

Birgit Oder steht für Handarbeit "Made in Berlin" und den besonderen, handgefertigten Schuh für ganz individuelle Ansprüche. Sie arbeitet auch für Bühne und Film.
35 Locations
Made in Berlin steht für Kreativität, Handwerk und lokale Ideen. Ob Mode, Design oder Feinkost, Produkte Made in Berlin haben besonderen Charakter. Diese Übersicht bündelt Berliner Adressen rund um Made in Berlin.
Concept Stores, Ateliers und Manufakturen in Kreuzberg, Neukölln und Mitte verkaufen Mode, Schmuck, Möbel und Lebensmittel aus lokaler Produktion. Designmärkte und Pop-up-Stores zeigen die Arbeit junger Labels und Gestalter. Wer Wert auf Regionalität legt, findet hier Einzelstücke mit Geschichte. So lässt sich echtes Made in Berlin entdecken.
Stöbere in den Adressen unten, um Made in Berlin zu finden.


Birgit Oder steht für Handarbeit "Made in Berlin" und den besonderen, handgefertigten Schuh für ganz individuelle Ansprüche. Sie arbeitet auch für Bühne und Film.

Maßschuhe aus über 200 Arbeitsschritten und mehr als 100 Stunden Handarbeit, rahmengenäht oder messinggenagelt, entstehen nach digitaler Fußmessung in der Blücherstraße. Zum Betrieb gehören vier Berliner Standorte und eine Manufaktur in Mitte. Neben Oxford, Budapester und Boots gibt es Diabetiker- und Orthesenschuhe sowie einen maßgefertigten Sneaker.

Schuhmachermeisterin Hannah Haak führt in der Oderberger Straße ihre eigene Werkstatt, in der Maßschuhe über persönliche Maßabnahme, handgefertigten Leisten und Probeschuh entstehen. Dazu kommen Schuh- und Taschenreparaturen, von abgelösten Sohlen bis zu gerissenen Riemen. Die Gründung wurde als Meisterbetrieb vom Land Berlin gefördert, beraten wird zweisprachig.

In der gläsernen Manufaktur in der Schönfließer Straße fertigt Lieblinge Barfußschuhe für Kinder und Erwachsene komplett in Berlin, von Krabblern über Lauflerner bis zum Sneaker. Nadine Klein ist Orthopädieschuhtechnikerin mit Schwerpunkt Kinderfuß, Maßanfertigung gibt es in drei Weiten. Ein Lauflernschuh kostet 69,90 Euro, Erwachsenenmodelle ab 129 Euro.


Im Kollwitzkiez am Göhrener Ei entwirft eine Berliner Werkstatt seit 2001 Modeschmuck in kleinen Auflagen. Entwicklung und Montage laufen im eigenen Atelier, gegossen und galvanisiert wird in Idar-Oberstein und Pforzheim. Dazu kommen kuratierte Labels aus London, Kopenhagen und Barcelona. Gerissene Ketten repariert das Haus, teils sofort im Laden.


colorblind patterns ist ein Berliner Label aus Wedding, das ausschließlich in Schwarz-Weiß arbeitet. Im Atelier in der Antwerpener Straße entstehen handgesiebdruckte Taschen, Lampenschirme und Stoffposter mit geometrischen Mustern.

In einer Kreuzberger Fabriketage aus der Gründerzeit entsteht jede Tasche von Anfang bis Ende durch dieselbe Täschnerin, ohne Akkord und ohne Stücklohn. Verarbeitet werden Nappaleder, Nubuk, gewebtes Rosshaar und Fischleder. Fast jedes Modell lässt sich in Farbe, Innenaufteilung und Riemenlänge anpassen. Reparaturen nimmt die Manufaktur auch nach Jahren noch an.





Berlins letzte Pantoffelmacherei fertigt in der Torstraße jedes Jahr rund 15.000 Paar in Handarbeit, auf Maschinen von 1936 und 1952. Die Filzsohlen werden mit Pechfaden durchgenäht statt geklebt, sind leise und parkettgeeignet. Vier Linien von 25 bis 33 Euro, Größen 36 bis 46 und Übergrößen bis 52, dazu Sonderanfertigungen aus mitgebrachtem Stoff.

Wer glaubt, echtes Berliner Marzipan komme aus Lübeck, wird in Britz eines Besseren belehrt. Im Neuköllner Ortsteil versteckt sich Lemkes Lädchen, der Fabrikverkauf eines der ältesten Süßwarenproduzenten Deutschlands, wo Marzipan, Nougat und Nussmuse zu Großhandelspreisen direkt vom Hersteller über die Ladentheke gehen.

Seit über 100 Jahren steht die Schokoladenmanufaktur in Wilmersdorf für handwerkliche Berliner Schokoladenkultur: dunkle, aromastarke Rezepturen, ein denkmalgeschütztes Bauhaus-Interieur und ein Familiengeist, der sich bis heute in jeder Tafel spüren lässt.



Berlins älteste Pralinenmanufaktur öffnet in Reinickendorf ihre Werkstore: Wer im Sawade Werksverkauf einkauft, bekommt handgemachte Trüffel und Pralinenschätze direkt aus der Produktion, zu Preisen, die deutlich unter denen der Berliner Filialen liegen.




