
In der Kopenhagener Straße in Prenzlauer Berg führen Gosia und Marcin Chelkowski seit Februar 2026 eine japanische Teebar mit genau sechzehn Plätzen. Der Matcha ist steingemahlen und stammt aus einzelnen Gärten in Kyoto, Shiga, Nara und Shizuoka, die Wagashi entstehen jeden Morgen von Hand. Wer länger bleiben möchte, bucht ein Tee-Set am Tresen.
Kissabō: Japanische Teebar in Prenzlauer Berg
Die Teebar liegt in der Kopenhagener Straße, wenige Minuten vom Bahnhof Schönhauser Allee entfernt. Pflaumenfarbene Noren hängen im Eingang, dahinter beginnt ein Raum mit genau sechzehn Plätzen. Der Name verbindet das japanische Kissaten, das Tee- und Kaffeehaus der Nachbarschaft, mit dem Schriftzeichen für Kammer statt für Laden. Gosia und Marcin Chelkowski haben Kissabō im Februar 2026 eröffnet, nachdem sie von Szczecin nach Berlin gezogen waren.
Eingerichtet ist der Raum in Erdtönen, mit einer maßgefertigten Teebar aus Eichenholz, einem Gemeinschaftstisch, einem Tatami-Bereich und Lichtskulpturen von Noguchi. Die Teeschale wählen die Gäste selbst aus dem Regal, darunter Raku- und Hagi-Keramik aus Japan und Europa. Für den Umgangston gibt es klare Hausregeln: leise sprechen, niemanden ohne Zustimmung fotografieren, bei Andrang ruhig vor der Tür warten. Bezahlt wird ausschließlich mit Karte. Gruppen sind auf vier Personen begrenzt.
Matcha, Gyokuro und handgemachte Wagashi
Die Tees kommen aus Gärten in Kyoto, Shiga, Nara und Shizuoka, unter anderem vom Nakai Organic Tea Garden in Wazuka, von der Hattori Tea Farm in Kikugawa und von Ippodo Tea. Der Matcha ist steingemahlen, stammt aus der ersten Ernte und jeweils aus einem einzigen Garten. Eine Schale Usucha kostet 7 Euro. Auf der Karte stehen außerdem Gyokuro, Sencha, Genmaicha, Hōjicha und Kamairicha, wobei eine Kanne Gyokuro dreimal aufgegossen wird.
Dazu gibt es Wagashi, die jeden Morgen im Haus von Hand gemacht werden, darunter Mochi, Daifuku und Dango. Wer mehr Zeit mitbringt, bucht eines der Tee-Sets am Tresen, die eine Stunde dauern und ab 22 Euro zu haben sind. Das Daifuku ist meist schon am frühen Nachmittag ausverkauft. Einmal im Monat öffnet die Bar für die sogenannten Still Hours vor dem regulären Betrieb, und an zwei Abenden pro Woche lässt sich der Raum für ein Omakase mit bis zu fünf Gästen privat buchen. In den Regalen stehen außerdem japanische Handwerksobjekte zum Verkauf, darunter Teedosen von Kaikado und wechselnde Keramik aus Kyoto.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 21.10.2026
Preisniveau
Schale Matcha Usucha ab 7 Euro, Matcha Latte ab 6,50 Euro, Tee-Set am Tresen ab 22 Euro.
ÖPNV
S+U Schönhauser Allee (U2, S41, S42, S8, S85, Tram M1), rund 470 Meter. Tram M1 und 12 halten an der Milastraße.
Parkmöglichkeiten
Parkzone 43, Montag bis Samstag 9 bis 24 Uhr, 2 bis 3 Euro pro Stunde.
Kartenzahlung
Nur Kartenzahlung, kein Bargeld.
Reservierung
Der Raum ist ohne Reservierung zugänglich. Tee-Sets, Still Hours und das private Omakase werden vorab gebucht und bezahlt.
Highlight
Sechzehn Plätze, Tatami-Bereich und Wagashi, die jeden Morgen im Haus von Hand gemacht werden.
Gut zu wissen
Hausregeln: leise sprechen, niemanden ohne Zustimmung fotografieren, Gruppen höchstens zu viert.
Öffnungszeiten
- Montag: Geschlossen
- Dienstag: Geschlossen
- Mittwoch: 14:00–18:00 Uhr
- Donnerstag: 14:00–18:00 Uhr
- Freitag: 14:00–18:00 Uhr
- Samstag: 14:00–18:00 Uhr
- Sonntag: 14:00–18:00 Uhr
Adresse
Kopenhagener Straße 16, 10437 Berlin












