht zum Abruf

Im Tegeler Forst leben Rehe und Wildschweine, und das ist der Grund, warum die wichtigste Regel dieses Auslaufgebiets nichts mit Zäunen zu tun hat. Ohne Leine laufen darf ein Hund nur, solange er im Einwirkungsbereich bleibt und jederzeit abrufbar ist; ist das nicht gewährleistet, gilt auch hier die Leine. Wild darf nicht beunruhigt oder gefährdet werden, und wer es hetzen lässt, macht sich strafbar. Eine Sonderregel zur Brut- und Setzzeit kennt Berlin nicht, weil die Leinenpflicht ohnehin ganzjährig gilt. Wer es lieber übersichtlich mag, findet in Reinickendorf acht eingezäunte Hundegärten als Alternative, darunter den im Schäferseepark mit rund 1.350 Quadratmetern, den am Seggeluchbecken mit rund 1.000 und den im Steinbergpark mit rund 900 Quadratmetern. Zwei davon sollte man sich nicht vornehmen: Der Hundegarten im Fließtal in Lübars ist derzeit nicht nutzbar, und der betreute Garten in Wittenau steht nur Mitgliedern eines Vereins offen und ist nicht frei zugänglich. Mit 2,49 Hunden pro 100 Einwohnern liegt Reinickendorf stadtweit auf Platz zwei.

Top10 Redaktion

Top10 Redaktion

Erfahrungsbericht vom 07.10.2024

Lage

Am südlichen Ende der Welfenallee im Tegeler Forst, Ortsteil Frohnau

Eintritt

Das Gebiet ist frei zugänglich und kostet keinen Eintritt

Träger

Berliner Forsten

Zwei Namen

Die Forsten führen es als Frohnau, das Berliner Ortsverzeichnis als Hermsdorf

Gelände

Waldfläche ohne Zaun, Rehe und Wildschweine kommen vor

Freilauf

Erlaubt, solange der Hund im Einwirkungsbereich bleibt und jederzeit abrufbar ist

Strafbar

Wild zu hetzen, auch durch einen frei laufenden Hund

Keine Sonderregel

Berlin kennt keine Leinenpflicht zur Brut- und Setzzeit, sie gilt ganzjährig

Alternative

Reinickendorf hat acht eingezäunte Hundegärten, etwa im Schäferseepark

Deren Größen

Schäferseepark rund 1.350, Seggeluchbecken rund 1.000, Steinbergpark rund 900 Quadratmeter

Nicht nutzbar

Der Hundegarten im Fließtal in Lübars ist derzeit geschlossen

Nur für Mitglieder

Der betreute Hundegarten in Wittenau ist nicht frei zugänglich

Öffnungszeiten

  • Täglich: durchgehend

Adresse

Welfenallee, 13465 Berlin, Deutschland

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