Designer Stephan Griese entwirft in Charlottenburg Herrenhemden mit Krabben, Hummern, Graffiti und bemalten Elefanten. Genäht wird in Berlin, sogar die Knöpfe werden hier passend zum Dessin gefärbt. Alles läuft über einen figurbetonten Schnitt in fünf Größen. Als Geschenk für Männer gibt es Gutscheine und Hemden nach eigenen Maßen.





Im vierten Hof der Hackeschen Höfe führt Eat Berlin ausschließlich Essbares und Trinkbares aus Berliner Manufakturen. Inhaber Adam Mikusch stellt die Berliner Senfsauce, die Currysauce und die Dressings selbst her, dazu kommen Meersalz, Gewürze und Früchtetee aus der Stadt. Als Berlin Souvenir wandert hier etwas in den Koffer, das zu Hause aufgegessen wird.

In einem Neuköllner Atelier entstehen aus alten Krawatten, gebrauchten Hemden und recycelten Packdecken Unikate in Handarbeit. Jedes Stück gibt es genau einmal, nachproduziert wird nichts. Für Kleidung und Accessoires der Marke wird kein neuer Stoff hergestellt. Verkauft wird über den eigenen Shop und auf Events, nicht über ein offenes Ladengeschäft.



In der Kantstraße 106 in Charlottenburg verkauft Harry Lehmann seit Jahrzehnten Parfum nach Gewicht. Über 70 hauseigene Düfte stehen zur Auswahl, abgefüllt in schlichte Flakons oder mitgebrachte Behälter.

In der Almstadtstraße 3, zwischen Alexanderplatz und Hackeschem Markt in Berlin-Mitte, residiert Berlins wohl konsequenteste Modevisionärin: Esther Perbandt zeigt hier seit über 18 Jahren avantgardistische, genderneutrale Schwarzkollektionen, die Mode als Kunstakt begreifen.



Supermarché in der Wiener Straße in Kreuzberg ist ein Laden für faire und ökologisch hergestellte Mode. Neben rund 30 Marken gibt es das hauseigene Label Hirschkind mit handbedruckten Shirts, Bettwäsche und Geschirrtüchern.




Charlottenburg hat viele Gesichter – aber kaum eines so farbenfroh wie dieses: Kaiser Friedrich Herrenhemden steht für knallbunte, maßgeschneiderte Berliner Mode für Männer*, die sich nicht mit Grau abfinden. Made in Berlin, getragen mit Haltung.

Wer Schaumzucker wirklich ernst nimmt, fährt nach Reinickendorf: Der Aseli Fabrikverkauf in der Granatenstraße ist der direkte Draht zu Berlins ältestem Schaumzuckerhersteller, dessen handgekochte Riesenmäuse seit 1921 Kultstatus genießen.

Wer Mode aus Berlin sucht, muss nicht lange suchen: ausberlin, das kleine Kaufhaus direkt am Alexanderplatz in Berlin-Mitte, versammelt seit 2005 alles, was die Stadt kreativ, eigen und unverkäuflich macht. Über 300 lokale Designer*innen und Hersteller*innen mit mehr als 3.000 Produkten unter einem Dach.

Friedrichshain hat seinen eigenen Berliner Modemulti: Der SYLD STORE an der Frankfurter Allee steht für lokales Modedesign, das Haltung zeigt. Rund 30 unabhängige Designer*innen und Künstler*innen teilen sich 100 Quadratmeter kuratierten Raum, in dem nachhaltige Produktion kein Trend, sondern Grundbedingung ist.



In der Gärtnerstraße in Friedrichshain steckt hinter dem hübsch dekorierten Schaufenster von Widda & Co weit mehr als ein Modeladen: Hier trifft Berliner Designerinnengeist auf nachhaltige Fair Fashion, mit angeschlossenem Atelier und einer kuratierten Auswahl unabhängiger Labels.

An der Ecke Unter den Linden und Friedrichstraße steht der größte der sechs Berliner Läden der Marke, und zwar genau dort, wo die erste Ampel mit den Original-Ampelmännchen stand. Neben Taschen, Schirmen, Mützen und Schlüsselanhängern zeigt eine ständige Ausstellung über dreißig Ampeln aus aller Welt. Entworfen wird alles in der Kreativzentrale in Mitte.

Mitten im Industriegebiet Lichtenbergs steckt einer der ehrlichsten Food Outlets Berlins: Die Lichtenberger Fleisch- und Wurstproduktion verkauft frische Wurst- und Fleischspezialitäten direkt ab Werk, zu Preisen, die den Supermarkt alt aussehen lassen.

FroschRad in der Wiener Straße 15 am Spreewaldplatz baut seit 1997 eigene Stadt-, Trekking- und Sporträder mit Rahmen aus CrMo-Stahl, die bei 495 Euro beginnen. Dazu kommt ein Verleih, der mit 10 Euro für 24 Stunden zu den günstigsten in Kreuzberg gehört, und eine Werkstatt, die kleine Pannen auch ohne Termin direkt behebt.