Jünemann's Pantoffeleck – Besondere Schuhläden | Top10berlin
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Jünemann's Pantoffeleck

Pankow

Foto: Jünemann's Pantoffeleck
© Picture: Jünemann's Pantoffeleck

Berlins letzte Pantoffelmacherei fertigt in der Torstraße jedes Jahr rund 15.000 Paar in Handarbeit, auf Maschinen von 1936 und 1952. Die Filzsohlen werden mit Pechfaden durchgenäht statt geklebt, sind leise und parkettgeeignet. Vier Linien von 25 bis 33 Euro, Größen 36 bis 46 und Übergrößen bis 52, dazu Sonderanfertigungen aus mitgebrachtem Stoff.

Jünemann’s Pantoffeleck: Berlins letzter Pantoffelmacher in der Torstraße

Jünemann’s Pantoffeleck sitzt seit 1981 in der Torstraße in Mitte, damals hieß die Straße noch Wilhelm-Pieck-Straße. Die Geschichte des Betriebs beginnt deutlich früher: 1908 gründete Bernhard Jünemann die Pantoffelmacherei in Magdeburg und fertigte in Heimarbeit, 1927 übernahm sein Sohn Otto und verlegte die Werkstatt nach Berlin in die Lottumstraße. Otto und seine Frau Editha hatten zwölf Kinder, von denen die meisten zeitweise mitarbeiteten. Nach 1945 wurden Pantoffeln gegen Lebensmittel getauscht, Sohlen aus Autoreifen geschnitten und die Ware an der Haustür verkauft. 1968 übernahm Günter Jünemann als Jüngster der Familie, und er steht bis heute mit in der Werkstatt. Sein Sohn Reno kam 1991 dazu und führt den Betrieb seit 2007 in vierter Generation. Verkauf und Produktion liegen unter einem Dach, zwei Mitarbeitende helfen mit, beide Quereinsteiger. Erreichbar ist der Laden mit der Tram M8, dem Bus 240 und der U2 bis Rosa-Luxemburg-Platz, und auch wenn die Torstraße hier an den Prenzlauer Berg grenzt, liegt die Adresse amtlich in Mitte.

Durchgenähte Filzsohlen von Maschinen aus den 1930er Jahren

Rund 15.000 Paar entstehen hier jedes Jahr in Handarbeit, und zwar mit einer Technik, die kaum noch jemand beherrscht: Die Sohlen werden nicht geklebt, sondern mit Pechfaden durchgenäht. Gearbeitet wird auf Maschinen, die teils über 70 Jahre alt sind, die älteste Stanze stammt von 1936, eine Nähmaschine von 1952. Der Filz ist leise, haltbar und parkettgeeignet, was ihn in Altbauwohnungen beliebt macht. Es gibt vier Linien: den klassischen geschlossenen Pantoffel für 25 Euro, den Niedertreter ohne feste Fersenkappe, den Kragenschuh mit umgeschlagenem Kragen für 33 Euro und Hausschuhe für Kinder. Wählen kann man zwischen Filzsohle und rutschfesterer Porosohle, bei Kinderschuhen gibt es nur letztere. Die Größen reichen von 36 bis 46, Übergrößen bis 52 führt der Laden als eigene Kategorie. Ein Hinweis des Hauses lohnt sich: Man bestellt besser eine Nummer größer als die eigene Schuhgröße. Dazu kommen Sonderanfertigungen, etwa Pantoffeln aus der alten Jeansjacke einer Kundin, und Anpassungen für breite Fußrücken. Verschickt wird bis nach Japan und New York.

Top10 Redaktion

Top10 Redaktion

Erfahrungsbericht vom 07.10.2024

Preisniveau

Klassischer geschlossener Pantoffel 25 Euro, Kragenschuh 33 Euro, Kinderhausschuhe darunter, Sonderanfertigungen nach Aufwand

ÖPNV

U2 Rosa-Luxemburg-Platz, Tram M8 und Bus 240 halten in der Torstraße

Parkmöglichkeiten

Parkraumbewirtschaftung rund um die Torstraße, Anfahrt mit Tram oder U-Bahn ist bequemer

Highlight

Filzsohlen werden mit Pechfaden durchgenäht statt geklebt, gearbeitet wird auf Maschinen von 1936 und 1952

Sortiment

Vier Linien: geschlossener Pantoffel, Niedertreter ohne Fersenkappe, Kragenschuh und Kinderhausschuhe

Größen

36 bis 46, Übergrößen bis 52 als eigene Kategorie

Sohlenwahl

Filzsohle oder rutschfestere Porosohle, Kinderschuhe ausschließlich mit Porosohle

Tipp

Eine Nummer größer als die eigene Schuhgröße wählen, dazu Sonderanfertigungen aus mitgebrachtem Stoff möglich

Öffnungszeiten

  • Mo bis Fr: 09:00 – 17:00 Uhr
  • Sa + So: Geschlossen

Adresse

Torstraße 39, 10119 Berlin, Deutschland

+49 30 4425337

http://www.pantoffeleck.de/

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