






Die Choriner Straße ist einer der Fotospots Berlins für Gründerzeit pur: Zehn Mietshäuser stehen unter Denkmalschutz, das älteste von 1864, und die geschlossene Blockrandbebauung ergibt lange Fluchten mit Stuckfassaden und Toreinfahrten. Zwei Denkmalensembles reichen hier hinein. Fotografiert wird vom Gehweg aus, Höfe und Treppenhäuser sind privat.
Die Choriner Straße als Fotospot für Gründerzeit in Prenzlauer Berg
Benannt wurde die Straße am 10. Oktober 1863 nach der Gemeinde Chorin im Barnim, vorher hieß sie Hinter dem Weinberg und davor Hohlweg vor dem Schönhauser Thor. Sie zieht sich über die Hausnummern 1 bis 85 und reicht vom Prenzlauer Berg bis nach Mitte hinein. Für ein Fotomotiv interessant ist sie vor allem wegen ihres Alters: Zehn Miethäuser stehen hier unter Denkmalschutz, und ein Teil davon ist deutlich älter als der übrige Bestand im Kiez. Die Nummer 4 stammt von 1864, die Nummer 2 von 1865, die Nummer 12 an der Ecke Zionskirchstraße von 1871 und die Nummer 6 von 1873. Dazu kommen die Nummer 13 von 1878, die Nummer 3 von 1881, die Nummer 14 von etwa 1885 sowie die Häuser 42 und 43 aus den Jahren ab 1886. Damit gehört ein Teil der Bebauung noch in die Zeit vor der Hochgründerzeit.
Fotospot Choriner Straße: Blockrand, Stuckfassaden und zwei Denkmalensembles
Fotografisch trägt vor allem die geschlossene Blockrandbebauung, die über weite Abschnitte erhalten geblieben ist: Traufhöhen auf einer Linie, Stuckfassaden, Toreinfahrten und ein enger Straßenraum ergeben Fluchten, die sich gut auf einer Achse staffeln lassen. Die Häuser 2 bis 6 und 12 bis 14 gehören zur großen Denkmal-Gesamtanlage rund um den Teutoburger Platz, die Nummern 42 und 43 zu einem zweiten Ensemble im Kreuzungsbereich von Schönhauser Allee, Kastanienallee, Pappelallee und Danziger Straße. Die Straße selbst steht dagegen nicht als Ganzes unter Schutz, geschützt sind die einzelnen Häuser und die beiden Ensembles. Fotografiert wird vom Gehweg aus, dort greift die Panoramafreiheit. Höfe und Treppenhäuser sind Privatgrund und gehören nicht dazu. Einmal im Jahr verwandelt das Choriner Straßenfest den Abschnitt um die Hausnummern 47 und 48 in eine Flohmarkt- und Bühnenmeile. So lässt sich hier Berliner Mietshausarchitektur über rund 25 Baujahre hinweg direkt nebeneinander vergleichen.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 20.10.2026
Eintritt
Kostenlos, öffentlicher Straßenraum
Denkmalschutz
Zehn Mietshäuser unter Denkmalschutz, Baujahre von 1864 bis nach 1887
Beste Abschnitte
Hausnummern 2 bis 6 und 12 bis 14 sowie 42 und 43
ÖPNV
U2 bis Eberswalder Straße und Senefelderplatz, U8 bis Rosenthaler Platz, Tram M1, M8 und 12, Bus 142
Zugang
Die Straße ist jederzeit begehbar, Höfe und Treppenhäuser sind Privatgrund
Fotoregeln
Aufnahmen vom Gehweg sind durch die Panoramafreiheit gedeckt, gewerbliche Aufnahmen mit Aufbauten brauchen eine Sondernutzungserlaubnis
Drohnen
Über Wohnbebauung nur mit Zustimmung der Eigentümer, praktisch ausgeschlossen
Besonderheit
Einmal im Jahr findet um die Hausnummern 47 und 48 das Choriner Straßenfest statt
Öffnungszeiten
Adresse
Choriner Straße 33, 10435 Berlin, Deutschland


















