



Berlins ältestes Restaurant steht seit 1621 in Mitte, direkt an der Waisenstraße nahe dem Alexanderplatz. Die Zur letzten Instanz verbindet echte Berliner Küche mit über 400 Jahren Geschichte, ohne dabei in der Vergangenheit stecken zu bleiben.
Was steckt hinter dem Namen?
In der Letzten Instanz hat Geschichte tatsächlich stattgefunden. Die Stadthäuser entlang der alten Stadtmauer stammen aus dem 13. Jahrhundert, die gastronomische Tradition begann jedoch 1621, als ein ehemaliger Reitknecht des Kurfürsten hier eine Schankwirtschaft eröffnete. Der heutige Name entstand allerdings erst später: Die Namensfestlegung auf “Letzte Instanz” im Jahr 1924 wird auf die Einweihung des Gerichtsgebäudes in der benachbarten Littenstraße zurückgeführt. Der Legende nach sollen zwei Bauern einen langwierigen Rechtsstreit geführt haben, den sie schließlich beim Bier in der Gaststube friedlich beigelegt haben. So gesehen war das Restaurant also schon immer ein Ort, an dem Streit am Ende gut ausgeht. Besonders bemerkenswert ist zudem die Gästeliste der vergangenen Jahrhunderte: Zu den bekannten Besucher*innen zählen unter anderem Jack Nicholson, Jacques Chirac, Charlie Chaplin und Loriot. Dass viele behaupten, Napoleon habe am über 200 Jahre alten Majolika-Kachelofen gesessen, lässt sich zwar nicht beweisen, macht den Besuch aber nicht weniger reizvoll.
Berliner Küche mit Mut zur Gegenwart
Was dieses Berliner Restaurant so besonders macht, ist die Tatsache, dass es sich trotz seiner langen Geschichte nicht in Nostalgie verliert. Zur letzten Instanz ist ein Wirtshaus mit Handwerksküche für ein Hier und Jetzt. Daher findet man auf der Speisekarte zwar klassische Berliner Gerichte wie die krosse Schweinshaxe und die Königsberger Klopse, doch serviert man den Gästen lieber die zeitgenössische Interpretation einer regionalen Wirtshausküche als Touristenteller von barocker Opulenz. Küchenchef André Sperling arbeitet mit lokalen Produzenten zusammen, die für höchste Qualität stehen, darunter Kräuterspezialisten vom Wolkensteiner Hof und frische Fischlieferanten der Müritzfischer. Wer außerdem den Sommer nutzen möchte, sollte den Biergarten nicht verpassen: Er bietet rund 50 Plätze mit Blick auf die letzten erhaltenen Reste der ältesten mittelalterlichen Stadtmauer Berlins. Eine Reservierung ist übrigens dringend empfohlen, denn das Lokal in der Waisenstraße zählt zu den begehrtesten Restaurants der Bundeshauptstadt, dessen guter Ruf bis nach Japan gedrungen ist.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 24.04.2026
Kartenzahlung
Kartenzahlung möglich
Preisniveau
20 - 40 Euro
Sitzgelegenheiten
Außensitzplätze vorhanden
Öffnungszeiten
- Montag: 17:30–23:00 Uhr
- Dienstag: 12:00–15:00 Uhr, 17:30–23:00 Uhr
- Mittwoch: 12:00–15:00 Uhr, 17:30–23:00 Uhr
- Donnerstag: 12:00–15:00 Uhr, 17:30–23:00 Uhr
- Freitag: 12:00–15:00 Uhr, 17:30–23:00 Uhr
- Samstag: 12:00–15:00 Uhr, 17:30–23:00 Uhr
- Sonntag: Geschlossen





