



Das Futurium am Hauptbahnhof gehört zu den Fotospots Berlins, die mit dem Licht arbeiten: Über 8.000 Kassettenelemente aus Metall-Reflektoren und bedrucktem Gussglas lassen die Fassade mit jedem Sonnenstand anders aussehen. Der Skywalk auf dem Dach ist öffentlich zugänglich und der Eintritt frei. Stativ, Selfiestick und Blitz bleiben draußen.
Das Futurium als Fotospot im Regierungsviertel
Der Bau am Alexanderufer stammt von Richter Musikowski, die aus einem internationalen Wettbewerb hervorgingen; die Freiflächen gestaltete JUCA Landschaftsarchitektur. Baubeginn war im März 2015, eröffnet wurde das Haus am 5. September 2019, die Baukosten lagen bei 58 Millionen Euro. Auf einem Grundstück von 6.700 Quadratmetern entstanden rund 14.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, davon etwa 2.600 für die Dauerausstellung und 3.000 für das offene Forum im Erdgeschoss. Das eigentliche Thema für die Kamera ist die Hülle: Über 8.000 Kassettenelemente von je rund einem Quadratmeter bilden die Fassade, jedes aus gefalteten Metall-Reflektoren und keramisch bedrucktem Gussglas. Gedacht war sie als ständig wechselnde, lichtdurchflutete Wolke, und genau so verhält sie sich auch: Je nach Sonnenstand und Bewölkung sieht das Gebäude völlig anders aus. Der Entwurf ging aus einem europaweiten Vergabeverfahren von 2013 hervor, Bauherrin ist die Futurium gGmbH. Ausgezeichnet wurde das Haus unter anderem mit dem Luigi Micheletti Award der European Museum Academy.
Fotospot Skywalk: Dachumgang, Lichtfassade und zwei Vorplätze
Auf dem Dach liegt der Skywalk, ein öffentlich zugänglicher Umgang, von dem aus sich die Skyline der Innenstadt und die großen Photovoltaikflächen des Hauses überblicken lassen. Bei Wind und Wetter kann er kurzfristig gesperrt sein, erreichbar ist er über den Ausstellungsbereich. Weil die Fassade gegenüber der Grundstückskante zurückgesetzt wurde, sind am Alexanderufer und am Kapelle-Ufer zwei öffentliche Plätze entstanden, die sich als Standpunkt für die Totale anbieten. Innen lohnt das Treppenhaus, und im Untergeschoss arbeitet das Futurium Lab mit dunklem Sichtbeton, schwarzen Böden und einer Decke aus Leuchtstoffröhren bei sechs Metern Raumhöhe. Der Eintritt kostet nichts. Für private Aufnahmen gilt allerdings eine klare Grenze: Fotografieren und Filmen sind erlaubt, Stativ, Selfiestick und externer Blitz dagegen nicht. Gebaut ist das Haus als Niedrigstenergiehaus und mit BNB-Gold zertifiziert. Gruppen ab 15 Personen müssen sich anmelden, und Taschen über DIN A4 gehören in die kostenlosen Schließfächer, was bei größerer Fotoausrüstung zu bedenken ist.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 20.10.2026
Eintritt
Kostenlos, kostenpflichtig sind nur Führungen, Workshops und Veranstaltungen
Öffnungszeiten
Montag, Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr, Donnerstag 10 bis 20 Uhr, Dienstag geschlossen
Skywalk
Dachumgang mit Blick über die Innenstadt, von Frühjahr bis Herbst geöffnet, bei schlechtem Wetter kurzfristig gesperrt
ÖPNV
Bus 245 bis Futurium, rund 350 Meter vom Hauptbahnhof mit S3, S5, S7, S9, U5 und Regionalzügen
Parken
Keine eigenen Parkplätze, Jelbi-Station am Haus
Fotoregeln
Privat fotografieren und filmen erlaubt, aber ohne Stativ, Selfiestick und externen Blitz, gewerblich nur mit Erlaubnis
Barrierefreiheit
Komplett rollstuhlgerecht, Aufzug vorhanden, Assistenzhunde erlaubt
Gepäck
Taschen über DIN A4 müssen in die kostenlosen Schließfächer, dafür ist eine Münze nötig
Öffnungszeiten
- Montag: 10:00–18:00 Uhr
- Dienstag: Geschlossen
- Mittwoch: 10:00–18:00 Uhr
- Donnerstag: 10:00–20:00 Uhr
- Freitag: 10:00–18:00 Uhr
- Samstag: 10:00–18:00 Uhr
- Sonntag: 10:00–18:00 Uhr


















