Der Grunewaldturm ist einer der Fotospots Berlins mit der weitesten Aussicht: 55 Meter märkische Backsteingotik von 1899 auf dem Karlsberg, 202 Stufen bis zur Plattform und von dort der Blick über die Havel bis nach Potsdam und Spandau. Innen liegt eine Gedenkhalle mit Deckenmosaik. Der Aufstieg kostet 5 Euro. Am Turmfuß gibt es ein Restaurant mit Terrasse.
Der Grunewaldturm als Fotospot über der Havel
Auf der Kuppe des Karlsbergs, 78,5 Meter über dem Meeresspiegel, steht seit 1899 ein Aussichtsturm aus rotem Backstein. Gebaut wurde er ab 1897 im Auftrag des Kreises Teltow nach einem Entwurf von Franz Schwechten, der auch die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche entwarf, und am 9. Juni 1899 eingeweiht. Die Formensprache ist märkische Backsteingotik, Sockel und Plattform bestehen aus Rochlitzer Sandstein, eine Inschrift erinnert an König Wilhelm I. Geplant war er als König-Wilhelm-Turm und hieß nach der Fertigstellung Kaiser-Wilhelm-Turm, den heutigen Namen trägt er seit 1948, nach dem Wald, der ihn umgibt. Der Turm ist 55 Meter hoch, über 202 Stufen geht es auf die überdachte Plattform, die 36 Meter über dem Boden und rund 86 Meter über dem Wasserspiegel der Havel liegt. Vor dem Bau wurde die Kuppe des Karlsbergs abgeholzt und planiert, die Inschrift am Turm erinnert an König Wilhelm I. und den Kreis Teltow als Bauherrn.
Fotospot Grunewaldturm: Blick bis Potsdam und eine Gedenkhalle
Oben öffnet sich der Blick über die Baumkronen des Grunewalds und die Havel, bei klarer Sicht bis ins Havelland und nach Potsdam im Südwesten sowie nach Gatow, Kladow und Spandau im Westen. Als Landmarken lassen sich das Märkische Viertel, Schloss und Rathaus Charlottenburg, Funkturm, Fernsehturm und Gropiusstadt ausmachen. Weil der Turm am Westrand des Waldes über dem Wasser steht, liegt die Sonne am späten Nachmittag günstig für Aufnahmen in diese Richtung. Auch innen lohnt sich die Kamera: In der Gedenkhalle liegt ein Deckenmosaik von August Oetken über einer lebensgroßen Marmorstatue von Ludwig Manzel. Saniert wurde der Turm erstmals 1953, wegen erheblicher Baumängel war er von Oktober 2007 bis April 2011 gesperrt. Der Aufstieg kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Am Turmfuß gibt es ein Restaurant mit Terrasse. Erreichbar ist der Turm mit dem Bus, der direkt an der Havelchaussee hält, oder auf einer rund sechs Kilometer langen Wanderung vom S-Bahnhof Grunewald vorbei an Teufelssee und Pechsee.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 20.10.2026
Eintritt
5 Euro, ermäßigt 3 Euro für Kinder von 6 bis 12 Jahren
Öffnungszeiten
Montag bis Donnerstag 11 bis 19 Uhr, Freitag bis Sonntag 11 bis 20 Uhr
Aufstieg
202 Stufen bis zur überdachten Plattform auf 36 Metern Höhe
Aussicht
Havel und Grunewald, bei klarer Sicht Potsdam, Gatow, Kladow und Spandau
ÖPNV
Bus 218 bis Grunewaldturm direkt vor dem Turm, Haltestelle Waldhaus rund 300 Meter
Parken
Kostenlose Stellplätze direkt am Turm
Gastronomie
Restaurant mit Terrasse am Turmfuß
Fotoregeln
Private Aufnahmen frei, gewerbliche Fotografie im Berliner Wald ist genehmigungspflichtig und kostet mindestens 100 Euro pro Tag
Öffnungszeiten
- Montag: 11:00–19:00 Uhr
- Dienstag: 11:00–19:00 Uhr
- Mittwoch: 11:00–19:00 Uhr
- Donnerstag: 11:00–19:00 Uhr
- Freitag: 11:00–20:00 Uhr
- Samstag: 11:00–20:00 Uhr
- Sonntag: 11:00–20:00 Uhr
Adresse
Havelchaussee 61, 14193 Berlin, Deutschland
https://www.berlin.de/sehenswuerdigkeiten/3560626-3558930-grunewaldturm.html


















